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Informationen über den Sport - Motocross -

Die Anforderungen an Mensch und Material machen Motocross zu einer faszinierenden Extremsportart, schließlich bewegt man sich bei den 15 bis 40 Minuten langen Rennen immer im Grenzbereich. Deshalb sollten Cross-Einsteiger über eine gute Grundkondition verfügen und auch gerne mal einen Schraubenschlüssel in die Hand nehmen. Die wilde Hatz über Stock und Stein geht nämlich nicht nur in die Knochen, sondern auch aufs Material. Auf meterhohe Sprünge folgen oft zermürbende Waschbrett-Passagen und tiefe Bodenwellen, bei denen jedes Federbein auf Block geht und die Muskulatur Höchstleistungen vollbringen muss. Aber gerade diese Mischung macht´s. Große Starterfelder und ein breites Spektrum an Veranstaltungen beweisen die Popularität dieser Motorrad-Disziplin, die vor allem junge Sportler in ihren Bann zieht.

Neueinsteiger tun sich im Cross-Sport relativ leicht, eine dem eigenen Alter und Leistungsvermögen angemessene Klasse zu finden, denn schon für sechsjährige Knirpse gibt es eine eigene Serie, die allerdings kindergerecht aufbereitet ist. Die Clubsport Motocross-Szene bietet die Möglichkeit, in allen Klassen seinem Drang nach Fun und Geschwindigkeit ohne lange Anreisewege freien Lauf zu lassen, denn irgendwo gibt es immer ein Clubsport-Motocross um die Ecke.

Beim Motocross handelt es sich um eine Motorrad-Sportart. Gefahren wird auf einem geländetauglichen Motocross-Motorrad, d.h. einem Motorrad mit langen Federwegen, progessiver Federkennlinie und grobstolligen Reifen. Ein solches Motorrad hat keine Straßenzulassung, da es für den Wettbewerb ausgelegt ist, und keine Anbauteile wie Batterie, Blinker, Licht, Ständer, Kennzeichenhalter usw. hat. Es gilt im Sinne der StVZO als Sportgerät und ist nur für den Wettbewerbsbetrieb bestimmt. Die Fahrer sind mit einer umfangreichen Schutzausrüstung ausgestattet. Sie tragen Helme, Stiefel, Handschuhe, Knieprotektoren und Rücken- sowie Brustprotektoren. Es wird ausschließlich auf dafür vorgesehenen Strecken gefahren, die sich meistens abgelegen von Wohngebieten befinden. Motocross-Rennen werden in unterschiedlichsten Modi ausgeführt. Es ist generell zwischen In- und Outdoor-Rennen zu unterscheiden. Indoor-Rennen werden gewöhnlich als Supercross und Outdoor-Rennen als Motocross bezeichnet. Supercross wird meistens in der Winterzeit ausgetragen, da dann ein Befahren der Motocross-Strecken kaum bis nicht mehr möglich ist. Somit ist es für die Fahrer möglich, beides zu betreiben, da sich die Veranstaltungen dann nicht überschneiden. Die wichtigsten Austragungsebenen sind die WM (an der qualifizierte Fahrer aus allen Ländern teilnehmen können) und die AMA.

Geschichte

Motocross wurde um 1919 in England erfunden; anfangs wurden Wettbewerbe auf handelsüblichen Straßenmotorrädern ausgefahren. Später nahmen zunächst die Fahrer Modifizierungen an ihren Motorrädern vor, wie zum Beispiel die Verlängerung der Federwege oder das Anbringen von Griffmulden unter dem Sitz. (Siehe Freestyle Motocross) Es folgten speziell für den Motocross-Sport gefertigte Motorräder der Industrie, die in der Folgezeit immer weiter verbessert wurden und werden.

Motocross

Beim Motocross handelt es sich um eine Motorrad-Sportart. Gefahren wird auf einem geländetauglichen Motocross-Motorrad, d.h. einem Motorrad mit langen Federwegen, progessiver Federkennlinie und grobstolligen Reifen. Ein solches Motorrad hat keine Straßenzulassung, da es für den Wettbewerb ausgelegt ist, und keine Anbauteile wie Batterie, Blinker, Licht, Ständer, Kennzeichenhalter usw. hat. Es gilt im Sinne der StVZO als Sportgerät und ist nur für den Wettbewerbsbetrieb bestimmt. Die Fahrer sind mit einer umfangreichen Schutzausrüstung ausgestattet. Sie tragen Helme, Stiefel, Handschuhe, Knieprotektoren und Rücken- sowie Brustprotektoren. Es wird ausschließlich auf dafür vorgesehenen Strecken gefahren, die sich meistens abgelegen von Wohngebieten befinden. Motocross-Rennen werden in unterschiedlichsten Modi ausgeführt. Es ist generell zwischen In- und Outdoor-Rennen zu unterscheiden. Indoor-Rennen werden gewöhnlich als Supercross und Outdoor-Rennen als Motocross bezeichnet. Supercross wird meistens in der Winterzeit ausgetragen, da dann ein Befahren der Motocross-Strecken kaum bis nicht mehr möglich ist. Somit ist es für die Fahrer möglich, beides zu betreiben, da sich die Veranstaltungen dann nicht überschneiden. Die wichtigsten Austragungsebenen sind die WM (an der qualifizierte Fahrer aus allen Ländern teilnehmen können) und die AMA.

Motocross (MX, Moto-X)

Die klassische, natürliche Art des Motocross ist das Befahren von Strecken im freien Gelände. Die Länge der Strecken variiert zwischen 1.500 m und 4.000 m. Die so genannten „Outdoor“-Strecken sind zunächst technisch nicht ganz so anspruchsvoll wie die oben beschriebenen Supercross-Strecken. Die Strecken sind meistens breiter und länger, so dass die Sprünge nicht so nah aneinander liegen; daher ist es möglich, eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Da dieser Sport jedoch im Freien ausgetragen wird, besteht immer die Möglichkeit, dass die Strecke durch verschiedene Witterungsverhältnisse ihren Zustand und ihre Beschaffenheit ändert. So kann es an heißen Tagen sein, dass man mangels Feuchtigkeit eine eingeschränkte Sicht hat, da der Boden staubt, oder im anderen Extrem, dass der Boden völlig durchnässt ist, und man auf einer schlammigen und rutschigen Strecke zurechtkommen muss. Die Beschaffenheit des jeweiligen Untergrundes variiert von Strecke zu Strecke, teilweise sogar von Streckenabschnitt zu Streckenabschnitt. Die Strecken können aus Sand, Lehm oder Erde bestehen. Strecken aus Lehm sind meistens eher hart, stellenweise fast wie Asphalt. Strecken aus Sand oder Erde mittelweich bis weich. Hier ist es wie in jedem anderen Rennsport auch der Fall, dass für jede Beschaffenheit das Sportgerät angepasst werden muss, d.h. das Fahrwerk sowie die Reifen und viele weitere Dinge müssen den Verhältnissen angepasst werden. Die Rennen werden hier in 2 Läufe unterteilt. Es dürfen maximal 40 Fahrer an einem Rennen teilnehmen. In einem Qualifikationstraining wird die Reihenfolge festgelegt, in der sich die Fahrer ihren Startplatz am Startgatter aussuchen düfen. 30 Fahrer haben in der ersten Reihe Platz, der Rest ordnet sich dahinter ein. In der Motocross-Weltmeisterschaft ist ein Lauf nach 35 Minuten und zwei Runden beendet. Nach der Addition der Punkte beider Läufe (wobei hier der 2. Lauf bei Punktgleichheit stärker gewertet wird) steht der Gewinner fest. Motocross ist nicht ganz so ein Publikumsmagnet wie Supercross, da es im Freien ausgetragen wird, und die Zuschauer natürlich auch den Witterungen ausgesetzt sind. Außerdem ist es bei den meisten Strecken für einen Zuschauer nicht möglich, die ganze Strecke zu überblicken. Deshalb sind die Zuschauerzahlen hier meistens etwas geringer und oft auch vom Wetter abhängig.

Supercross (SX)

Die Rennen werden meistens in Hallen bzw. Stadien ausgetragen und speziell für die jeweiligen Veranstaltungen präpariert, d.h. mit Erde oder Lehm aufgefüllt. Der Boden im Supercross ist meistens hart. Da in einer Halle nur begrenzter Raum zur Verfügung steht, ist das Streckenlayout technisch sehr anspruchsvoll und spektakulär. Es sind verhältnismäßig viele Sprünge vorhanden und es bleibt kaum Zeit für den Fahrer zur Ruhe zu kommen. Deshalb werden Supercross Rennen meistens über kurze Distanz (etwa 15 Min pro Rennen) ausgetragen. Es werden pro Veranstaltung viele Läufe gezeigt, da nicht sehr viele Fahrer gleichzeitig auf einmal fahren können. Es wird über Qualifikations-Läufe, später dann Achtel-, Viertel- und Halbfinale selektiert, wer schließlich im „Main-Event“, dem sogenannten Finale und gleichzeitig Höhepunkt der Veranstaltung, antreten darf. Supercross-Veranstaltungen zeichnen sich nicht nur durch die Rennen an sich, sondern auch durch ein großes Rahmenprogramm aus, indem mit Musik und Freestyle-Shows dem Publikum ordentlich eingeheizt wird. In Deutschland fassen die Hallen meistens ca. 10.000 Zuschauer, da es sich hierbei auch wirklich um Hallen handelt. Anders ist dieses z. B. in Amerika. Dort werden die Rennen in großen (meistens überdachten) Football-Stadien ausgetragen, die bis zu 75.000 Zuschauer fassen. Der große Vorteil für den Zuschauer ist die Möglichkeit, die gesamte Strecke zu überblicken. Die bisher erfolgreichsten heutigen Supercrosser sind Ricky Carmichael und Jeremy McGrath welcher mittlerweile sieben Titel besitzt. Beim Supercross ist die Strecke besser präpariert als beim Motocross, so springt man weiter, höher und manchmal schneller.

Freestyle Motocross (FMX)

Freestyle Motocross oder kurz FMX hat sich aus dem Motocross entwickelt. Ursprünglich wurden bei Motocross-Wettbewerben neben den eigentlichen Rennen zur Unterhaltung der Zuschauer Wettbewerbe abgehalten, welcher der Fahrer mit seiner Maschine den besten bzw. schönsten whip (s. u.) schaffte. Bald begannen sich Fahrer nur auf diesen Wettbewerb zu konzentrieren, wodurch FMX allmählich zur eigenständigen Disziplin des Sports wurde.

Beim FMX springen die Fahrer mit leicht veränderten Motocross-Maschinen über Sprungschanzen ("Kicker"). In den wenigen Sekunden zwischen Absprung und Landung führen sie teils sehr waghalsige Manöver in der Luft aus. Je nach Wettbewerb werden ein einzelner Sprung oder eine Reihe von Sprüngen in vorgegebener Zeit von Kampfrichtern, den Judges, bewertet. Der Fahrer mit der höchsten Wertung gewinnt.

Zu den weltweit besten und erfolgreichsten Fahrern zählen Travis Pastrana (US), Nate Adams (US), Mike Metzger (US), Ronnie Renner (US), Mathieu (Mat) Rebeaud (SUI), Jeremy "Twitch" Stenberg (US) und Ailo Gaup (NOR). Die erfolgreichsten deutschen Fahrer sind Sebastian (Busty) "Airwastl" Wolter und Fabian (Fab) Bauersachs.

Die wichtigsten Wettbewerbe im FMX sind die X-Games, die Red Bull X-Fighters und die Night-of-the-Jumps-Serie.

Die Namen der Tricks stammen teilweise aus dem BMX Sektor. Bei der Namenswahl/Vergabe neuer Tricks hat ein Fahrer, welcher ihn als erstes sturzfrei zeigt, traditionsgemäß einen entscheidenden Einfluss. Einen neuen Trick als erster öffentlich zu präsentieren ist das große Ziel eines jeden Freestyle MX'ers.

Beschreibung einiger Tricks im FMX

360 - 360°-Drehung der Maschine. Da das Motorrad durch die drehenden Räder stabilisiert wird, kann ein 360° nur mit einem Backflip zusammen gezeigt werden (off Axis)
Backflip - Rückwärtssalto mit dem Motorrad. Erstmals gezeigt wurde ein Backflip von Carey Hart. Jedoch endete dieser mit einem Sturz. Mike Metzger zeigte den ersten ausgefahrenen Backflip.
Double Backflip - doppelter Rückwärtssalto mit dem Motorrad, erstmals gezeigt von Travis Pastrana
Suicide Backflip - Der Fahrer startet mit einen Backflip beim Absprung und kombiniert den Sprung mit einem Cordova.
Body Varial - Der Fahrer löst sich von der Maschine, dreht sich um die eigene Hochachse, greift die Maschine wieder, sitzt auf und landet. Erstmals gelandet von Chuck Carothers bei den X-Games 2004
Shoebox - Der Fahrer verlässt das Motorrad und hakt sich mit den Beinen bei den ausgeschnittenen Seitengriffen fest
Can can - Der Fahrer bewegt ein Bein nach vorne auf die andere Seite des Tanks.
Candybar - Der Fahrer schwingt ein Bein nach vorne über den Lenker.
Heelclicker (Fersenklicker) - Der Fahrer schwingt die Beine aussen an seinen Armen vorbei über den Lenker, bis sich die Füße berühren.
Cordova - Die Hände bleiben am Lenker, die Füße wandern unter den Lenker und der Fahrer drückt seinen kompletten Oberkörper durch die Lücke nach vorne und legt den Kopf nach hinten.
Nac nac - Der Fahrer schwingt ein Bein nach hinten über die Sitzbank.
Cliffhanger (Klippenhänger) - Der Fahrer hakt seine Füße unterm Lenker ein und streckt seinen Körper nach oben aus
Coffin - Der Fahrer streckt seine Beine unter den Lenker und legt seinen Oberkörper auf die Sitzbank.
Lazy boy (Fauler Junge) - Der Fahrer legt sich nach hinten und streckt die Beine nach vorne, so dass er waagerecht auf der Maschine liegt.
Fender Kiss - Der Fahrer beugt sich über den Lenker nach vorne, bis er im Idealfall mit seinem Helm das vordere Schutzblech berührt. Beim "Kiss of Death" werden dabei die Beine nach oben gestreckt (vgl. Tsunami).
Tsunami - Der Fahrer hält sich am Lenker fest. Die Maschine schwingt nach unten, während er seinen Körper nach oben ausstreckt. Im Idealfall bilden beide eine senkrechte Linie.
Tsunami scorpion style (Tsunami Skorpion-Stil) - Beim Tsunami scorpion style beugt der Fahrer die Knie, so dass seine Füße in Flugrichtung zeigen.
Flintstone (Feuerstein) - Der Fahrer hat beide Beine auf einer Seite der Maschine und "läuft" in der Luft neben ihr her und nimmt dabei die Hände vom Lenker. Der Name spielt auf das Auto der Zeichentrickfigur Fred Feuerstein an.
Indian Air - Ähnlicher Trick wie der Superman Seatgrab. Mit dem Unterschied, dass der Fahrer seine Beine über Kreuz wirft. d.h. Linkes Bein möglichst weit nach rechts und umgekehrt.
Nothing - Der Fahrer trennt sich kurzzeitig komplett von der Maschine, und fängt sie wieder ein.
No footer - Der Fahrer nimmt beide Füße von den Fußrasten.
No hander - Der Fahrer nimmt beide Hände vom Lenker.
One handed - Der Fahrer nimmt eine Hand vom Lenker.
Superman - Die Beine und der Oberkörper werden lang nach hinten gestreckt, während die Hände am Lenker bleiben.
Superman Seatgrab - Erweiterung des Supermans. Der Fahrer wandert während der Übung nach hinten und hält sich meist nur noch mit einer Hand in einer speziell dafür vorgesehenen Griffmulde unter der Sitzbank fest.
Rock solid - Ähnlicher Trick wie der Superman Seatgrab, allerdings breitet der Fahrer die Arme zur Seite aus und schwebt für kurze Zeit frei über der Maschine.
To one hand landing - Die Maschine wird mit einer Hand gelandet.
To no hand landing - Die Maschine wird freihändig gelandet.
Whip (Peitsche) - Die Maschine wird in der Luft zur Seite gedreht, so dass sie quer zur Flugrichtung steht.
Suicide Whip - ein No-Handed Whip
Ausgehend von gewissen Basis-Tricks ergeben sich viele Variationen. So kann z. B. ein Superman-Seatgrab (SSG) als Double-SSG (Beide Hände greifen in die Grab-Holes) gesprungen werden. Der Double-SSG wiederrum kann als Rock Solid (Grab-Holes werden kurzzeitg losgelassen, der Faher schwebt über dem Motorrad) gesprungen werden.

Des weiteren kann man diese verschiedenen Tricks kombinieren. Neuerdings sehr beliebt im FMX sind die Backflip-Kombos wie: Backflip-Cordova (erstmals gezeigt von Adam Jones), Backflip Superman, Backflip Lazy Boy und der Heelclicker Backflip

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