07.12.2017
SX-Supercross News
Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base - Stürze verhindern gute Ergebnisse

Zur zweiten Runde des ADAC SX Cup in Chemnitz brachte das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base viel Speed mit, doch leider verhinderten Stürze bessere Platzierungen.

In der Woche vor dem ADAC Supercross Chemnitz wurde es richtig stressig für Teamchef Michael Peters, denn beide SX1-Piloten mussten kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Während Kyle Cunningham aus privaten Gründen die Reise nach Chemnitz nicht antreten konnte, hatte Cole Martinez größere Probleme. Der frisch gekürte Supercross Europameister stürzte vor Chemnitz im Training schwer und hat eine längere Verletzungspause vor sich.

So kurzfristig gute Ersatzfahrer zu finden ist schwer, doch mit Frederik Noren und Matt Bis­ce­glia fand Peters prominente US-Piloten. Letzterer erlebte bei seiner ersten Reise nach Europa direkt einen wahren Albtraum. Nach der ungeplanten Landung aufgrund eines Notfalls an Bord musste Bis­ce­glia die Nacht im Flughafen von Istanbul verbringen, den er mangels Visum nicht verlassen durfte. Dabei fing sich der US-Boy vermutlich einen Virus ein, der ihn über das Wochenende sehr zu schaffen machte.

Trotz der Schwierigkeiten legte Bis­ce­glia los wie die Feuerwehr, fuhr am Freitag die zweitschnellste Quali-Zeit in seiner Gruppe und bestätigte dies mit einem soliden vierten Rang im Halbfinale. Dabei war es das erste Supercross-Rennen des Jahres für den Suzuki-Piloten. Im Finale reichte es am Ende nur zum neunten Rang. Nach der zweiten Nacht ohne Schlaf und mit gesundheitlichen Problemen reichte es noch zur sechsten Zeit in seiner Qualifikationsgruppe, danach war das Wochenende für Bis­ce­glia allerdings gelaufen.

Eigentlich als Outdoor-Spezialist bekannt, überraschte Frederik Noren mit der schnellsten Zeit in seiner Gruppe und zeigte damit, dass er sich schnell bei seinem deutschen Supercross-Debüt zurecht fand. Nach Pech im Halbfinale am Freitag(,) schaffte der in den USA lebende Schwede über den Hoffnungslauf den Sprung ins Finale und erwischte dort einen schlechten Start. Mit gutem Speed fuhr „Freddy“ durchs Feld Richtung Podium, rutschte aber im Verlauf des Rennens mit dem Vorderrad weg und kam als Achter ins Ziel.

Auch am zweiten Tag machte sich die fehlende Rennpraxis im Supercross bemerkbar. Zunächst qualifizierte sich Noren souverän für das Finale, kam aber nach einem eigentlich unnötigen Sturz nur als Siebter ins Ziel. Sowohl Bis­ce­glia als auch Noren haben Blut geleckt und wissen nun, wie sie sich auf das Supercross in Dortmund Anfang Januar vorbereiten müssen.

In der SX2-Klasse konnte das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base auf die gewohnten Fahrer zurückgreifen. Gradie Featherstone brachte auch nach Chemnitz wieder seine gewohnt gute Geschwindigkeit mit und wurde am Freitag sowohl im Qualifying als auch im Halbfinale Dritter. Im Finale lief es zunächst ebenfalls gut für den Europameister, doch ein Sturz mit einem Kontrahenten verhinderte eine gute Platzierung. Rang sieben hieß es bei der Zieldurchfahrt und somit weitere 14 Punkte für die Cup-Wertung. Am zweiten Tag konnte sich Gradie keine weiteren Punkte gut schreiben. Zunächst als Zweiter seiner Gruppe qualifiziert, stürzte der Suzuki-Pilot im Kampf in der Spitzengruppe des Halbfinals schwer und schaffte deutlich angeschlagen auch im Hoffnungslauf den Sprung ins Finale nicht.

Als Vierter und somit letzter Pilot ging Johan Nyström ins Rennen. Der Schwede zeigte eine leichte Steigerung zum Saisonauftakt und fuhr erstmals im Abendprogramm des ADAC SX Cup. Für den Einzug ins Finale der stark besetzten SX2-Klasse reichte es aber leider noch nicht.

Teamchef Michael Peters zu Chemnitz: „Es war eine stressige Woche vor Chemnitz. So kurzfristig gute Fahrer zu verpflichten ist sehr schwierig, aber Matt und Freddy haben gezeigt, dass sie Supercross fahren und sich auch schnell an die Gegebenheiten hier anpassen können. Leider sind beide dieses Jahr noch kein SX gefahren und die fehlende Rennpraxis verursachte bei Freddy die Fehler, die ihm das Podium kosteten. Beide wissen nun was sie hier erwartet und können sich dementsprechend auf Dortmund vorbereiten. Gradie war wie immer schnell, aber er baute unnötige Stürze ein. Immerhin hat er ein paar Punkte mitgenommen. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir zwar schnell waren, aber uns im Endeffekt mit kleinen Fahrfehlern selbst im Weg standen.“

Fotos: Steve Bauerschmidt

 

 

 

 

 

 

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