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News aus 2011

24.10.2011 

Mike Hartmann ist CrossCountry Europameister!

Am vergangenen Wochenende fand im thüringischen Triptis, das Rennen zur Cross Country Europameisterschaft statt. Am Europameisterschafts-Rennen dürfen die besten Fahrer aller europäischen Cross Country Serien teilnehmen. So waren nach Triptis Fahrer aus England, Italien, Österreich, Tschechien und Deutschland eingeladen. Gewertet werden die Punkte der nationalen Meisterschaften zusammen mit den Punkten aus dem Europameisterschaftslauf. Wer hier, addiert, die meisten Punkte erreicht, ist Europameister!

 

Diesmal galt es auf einer sandigen Motocross Strecke mit angrenzender Waldpassage, auf einem 6min. Rundkurs, das 2-stündige Rennen zu absolvieren! Die Waldpassage war sehr eng und man konnte dort nicht überholen. Die Strecke an sich war sehr kaputt und somit schwierig zu fahren.

Mike Hartmann reiste mit seinem Vater am Freitag nach Thüringen. Im Gepäck eine perfekt vorbereitete HUSABERG FX 450 4-Takt mit extra großem Spezial-Tank, welche Mike von HUSABERG Deutschland für dieses Rennen zur Verfügung gestellt bekommen hat.

     

Mike Hartmann fuhr eigentlich ohne Erwartungen nach Triptis, denn er wusste nicht, welche Konkurrenz aus den anderen Ländern auf ihn warten würde und wie viele Punkte diese aus ihren jeweiligen nationalen Meisterschaften mitbringen würden. Natürlich wollte Mike gewinnen, aber die Konkurrenz konnte er nicht einschätzen. Wie üblich prägte Mike Hartmann sich am Samstag dann die Strecke ein. Das Rennen schien spannend zu werden, denn aus deutscher Sicht war natürlich wieder die übliche harte Konkurrenz, wie Dennis Schröter, Chris Gundermann und Chrissi Weiß am Start. Der Portugiese Paolo Goncalves war nicht am Start, weil er bereits die Motorrad Rally WM bestreitet. " Die Strecke kenne ich aus früheren Jahren, ich bin motiviert und will mein Bestes geben. Schade dass nur wenige ausländische Fahrer da sind, ich hätte mit mehr gerechnet, aber die nationale Konkurrenz muss man auch erstmal besiegen…wir werden sehen.", sagte Mike Hartmann am Samstagmorgen.

 

Vor dem Rennen kümmerte sich ein Kamera-Team der Sendung "motor-Vision" um Mike, interwievte ihn und statte ihn mit einer Helmkamera aus, um tolle Bilder zu bekommen. Genau Punkt 15 Uhr war es dann soweit, der Start der Profi-Klasse und diesmal kam Mike Hartmann nur als Vorletzter vom Start weg. Er konnte aber nach zwei Runden bereits einige Plätze gut machen, und klebte bereits am Hinterrad von Supermoto-Profi Michi Hermann, der
für Husqvarna ebenfalls die GCC Serie bestritt. Vorne kämpfte der Tscheche Stefan Svitko, Motocross-Spezialist Chris Gundermann und Dennis Schröter. Chrissi Weiss schied vorzeitig aus. Mike Hartmann konnte mit konstanten Rundenzeiten Platz um Platz gutmachen!

     

Aber er
zeigte seinen Betreuern immer per Handzeichen an, dass etwas nicht stimmte. Zunächst deutete man "harte Arme", aber in Wirklichkeit trennte die Kupplung ab der 2. Runde nicht mehr richtig und Mike musste extrem vorsichtig fahren, ohne Kupplung schalten und schauen, dass er die Maschine nicht ausbremste! In den engen Waldpassagen fuhr Mike immer nur im ersten Gang, um auf Nummer sicher zu gehen. Letztendlich kam er trotzdem an Hermann und
Schröter vorbei und fuhr bis auf den 3.Platz vor. An der Spitze fighteten Chris Gundermann und der Tscheche Svitko um Platz 1. Ständig wechselte die beiden die Position und fuhren mit Rundenzeiten von teilweise unter 6 min dem Feld auf und davon.

Mike Hartmann folgte mit 30 sec Rückstand, der aber größer wurde. Letztendlich musste Gundermann an der Spitze liegend, mit Motorschaden aufgeben. Somit erbte Mike Hartmann den 2. Platz. Er konnte sogar noch etwas auf den Tschechen Svitko aufschließen, musste aber wegen seiner Kupplung und weil das Tankreserve-Licht aufleuchtete etwas zurückstecken und das Tempo rausnehmen. Aber auch der Tscheche musste der hohen Anfangsgeschwindigkeit
tribut zollen. Der amtierende deutsche Enduromeister Dennis Schröter hatte zwischenzeitlich mit "harten Armen" zu kämpfen und musste einen Tankstopp einlegen, aber gegen Rennende holte er nochmals ordentlich auf Mike Hartmann auf und begann dieses etwas unter Druck zu setzen.

Mike´s Vater und seine Betreuer hofften, dass der Sprit reicht, denn ab aufleuchten des Tanklichts konnte Mike rein rechnerisch noch ca. 15-16 min. mit Vollgas fahren, es waren aber noch ca. 18 Rennminuten zu absolvieren und alles hing davon ab, wann der führende Tscheche Svitko in die letzte Runde ging, denn diese wird komplett zu Ende gefahren und dadurch hätte sich dass Rennen theoretisch nochmals um 4-5 min verlängern können. Alles ging gut!

Mike Hartmann überquerte als zweiter die Ziellinie hinter dem Tscheche Svitko und vor Dennis Schröter. Seine Fans und sein Vater hatten natürlich schon während dem Rennen gerechnet und wussten, dass seine hohe Punktzahl, welche Mike in Deutschland bei der German Cross Country Serie eingefahren hat, gegenüber dem Tscheche, der relativ wenig Punkte mitbrachte, reichen würde um EUROPAMEISTER zu werden. Jubelnd und mit Sektdusche wurde Mike im Ziel empfangen!

"Yeah, ein guter Schluss ziert alles! Also damit habe ich nicht gerechnet! Podium war das Ziel, und jetzt bin ich auch noch Europameister…ich freue mich riesig! Der Titel ist genau das, was ich nach dieser, für mich, etwas verkorksten Saison, gebraucht habe! Wahnsinn! Cross Country hat mir soviel Spaß gemacht! Die Cross Country Serie ist die größte Offroad- Rennserie in Europa, mit den meisten Teilnehmern bei den Rennen, von Jung bis Alt, von Hobbyfahrer bis Profi….und ich habe sie gewonnen…genial! Noch im März habe ich mich eigentlich gesträubt, die Rennserie zu fahren, weil es viele Termine sind und ich die Serie nicht richtig einschätzen konnte, aber meine Betreuer haben mich, Gott sei Dank, überredet! Ich möchte mich nochmals riesig bei all meinen Sponsoren, allen voran meinem Vater und Mutter, HUSABERG Deutschland, MK-Offroad-Racing, Cofain und den viele weiteren Sponsoren und Fans bedanken! Riesen Dank auch an Ingo Fimpel, meinen Betreuer und Mechaniker. Echt Wahnsinn! Nächstes Jahr greifen wir wieder voll an! Schließlich habe ich ja jetzt einen Titel zu verteidigen!", jubelte Mike Hartmann ausgelassen vor sich hin!

Text: Christoph Weichert Fotos: Robert Pairan


19.10.2011 

Goldentyre bei dem "Extreme XL Largares" erfolgreich

Lavagestein, Felsen und Hitze: GoldenTyre-Fahrer belegen bei siebter Auflage des portugiesischen „Extreme XL Lagares“ Enduro die Plätze 2 und 3

Extreme-Enduro in Portugal: Am 15. und 16. Oktober fand zum siebten Mal das „Extreme XL Lagares“ statt. Die perfekt organisierte Veranstaltung zeigte sich einmal mehr als würdiger Schauplatz eines Extreme-Enduro-Spektakels – auch wenn Vorjahressieger und diesjähriger Extreme-Enduro-Dominator Graham Jarvis (UK) aus organisatorischen Gründen seine Teilnahme absagen musste. Den Sieg sicherte sich der entfesselt fahrende Trialspezialist Doug Lampkin (UK, GasGas) gefolgt von den beiden spanischen GoldenTyre-Fahrern Alfredo Gomes (ES, Husaberg/ GoldenTyre) und Xavi Galindo (ES, Husaberg/ GoldenTyre).

 

Am Samstagabend bot sich den frenetischen Fans beim Flutlichtprolog eine fantastische Enduro-Show. Die hochmotivierten Piloten zeigten ausgezeichnete Leistungen und kämpften sich durch den anspruchvollen Parcours, der im Stile der Enduro Weltmeisterschaft im Kampf Fahrer gegen Fahrer gestaltet wurde. Den Sieg im Superfinale holte sich der spanische Husaberg- und GoldenTyre-Werksfahrer Xavi Galindo. Auch der deutsche Andreas Lettenbichler (GER, Hus­qvar­na/GoldenTyre) erreichte das Superfinale und wurde am Ende auf Platz 4 geführt.

     

Der Renn-Sonntag forderte den Piloten mit einer 20 km langen, anspruchsvollen Strecke, die insgesamt zweimal bewältigt werden musste, körperlich viel ab. Kondition war gefragt, um bei sommerlichen Temperaturen die steilen und steinigen Auf- und Abstiege ebenso zu bewältigen wie die schnellen Passagen in künstlich bewässerten Bachbetten. Lavasteine und spitze Felsen setzten Mensch und Material ebenfalls hart zu.

 

Der Engländer Doug Lampkin konnte sich an einer Engstelle am bisher führenden Spanier Galindo vorbeikämpfen und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Die fahrerischen Vorteile an diesem Renntag lagen klar bei den Trialexperten: Mit dem am Ende Zweitplatzierten GoldenTyre-Fahrer Alfredo Gomes, der aktuelle spanische Junioren-Trial-Weltmeister, stand ein weiter Trialfahrer auf dem Podium.

In der Endwertung des Wochenendes komplettierte Xavi Galindo auf Platz 3 das Podium. Der Spanier konnte im Gegensatz zum vorangegangenen Wochenende beim „Red Bull Sea to Sky“ Extreme-Enduro in der Türkei seinen dritten Platz bis ins Ziel verteidigen und krönte damit seine starke Leistung am gesamten Wochenende.

     

Der deutsche Extreme-Enduro-Pilot Andreas Lettenbichler (GER, Husqvarna/GoldenTyre) musste das Rennen zu Beginn der zweiten Runde mit Motorschaden beenden.

Gesamtwertung/Top3:

1. Doug Lampkin (UK, GasGas) 3:39,50 2. Alfredo Gomes (ES, Husaberg, GoldenTyre) 3:53,12
3. Xavi Galindo (ES, Husaberg, GoldenTyre) 4:13,55

Text: Goldentyre Fotos: Carsten M. Steffen


18.10.2011 

Dennis Schröter ist Deutscher Meister E2

Im letzten Lauf der Deutschen Enduro Meisterschaft bestätigte der Lausitzer Dennis Schröter auf seiner Zupin Husqvarna TE 310 vom Team Mäser was schon beim letzten Lauf in Tuchheim offiziell war. Nämlich den uneinholbaren
Vorsprung in der Enduromeisterschaft der Klasse E2.

 

Und so war das Rennen "Rund um Zschopau" eine Jagd nach dem Championat, dem Meistertitel aller
Enduroklassen. Dennis startete mit dem Guthaben von drei Punkten in den anspruchsvollen Erzgebirgsklassiker, den auch in diesem Jahr wieder tausende Endurofans säumten. Auf Platz vier liegend,
hinter den beiden ausländischen Gaststartern aus der Enduro WM und seinem Championatsrivalen Marcus
Kehr, erreichte Dennis Schröter in der Championats- Endabrechnung einen Punktegleichstand. Mit einem Laufsieg weniger wurde er damit Championatsvizemeister hinter Marcus Kehr auf einer KTM der großen Klasse E3. In seiner Klasse hingegen siegte er souverän mit 41 Punkten Vorsprung.

Dennis Schröter    

Wir gratulieren also zum Meistertitel in der Deutschen Enduromeisterschaft E2 und zum punktgleichen Vizemeistertiel im Championat und wünschen eine spitzen Saison 2012. Für die Interessenten aus der Endurofachgemeinde
gibt Denis Schröter ein Exklusiv Interview und einen Saisonrückblick zum Meisterschaftsjahr 2011, wir werden dieses hier an dieser Stelle dann lesen können.

Text und Foto: PR.Husqvarna


18.10.2011 

Zschopau, das Saisonfinale der Deutschen Enduro-Meisterschaft

Saisonfinale mit Tagesrang 4 für Mike Hartmann in der Klasse E2, Tagesrang 7 im Championat. In der Gesamtwertung der Meisterschaft erreichte Mike den 3.Platz!

Eine wechselhafte, spannende Saison hat Enduro-Spezialist Mike Hartmann nun hinter sich!
Am vergangenen Freitagabend 14.10. und am gesamten vergangenen Samstag 15.10.11 galt es, in der MZ Stadt
Zschopau, das Saisonfinale der Deutschen Enduro-Meisterschaft, den ADAC Enduro Lauf "Rund um Zschopau" zu
bestreiten!

Mike reiste bereits am Mittwoch nach Zschopau, um sich in aller Ruhe die langen und schwierigen Sonderprüfungen
anzuschauen und einzuprägen. Die Meisterschaft war entschieden, da Dennis Schröter vorzeitig Deutscher Meister geworden ist, dennoch wollte Mike Hartmann noch den , mit 2 Punkten vor ihm liegenden Marco Neubert abfangen, um wenigstens Vize Meister zu werden. Mike fühlte sich körperlich fit und kennt das Geläuf rund um Zschopau aus den letzten Jahren gut, dennoch zählt Zschopau nicht zu seinen Lieblingsstrecken! Um den starken Marco Neubert aber abzufangen, musste er an diesem Wochenende wieder alles setzen.

 

Am Freitagabend gibt es in Zschopau traditionell den, im Hinterhof der alten MZ-Werke stattfindenden, Nacht-Prolog!
Ein Hindernis-Parcours aus Felsbrocken, Baumstämmen und Reifenbarrieren, gespickt mit Sandpassagen und engen
Kurven! Dieses Event hat, in der mit der Enduro-Tradition behafteten Stadt schon Volksfest Charakter, und so kamen nicht weniger als 3000 Zuschauer um hochkarätigen Enduro-Sport hautnah mit zu erleben! Die Fahrerpaarungen wurden hierzu ausgelöst, wobei man auf Spannung achtete und zum Schluss der Veranstaltung,
die Besten der Besten gegeneinander antreten mussten. Zu diesen Paarungen gehörte auch Mike Hartmann, dem ein
sehr stark fahrender Pole Pawel Szmkowski zugelost wurde.

Mike Hartmann    

Gefahren wurde auf dem Prolog jeweils nur eine Runde! Mann gegen Mann! Und Mike Hartmann war in seinem
Element, er gab seiner Husaberg 250 2-Takt die Sporen und fuhr zunächst die Bestzeit! Und gewann das Duell gegen
den Polen souverän! Lediglich der französische WM Fahrer Marc Bourgeois, welcher in Diensten der französischen
Armee steht, fuhr um eine halbe Sekunde schneller! " Prolog fahren macht echt Spaß und liegt mir total! Ich war der zweitschnellste von allen Startern und hier sind ja einige WM-Stars am Start! Das Wichtigste für mich ist aber, dass ich gegenüber Marco Neubert nun ein 3 sekündigen Vorsprung mitnehme in den nächsten Tag! Morgen muss ich alles setzen, ich kann nichts verlieren! Alle erwarten von mir, dass ich den Vize-Titel hole und ich werde mein Bestes geben!", so Mike´s Fazit nach dem Freitag-Prolog

Am Samstag galt es dann 3 Runden mit je einer Länge von 85 (!) km zu absolvieren. Auf jeder Runde mussten drei
Sonderprüfungen gefahren werden. Eine davon am legendären Zschopauer Skihang, die zweite Sonderprüfung war ein
kleiner Extremtest unter einer Autobahnbrücke mit langer Waldpassage und kernigen, rutschigen Steinfeldern und
steilen Auf- und Abfahrten. Die dritte Sonderprüfung wurde im Steinbruch am Venusberg gefahren und war mit 9 min.
Prüfungszeit auch die längste.


Als Besonderes Hindernis galt das Schlammloch von Bornichen, welches rund 200 Meter lang ist und Mensch und
Material alles abverlangt, wenn sie bis zum Schenkel im Schlamm versinken und sich mühevoll durchkämpfen.
Von den Fahrern wurde allgemein bemängelt, dass es mit 3 Runden á 85km und einer reinen Fahrzeit von über 8
Stunden eigentlich eine zu lange Veranstaltung war, welche nicht wenige Fahrer an den Rand der Erschöpfung
brachte, die dann auch vorzeitig aufgeben mussten.

Am Samstagmorgen musste Mike Hartmann um kurz nach 8 Uhr in der früh starten, doch zunächst musste er sein
Motorrad von einer Eisschicht befreien, welche sich nachts über Zschopau niederlegte. Bei minus 2 Grad ging es auf
die erste Runde und zur ersten Sonderprüfung an den Skihang. Am Skihang angekommen, musste Mike als einer der ersten Piloten auf den, von Raureif belegten Skihang! Das Gras war eisig, nass und extrem rutschig und Mike Hartmann ging deshalb gleich zweimal zu Boden. Vielleicht auch deshalb, weil er gleich zu Beginn versuchte, alles zu setzen, um den Vorsprung auf Marco Neubert zu halten. Doch durch seine Stürze verlor er gleich mal 17 sec.
Auch in der zweiten Sonderprüfung verlor Mike Hartmann wertvolle Sekunden, da Marco Neubert seinen Heimvorteil
nutzte und wieder 4 sec. Schneller war. Auch in der letzten Sonderprüfung am Venusberg verlor Mike exakt 4
Sekunden auf Neubert. In den Zeitkontroll-Stellen, bzw. nach der ersten Runde im Fahrerlager bekam Mike von seinem Betreuer Ingo Fimpel gesagt, wie es steht und dass er alles setzen muss. Kaum gesagt, fuhr Mike in Runde 2 am Skihang um 8 Sekunden schneller wie Marco Neubert. So ging das Spiel zwischen den beiden hin und her, und in jeder Sonderprüfung setzten die Piloten alles!

Mike quälte seine Husaberg durch das Schlammloch in Bornichen, fuhr in der Sonderprüfung unter Autobahnbrücke
sensationell gut und riss am Venusberg ordentlich am Gas! Alles vergeblich, zum Schluss war es Marco Neubert, der
die Nerven behielt, weniger Fehler machte zur Mitte der dritten Rennrunde bereits uneinholbar mit 20 Sekunden
Vorsprung vorne lag! Nach ca. 7 Stunden reiner Fahrzeit war auch bei Mike Hartmann die Luft raus. Er sehnte nur noch
das Ende herbei und wollte die Saison so schnell als möglich beenden und abhaken!

Nach 255 gefahrenen Kilometer kam Mike Hartmann mit 1.02 min Rückstand auf den Sieger Dennis Schröter, und 35
sek. Rückstand auf Marco Neubert, der zweiter wurde, ins Ziel…. Zwischen Neubert und Hartmann schob sich noch der
Franzose Basset. Hartmann wurde somit undankbarer vierter in der Tageswertung und verpasste auch den Vize-
Titel in der Meisterschaft, wo er den 3. Rang belegte.

"Also was soll ich sagen, ich habe heute wieder alles gesetzt und in manchen Passagen vielleicht zu viel gesetzt,
deshalb sind mir Fehlerchen unterlaufen. Pech, That´s racing. Was soll´s, diese Saison muss ich einfach abhaken! Ich
habe von 2004 an 7 Mal in Folge den Titel in verschiedenen Klassen geholt, das muss mir erstmal einer nachmachen!
Zudem bin ich ja auch die komplette GCC gefahren und hatte im Vergleich, zu manch anderen Fahrern dadurch eine
Doppel-Belastung. Trotzdem stand ich während der ganzen Saison unter einem gewissen Druck und unter
Beobachtung aller! Was soll´s, vorbei ist vorbei und nächstes Jahr geht´s weiter! 3. Gesamtrang in der GCC und 3.
Gesamtrang in der Klasse E2! Das ist eigentlich nicht so schlecht, oder?" resümierte Mike Hartmann seine Saison, " ich
möchte auf jeden Fall DANKE sagen, an alle die mich unterstützt und an mich geglaubt haben, allen voran HUSABERG
Deutschland, Karsten Wills von HUSABERG Wills, sowie vor allem meinem Mechaniker und Betreuer Ingo FImpel!
Danke an alle Sponsoren und Fans…Sorry, wenn ich Euch enttäuscht habe, aber nächstes Jahr geht´s weiter und ich
hoffe, Ihr bleibt mir alle treu, ich werde nächstes Jahr wieder versuchen einen Titel zu holen!!! Aber jetzt mach ich
erstmal ne Pause, obwohl, nee, ich fahr ja nächstes Wochenende noch die Cross Country Europameisterschaft in
Triptis und dann mach ich Pause….", resümierte Mike Hartmann zu Ende

Text: Christoph Weichert Fotos: Robert Pairan


13.10.2011 

Daniel Siegl krönt sich zum Deutschen Meister

Zum DM-Finale im sächsischen Lugau reiste Daniel Siegl mit einem überlegenen Vorsprung von achtundvierzig Zählern an. Der Flurstedter hatte sich mit vier Tagessiegen eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen und wollte im Erzgebirge seinen ersten MX2- Titel einfahren. Auch Teamkollege Angus Heidecke nahm sich für die Finalrennen einiges vor, lag doch DM-Rang drei für den Sandersdorfer noch in Reichweite. Ron Noffz komplettierte das Kalli-Trio. Und auch der Greifswalder lag als Siebter hervorragend in der DM-Wertung platziert. Youngster Henry Jacobi musste derweil mit einer fiebrigen Erkältung auf das DM-Finale in Lugau verzichten.

 

Im Zeittraining unterstrich Angus Heidecke seine Ambitionen eindrucksvoll und sicherte
sich seine erste Pole-Position, knapp vor dem souveränen DM-Leader Daniel Siegl. Ron Noffz zeigte sich ebenfalls gut aufgelegt und rundete den starken Teamauftritt als Zehnter ab. Heidecke münzte seine optimale Startposition in einen perfekten Start um und ging im
Spitzenpulk gleich als Vierter in den ersten Wertungslauf. Innerhalb von nur zwei Runden arbeitete er sich an die Spitze, kontrollierte das Geschehen von dort aus nach Belieben und siegte am Ende überlegen. Daniel Siegl kam auf Rang acht aus der ersten Runde. Ganz im Zeichen des Titels agierte er souverän, arbeitete sich aber dennoch konsequent nach vorne
und konnte auf Rang vier den ersten DM-Titel für das Kalli-Racing Team sicherstellen.

Daniel Siegl    

Für Siegl war es nach der Jugend-DM 1997 und dem DM-Triumph in der Open-Kategorie 2005 der dritte Titelgewinn. Ron Noffz beendete den Renntag schon im ersten Lauf sehr unglücklich. Der Greifswalder war schnell unterwegs, hatte bereits die Top-5 im Visier, ehe er an einem Bergabsprung schwer zu Fall kam und das Rennen für ihn gelaufen war. Mit starken Prellungen und zutiefst enttäuscht musste er auf den zweiten Wertungslauf verzichten.

  Dort sahen die Fans dann einen entfesselten Daniel Siegl. Vom Druck des Titelkampfs befreit, trumpfte der 28-Jährige ein weiteres Mal auf und holte sich überlegen den sechsten DM-Laufsieg der MX2-Saison 2011. Bei den insgesamt zehn Läufen war zudem drei Mal der zweite Rang die sensationelle Ausbeute des neuen Champions. Angus Heidecke, vor dem
letzten Lauf mit nur sechs Zählern Rückstand auf DM-Rang drei in Lauerstellung, verpasste den angestrebten Bronzerang. Nicht optimal gestartet dränge der Kalli-Pilot nach vorne, bremste das Bike in einer engen Kehre kurz und fiel zurück. Wieder im Rennen trennte es den Hinterreifen von der Felge und er musste hilflos die Segel streichen, verpasste so den
dritten DM-Rang und fiel am Ende als Sechster gar noch aus den Top-5.
Angus Heidecke    

Daniel Siegl: "Endlich habe ich auch den MX2-Titel eingefahren. Ich war ein paar Mal knapp dran, aber in diesem Jahr hat es endlich geklappt. Eine Genugtuung, nachdem ich den Open-Titel nur knapp verpasst habe. Ein wenig wurmt mich allerdings, dass ich nicht auch noch den fünften Tagessieg eingefahren habe. Aber unterm Strich ist das eigentlich auch egal."

Angus Heidecke: "Qualifikation und erster Lauf waren perfekt. Ich konnte meinen Speed umsetzen und mein Potential zeigen. Der zweite Lauf war dann einfach nur Pech, aber das hat sich irgendwie die ganze Saison durchgezogen. Im nächsten Jahr will ich um den Titel kämpfen! Leider wird mich mein langjährigen Mechaniker Frank Michel dabei nicht mehr begleiten, doch mit der tollen Unterstützung von Kalli-Racing bin ich perfekt aufgestellt."

Daniel Siegl verlässt Kalli-Racing als Deutscher Meister
In der Saison 2012 sucht Daniel Siegl eine neue Herausforderung und verlässt das Team auf eigenen Wunsch. Das Racing Team bedankt sich bei Daniel Siegl für eine professionelle und angenehme Zusammenarbeit, bei der Daniel Siegl und Kalli-Racing gemeinsam tolle Erfolge einfahren konnten. Für die weitere Zukunft wünscht das gesamte Kalli-Racing Team dem 28-Jährigen alles Gute und freut sich auf einen spannenden Titelkampf im Jahr 2012.

Text: Ulf Simon Fotos: Lars Neumann


10.10.2011 

FILIP NEUGEBAUER: SIEG UND VIZEMEISTERSCHAFT

Das Thüringer Kawasaki Elf Team Pfeil zeigte zum Saisonausklang erneut eine starke Mannschaftsleistung. Filip Neugebauer gewinnt den Finallauf der Deutschen Motocross Meisterschaft Klasse MX2 in Lugau. Boris Maillard wird Tagesdritter, Kevin Wouts erreicht diesen Platz in der Endabrechnung.
Neugebauer sichert sich die Vizemeisterschaft mit zwei zweiten Plätzen und schlägt damit den neuen Deutschen Meister Daniel Siegl. Der Tscheche ist der einzige Fahrer ausser Siegl, der dieses Jahr einen Lauf gewinnen kann.
Der Franzose Maillard komplettiert beim "55. Internationalen DMV Motocross" das Podest.

 

Neugebauer musste sich im ersten Rennen Angus Heidecke und anschliessend Siegl geschlagen geben. Beide Konkurrenten zeigten an diesem kühlen, aber trockenen Tag am Rande des Erzgebirges nicht die Konstanz, die der mehrfache Ex-Meister auf die Bahn legte. Ähnlich wie Neugebauer demonstrierte Teamkollege Boris Maillard zwei ausgeglichen-starke Fahrten. Der Teenager schaffte sein zweites Podium der MX2-Saison und wird guter DM-Vierter.
Zwischen Neugebauer und Maillard klassiert sich in der Punktetabelle Kevin Wouts. Der angeschlagene Belgier erkämpfte sich in beiden Läufen jeweils den fünften Rang. Macht Tagesrang fünf und Meisterschaftsrang drei. Damit belegt Kawasaki in der Endabrechnung die Ränge zwei, drei und vier.

     

Der ehemalige Deutsche Jugend Motocross Meister Stephan Büttner fährt ebenfalls in die Top ten und sammelt 25 wertvolle Zähler.

Teamchef Harald Pfeil: „Ein guter Abschluss einer langen Saison mit 20 Rennen. Der Titel war schon vorher futsch, aber wir wollten unbedingt die Meisterschaftsränge zwei bis vier behaupten. Das hat geklappt. Umso schöner, dass es für Filip zum Sieg gereicht hat. Daniel Siegl war in den fünf Rennen der diesjährigen MX2-Serie der beste Fahrer. Er hat den Titel verdient gewonnen. Glückwunsch.“

Text und Foto: Kawasaki Elf Team Pfeil


10.10.2011 

Podest mit Platz 2 für Mike Hartmann in der Klasse E2, Platz 3 im Championat

Ein erfolgreiches, aber auch schmerzreiches Wochenende hat Enduro-Spezialist Mike Hartmann hinter sich! Am vergangenen Freitagabend 7.10. und am gesamten vergangenen Samstag 8.10.11 galt es, im Sachsen-anhaltinischen Tucheim, die vorletzte Runde der Deutschen Enduro-Meisterschaft, den ADAC Enduro Lauf "Rund um den Fiener" zu bestreiten!

Mike reiste mit seinem Vater und seinem Betreuer Ingo Fimpel am Donnerstag nach Tucheim, um sich am Freitag die Sonderprüfungen anzuschauen und einzuprägen. Es galt an diesem Wochenende wieder alles zu setzen, um die winzig kleine theoretische Chance zu wahren, seinen härtesten Konkurrent Dennis Schröter, sowie den zweitplazierten Marco Neubert abzufangen. Aber das Wochenende stand unter keinem guten Stern, denn Mike Hartmann plagten schon die ganze Woche immense Kreuzschmerzen und Unwohlsein, welche wohl aus dem, zwei Wochen zurück liegenden
Sturz in bei der Enduro DM in Burg resultierten.

 

Am Freitagabend galt es dann, den in Tucheim schon traditionell stattfindenden Nacht-Prolog zu fahren. Ein Hindernis-Parcours aus Felsbrocken, Baumstämmen und Reifenbarrieren, gespickt mit Sandpassagen und engen Kurven! Der Parcours wurde perfekt ausgeleuchtet, aber trotz Ausleuchtung und Licht am Motorrad, benutzten viele Fahrer auch noch Helmlampen, um noch besser sehen zu können.

In der ersten Runde des Prologs blieb Mike Hartmann zunächst an einem Baumstamm hängen und fuhr nur die 5.-beste Zeit. Aber, ab der 2. Runde dann kam Mike´s ganze Klasse zum Vorschein! Er brannte
mit seiner HUSABERG 250 2-Takt zweimal die absolut beste Zeit aller anwesenden Fahrer in den Parcours! Dennis Schröter, der zwar die erste Runde gewann strauchelte aber bei einsetzendem Nieselregen und hatte zum Schluss einen kapitalen Überschlag.

Mike Hartmann    

Somit gewann Mike den Prolog in der Klasse E2 mit 9 sec. Vorsprung auf Schröter, welche er in den Samstag mitnahm! " Der Prolog ist super gelaufen, auch wenn ich zu beginn wieder "gepennt" habe, aber so Hindernis-Prologe liegen mir einfach, ich denke das hat man an den zwei Bestzeiten, die ich dann gefahren habe, gesehen. Einzig und allein mein Rücken schmerzt wie die Sau. Hoffentlich behindert mich das Morgen beim Fahren nicht und ich kann die 9 sec. Vorsprung auf Schröter halten", so Mike´s Fazit nach dem Freitag-Prolog

Am Samstag galt es dann 4 Runden mit je einer Länge von 45 km zu absolvieren. Auf jeder Runde mussten zwei Sonderprüfungen gefahren werden. Eine davon in einer Sandgrube, was natürlich dem Sandspezialist Dennis Schröter in die Karten spielte. Die zweite Sonderprüfung war ein kleiner Extremtest mit Waldpassage und führte noch über einen Acker.

Wiederum war es Mike Hartmann, der in der ersten Sonderprüfung etwas strauchelte und seinen 9 sec. Vorsprung vom Vortag bereits verspielte. Dennis Schröter fuhr Bestzeit und Mike kam mit 10 sec. Rückstand nur als 4. durch die Sonderprüfung. Aber dann biss sich Mike am Hinterrad des Husqvarna Piloten Schröter fest und holte nach seinen Bedingungen und seiner Verfassung das Möglichste aus seiner HUSABERG und aus sich selbst heraus. In den folgenden Sonderprüfungen fuhr Mike Hartmann jeweils die zweit-beste Zeit in der Klasse E2 und die dritt-beste im Championat. Er fuhr im Schnitt nur 2-3 sec. Hinter Dennis Schröter, aber deutlich vor seinem Verfolger Marco Neubert.

Somit wurde Mike Tages-Zweiter in der Klasse E2. Dennis Schröter gewann und sicherte sich somit vorzeitig den Meistertitel in der Klasse E2! Marco Neubert, welcher momentan mit 2 Zählern noch vor Mike Hartmann, auf Rang 2 in der Tabelle steht, kam mit über 50 Sec. Rückstand auf Mike Hartmann ins Ziel.

Der Meistertitel ist also vergeben, aber den Vize-Meister in der Klasse E2 möchte sich Mike Hartmann nächstes Wochenende, beim Saison-Finale in Zschopau noch sichern!

"Zunächst einmal muss ich Dennis Schröter zum Titel gratulieren! Er ist die ganze Saison top gefahren und war einfach der Schnellere von uns Beiden. Ich habe 7 Mal in Folge den Titel geholt, da ist es klar, dass jeder denkt "Haja, der Hartmann holt ihn auch ein 8. Mal". Man steht deshalb auch immer unter einem gewissen Druck und unter Beobachtung aller, aber dieses Jahr hat es einfach nicht gereicht. Die Konkurrenz ist hart gewesen und ich habe viel trainiert, mein Motorrad war immer Top, ich habe alles gegeben und dennoch ist halt dieses Jahr ein anderer schneller als ich gewesen! Zudem hatte ich dieses Jahr mit meinem Sturz in Burg den ersten Ausfall in meiner 10-jährigen DM Enduro-Karriere gehabt und dieser Sturz steckt mir immer noch in den Knochen. Ich habe extreme Kreuzprobleme und um den heutigen Tag zu überstehen habe ich 4 Schmerztabletten genommen…So ist´s halt. Ich meine, ich bin
nicht unzufrieden mit meiner Saison! 3. Gesamtrang in der GCC und wenn´s klappt, werde ich noch deutscher Vize-Meister in der Klasse E2! Das ist doch auch nicht so schlecht, oder?" resümierte Mike Hartmann das Wochenende in Tuchheim.

Text: Christoph Weichert Fotos: Robert Pairan


05.10.2011 

Letztes Rennen der GCC in Bauschheim - Platz 3 - Podest im letzten Rennen und trotz Punkte Gleichstand "nur" Gesamtrang 3

Am vergangenen Wochenende fand in Bauschheim in Hessen, das siebte und letzte Rennen der German Cross Country Rennserie statt. Diesmal galt es auf einer Motocrossstrecke mit angrenzender Waldpassage, auf einem knapp 4min. Rundkurs, das 2-stündige Final-Rennen zu absolvieren!

Mike Hartmann war rein rechnerisch, nach Abzug des Streichergebnisses, der größte Verfolger vom Gesamtführenden Portugiesen Goncalves! Er hatte mit 10 Punkten Rückstand die größte Chance, den Führenden noch abzufangen.
Es sollte also abermals ein spannendes Wochenende werden! Die harte Konkurrenz, wie Dennis Schröter oder der Tscheche Kulhavy und Chrissi Weiß wollten die Meisterschaft aber ebenfalls gewinnen!

 

Bevor Mike Hartmann aber mit seinem Betreuer nach Bauschheim aufbrach, kam noch einmal Hektik auf. HUSABERG Deutschland hat Mike extra eine HUSABERG FX 450 mit Spezialtank aus Österreich zur Verfügung gestellt, damit Mike nicht zum Tanken in die Box musste. Beim Einladen der Maschine stellte Mike´s Mechaniker Ingo Fimpel fest, dass irgendwo Benzin
ausgelaufen ist. Also musste man nochmals alles kontrollieren, um letztendlich einen kleinen Riss in einem Benzinschlauch zu entdecken und das Problem zu beseitigen. Diese Aktion kostete nochmals 3 Stunden Arbeit, bevor sich das Team auf den Weg nach Bauschheim machen konnte.

     

"Nun ja, jetzt sind wir erst um Mitternacht hier angekommen, ich bin ziemlich müde und weiß jetzt auch nicht, was mich hier morgen erwartet. Hoffentlich passt alles mit dem Motorrad. HUSABERG unterstützt mich großartig, das ist super und ich werde morgen mein Bestes geben! Allerdings konnte ich mich nicht so richtig auf das Motorrad einstellen! Irgendwie schon schwer mit soviel Sprit an Board. Wahrscheinlich ist mir beim Training der Benzinschlauch kaputt gegangen, deswegen ist´s halt jetzt so spät geworden", so ein müder Mike am Samstagnacht!

Punkt 14.45 Uhr war es dann soweit, der Start der Profi-Klasse. Mike Hartmann erwischte einen schlechten Start und kam nur als Vorletzter vom Start weg! Den Start gewann diesmal der Tscheche Kulhavy, vor TM Markenkollege Chrisi Weiß, der auch große Chancen auf den Gesamtsieg hatte.
Es entbrannte sofort unter allen Beteiligten ein heißer Kampf, auf der eng gesteckten, schwierigen, "waldigen" Strecke. Und nach kurzer Zeit übernahm abermals der Cross-Spezialist Chris Gundermann die Führung! Mike war bereits auf Platz 4 vorgefahren. Sein Konkurrent Goncalves ließ das Rennen locker angehen. Mike arbeitete sich zwischen zeitlich kurz auf Rang 2 vor, in dem er den Tschechen Kulhavy überholte. Er fiel dann aber wieder auf Platz 3 zurück, nachdem Kulhavy ihn wiederum spektakulär an einer engen Stelle im Wald innen überholte. Die Fahrer schenkten sich nichts! Die Spitzenpiloten legten einen Speed an den Tag, dem kaum einer folgen konnte! So fuhren sich die drei Führenden, Weiß, Kulhavy und Hartmann eigentlich einen komfortablen Vorsprung heraus. Aber ab Rennmitte wachte dann auch Goncalves, der auf Platz 4 lag, auf, mobilisierte seine Reserven und gab richtig Gas und schloss nach und nach auf Hartmann auf. In der letzten halben Stunde, fuhren sich die 4 Führenden in einen wahren Geschwindigkeitsrausch! Unglaublich welchen Speed diese Fahrer nach dem bereits kräftezehrenden Rennverlauf an den Tag legten.
Kurz vor Rennende klebte der Protugiese Goncalves am Hinterrad von Mike Hartmann, und wollte unbedingt vorbei! Mike, der sich aber erfolgreich wehrte, fuhr einen Wimpernschlag vor Goncalves über die Ziellinie und wurde dritter. Chris Gundermann gewann das Rennen vor Kulhavy und Mike Hartmann. Der Meisterschaftsführende Goncalves kam als vierter ins Ziel, was ihm aber zum GCC Gesamtsieg reichte. Der 5.platzierte Dennis Schröter kam mit 3.30 min Rückstand ins Ziel… Das zeigte den Speed , welchen das Führungsquartett in der letzten halben Stunde gefahren ist.

In der Endabrechnung der GCC Saison 2011 liegt Mike Hartmann mit 131 Punkten gleich auf wie Chris Gundermann. Gundermann wurde aber auf Grund seines Tagessieges in Bauschheim der 2. Gesamtrang in der GCC verliehen und er hat Mike Hartmann somit auf Gesamtrang 3 verwiesen. "Naja, Podest im letzten Rennen und Gesamtrang 3 in meiner ersten GCC Saison ist ok. Leider hat´s nicht zu mehr gereicht, aber die Konkurrenz in meiner Pro Klasse war hart! Man denke an den Esten Aigar Leok, oder den Holländer Hans Vogels, oder auch den Protugiesen Paolo Goncalves… aber auch die nationale Konkurrenz mit Chris Gundermann, Dennis Schröter oder Chrissi Weiß war nicht zu unterschätzen! Goncalves hat den Gesamtsieg verdient und Chris Gundermann hat heut ein irrsinnigen Speed gefahren…Wahnsinn! Ich habe aber heute und während der ganzen Saison alles gegeben und ich denke, bzw. hoffe, dass haben alle gesehen. Schade, dass ich im ersten Rennen in Walldorf- Werra einen Ausfall hatte.. Es war meine erste GCC
Saison und wir haben natürlich noch ein paar Fehler gemacht, aber auch viel gelernt und nächstes Jahr wird´s besser! Jetzt konzentrier ich mich auf die restlichen Rennen in der Enduro –DM um da wenigstens noch Vize-Meister zu werden!", resümierte Mike Hartmann sein Wochenende und seine erste Saison!

Text: Christoph Weichert Fotos: Robert Pairan


28.09.2011 

18. Internationale ADAC-Geländefahrt Burg mit der Firma Sideflip

Was für ein Rennwochenende zur 18. Internationalen ADAC-Geländefahrt in Burg. Bei herrlichen Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, gingen für das Team Engel 13 Fahrer an den Start. Eindrucksvoll zeigte sich wieder mal das Potenzial unserer Fahrer. Am Samstag standen Gino Ochmann und Maik Scheffler auf dem Podium. Gino belegte Platz 2 und Maik Platz 3.  Weitere Podiumsplätze gingen an Lucien Kummerow und Tino Eißner. Lucien belegte Platz 1 und Tino Platz 2.

 

Besonders freute sich das Team Engel über den Sieg in der Mannschaftswertung von Lucien, Tino und Maik. Team 2 belegte den 5. Platz und konnte mit der erbrachten Leistung sehr zufrieden sein. (Fahrer Team 2: Gino Ochmann, Patrick Müller und Christian Heinz).

Weitere Fahrer unseres Team's belegten gute Platzierungen im Mittelfeld. Ein zigster Starter bei dem A-Lizenz Fahrern war Robert Blümel, er zeigte von Anfang an Nerven und gab nach seinem Debüt in Dachsbach wieder vollen Einsatz. Robert zeigte wieder einmal, dass er zur Spitze des Feldes Anschluss halten kann und belegte einen hervorragenden 5. Platz.

     

Besonderes Lob geht an unseren Christian Heinz, er zeigte sehr gute Leistungsentwicklungen und kämpferischen Geist.

 

Sonntag: 
Es sollte wieder ein guter Tag fürs Team Engel werden. Enge und zugleich spannende Duelle lieferten sich unsere Fahrer mit den Gegnern. Nicht desto trotz konnten Lucien (Platz 1) und Tino (Platz 2) den Kampf wieder für sich entscheiden. Auch Maik Scheffler und Gino Ochmann belegten Podiumsplätze. Maik auf Platz 2 und Gino auf Platz 3, konnten sich sehen lassen.

Christian konnte sein Vortag Ergebnis verbessern und war natürlich sehr zufrieden mit seiner Leistung. Patrick und Pedro belegten sehr gute Platzierungen im vordersten Mittelfeld. Maik Hertwig musste verletzungsbedingt am Sonntag aufgeben. Wir wünschen gute Besserung Maik.

     

Ein gutes Rennwochenende, konnten auch Markus Renner, Oliver Gerke, Sebastian Necke und Thorsten Holz verzeichnen. Thorsten holte sich zudem einen Pokal in seiner Klasse. (3 Platz) Rally. Liebe Grüße auch an Miron Martin, der ohne Verletzung und mit viel Spaß am Enduro-Sport an den Rennen fürs Team Engel teilnahm. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. 

In der A-Lizenz Wertung ging es für Robert Blümel noch einmal ums ganze. Guten mutes starte Robert in die erste Wertungsprüfung und zeigte das er mit seinen Zeiten nicht weit weg von der Spitze liegt. Er holte sich am Tagesende den 6 Platz in seiner Klasse und belegte im Championat den 16 Platz.
Ein ganz besonderer Dank geht an alle Helfer und an unsere Mädelz. Ohne Euch würde das alles nicht funktionieren und wir freuen uns schon auf das nächste Rennen. Ihr seit die besten! Danke auch an Axel, für den perfekten Tankstopp und natürlich für die schönen und lustigen Stunden im Fahrerlager.  

Wir sehen uns beim nächsten Rennen in Tucheim.

Text und Fotos: Patrick Rabe


28.09.2011 

Podium für Davide von Zitzewitz beim Saisonfinale

Auf den Schützbühlring, im baden-württembergischen Holzgerlingen, ging es für das BvZ Racing Team zum Finale der ADAC MX Masters 2011. Im Süden Stuttgarts traten Davide von Zitzewitz und Toni Hoffmann zum achten Mal gegen die internationale Konkurrenz im ADAC MX Youngster Cup an. Louis Höhr musste auf das Finale am Rande des Schönbuchs verzichten. Der 14-jährige Nachwuchspilot aus Stockelsdorf verletzte sich beim Training am Knie und muss in Folge eine mehrwöchige Renn- und Trainingspause einlegen.

 

Herrliches Spätsommerwetter sorgte an beiden Veranstaltungstagen für optimale Streckenbedingungen und Davide von Zitzewitz hatte sich für das Saisonfinale einiges vorgenommen: "Die Saison ist überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen gelaufen, jetzt will ich wenigstens beim Finale ein versöhnliches Saisonende haben." Von Zitzewitz untermauerte seinen Anspruch mit schnellen Rundenzeiten in der Qualifikation, zeigte sich nach dem achten Rang aber selbstkritisch. "Das war noch nicht optimal. Ich habe mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt und bin so etwas hinter meinen Möglichkeiten zurück. Für den Start habe ich mir allerdings einen besonderen Platz ausgesucht und den kann ich mit der erreichten Platzierung auch einnehmen."

     

Teamkollege Toni Hoffmann hingegen hatte Pech. Zunächst verpasste er die direkte Qualifikation nur um einen Wimpernschlag und musste im Last-Chance Rennen antreten.

Herrliches Spätsommerwetter sorgte an beiden Veranstaltungstagen für optimale Streckenbedingungen und Davide von Zitzewitz hatte sich für das Saisonfinale einiges vorgenommen: "Die Saison ist überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen gelaufen, jetzt will ich wenigstens beim Finale ein versöhnliches Saisonende haben." Von Zitzewitz
untermauerte seinen Anspruch mit schnellen Rundenzeiten in der Qualifikation, zeigte sich nach dem achten Rang aber selbstkritisch. "Das war noch nicht optimal. Ich habe mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt und bin so etwas hinter meinen Möglichkeiten zurück. Für den Start habe ich mir allerdings einen besonderen Platz ausgesucht und
den kann ich mit der erreichten Platzierung auch einnehmen." Teamkollege Toni Hoffmann hingegen hatte Pech. Zunächst verpasste er die direkte Qualifikation nur um einen Wimpernschlag und musste im Last-Chance Rennen antreten. Der Wismarer war aber noch optimistisch und ging von Startplatz eins ins Rennen.

 

Doch schon in der ersten Runde erlitten sämtliche Hoffnungen einen extremen Dämpfer. Hoffmann kam zu Fall, fiel weit zurück und musste dem Feld als Letzter hinterher jagen. Trotz aller Anstrengungen konnte er die Lücke zu den Qualifikationsrängen nicht mehr schließen
und verpasste so die Teilnahme an den Wertungsläufen. Mit einem Paukenschlag eröffnete Davide von Zitzewitz den ersten Wertungslauf am Rennsonntag. Blitzschnell setzte sich der 19-Jährige an die Spitze des Feldes. Er konnte sich mit einer fehlerfreien Fahrt über die gesamte Renndistanz in den Top-3 behaupten und holte im Ziel, auf Rang drei, seine erste Podiumsplatzierung im internationalen ADAC MX Youngster Cup.

     

Der zweite Lauf begann ebenso sensationell, doch bereits in der zweiten Kurve wurde von Zitzewitz aussichtslos zurückgeworfen. Im Gedränge der Startphase bremste er seine BvZ-KTM auf Rang drei liegend aus und
musste das Feld ziehen lassen. Mit Elan ging der Youngster die Aufholjagd an, erlitt aber erneut einen herben Rückschlag. Schon wieder in den Punkterängen traf er in BVZ RACING TEAM RACE REPORT www.bvz.de einer tiefen Spurrille einen Stein und das Vorderrad rutschte ohne Vorwarnung weg. So lag er auf dem schwäbischen Hartboden und das Feld zog ein zweites Mal davon. Doch auch diesmal ließ sich von Zitzewitz nicht entmutigen und machte sich wieder auf die Punktejagd. Leider wurde das Engagement in diesem Rennen nicht belohnt, im Ziel stand nur Rang dreiundzwanzig zu Buche. In der Tageswertung bedeutete dies mit Rang drei aus dem ersten Lauf die angestrebte Top-10 Platzierung. Allerdings wäre einiges mehr im Bereich des Möglichen gewesen. Im Endklassement des ADAX MX
Youngster ist Davide von Zitzewitz nach acht Rennen auf Gesamtrang siebzehn platziert.

"Ein unglaubliches Gefühl, wenn dir der perfekte Start gelingt und du an der Spitze des Feldes fährst. Im ersten Lauf war es das perfekte Rennen für mich. Mir war klar, dass Boris Maillard aus Frankreich bei den heutigen Bedingungen das Maß aller Dinge sein würde. Da habe ich erst gar nicht versucht Platz eins zu halten, sondern bin mein eige-
nes Rennen gefahren. Das ist mir ohne Probleme und Fehler perfekt gelungen und die Erfahrung auf dem Podium zu stehen ist einfach Wahnsinn. Beim zweiten Start ging es auch wieder perfekt los, aber in der zweiten Kurve war ich einen Tick zu schnell auf der Bremse und dann war das Bike aus. Schade, es wäre auf jeden Fall wieder eine Spit-
zenplatzierung drin gewesen. Der Start ist enorm wichtig, das zeigt das heutige Ergebnis im ersten Rennen. Ich kann das Tempo an der Spitze durchaus mitgehen und das sogar auf einer Hartboden-Rennstrecke. Jetzt gilt es im Winter an den Starts zu arbeiten. Das Podium macht Lust auf mehr!"

Text Ulf Simon Fotos: Steve Bauerschmidt


28.09.2011 

Daniel Siegl und Angus Heidecke finishen in den Top-10

Tolles Comeback von Henry Jacobi, Ron Noffz mit Tagesrang vier

Das Finale zur ADAC MX Masters 2011 wurde in Holzgerlingen (Baden-Württemberg) ausgetragen. Seit den Auftaktrennen im brandenburgischen Fürstlich Drehna ging das Kalli-Racing Team zum ersten Mal wieder in kompletter Besetzung an den Start. Nach mehrmonatiger Verletzungspause freute sich Teamchef Michael Raschemann auf das Comeback von Junioren-Weltmeister Henry Jacobi, der die Teamfarben gemeinsam mit Ron Noffz im ADAC MX Youngster Cup komplettierte. Während bei Jacobi die Qualifikation zu den Wertungsläufen im Vordergrund stand, ging es für den Greifswalder Noffz um wesentlich mehr. Mit guten Resultaten hatte er über die gesamte Saison konstant gepunktet und platzierte sich vor der Veranstaltung auf Gesamtrang sieben. Dabei lagen die Top-5 mit einem knappen Rückstand von nur dreizehn Zählern durchaus noch im Bereich des Machbaren. Auch in den ADAC MX Masters war für das Duo Daniel Siegl und Angus Heidecke einiges möglich. Auf Rang sechs (Siegl) bzw. acht (Heidecke) angereist, konnten sich beide in der Endwertung noch nach vorne arbeiten.

 

Bei wunderschönem Spätsommerwetter ging es am Samstag in die Qualifikation und bereits dort konnten die Kalli-Piloten mit starken Leistungen aufwarten. Ron Noffz zeigte eine solide Vorstellung und übersprang die Hürde der Qualifikation auf Rang sieben locker. Konstant und schnell unterwegs zeigte sich auch Henry Jacobi bei seinem Comeback im Youngster Cup. Der 14-Jährige war über die gesamte Distanz im Vorderfeld zu finden und konnte sich als Dreizehnter auch auf direktem Wege für die Rennen qualifizieren. Daniel Siegl und Angus Heidecke legten in den ADAC MX Masters sogar noch nach und untermauerten ihre Ansprüche mit den Rängen zwei (Siegl) und vier (Heidecke) eindrucksvoll.

     

Am Sonntag wurde das Renngeschehen von sommerlichen Temperaturen begleitet. Beim Start zum ersten Youngster Cup Rennen reagierte Ron Noffz hervorragend und konnte sich gleich im Spitzenfeld platzieren, während Henry Jacobi nach einem nicht optimalen Start am Ende des Feldes lag. Noffz hielt das Tempo hoch, blieb über die gesamte Renndauer als Vierter in Schlagdistanz zum Podium. In den letzten Runden spielten zu überrundende Piloten das Zünglein an der Waage. Der Greifswalder konnte einen geplanten Überholversuch nicht erfolgreich abschließen und musste zu allem Überfluss auch noch einen Kontrahenten ziehen lassen.

 

Trotz des Pechs stand am Ende ein toller fünfter Rang zu Buche. Henry Jacobi brachte seine Aufholjagd auf Rang neunzehn ins Ziel und durfte sich über zwei Meisterschaftszähler freuen. Beim zweiten Start waren beide Kalli-Youngster in den Top-10 zu finden. Ron Noffz fuhr ein ausgeglichenes Rennen und stellte mit Rang sieben den vierten Platz in der Tageswertung sicher. Henry Jacobi musste nach einigen schnellen Runden im Kampf um die Top-10 der langen Verletzungspause Tribut zollen, holte aber dennoch mit Rang zwanzig einen weiteren Zähler und feierte so ein sensationelles Comeback. In der Gesamtwertung des Int. ADAC MX Youngster Cups konnte sich Ron Noffz mit der starken Leistung in Holzgerlingen nochmals um einen Rang verbessern und das Jahr als Gesamtsechster abschließen.

     

Ron Noffz: „Heute bin ich mein bestes Hartbodenrennen gefahren. Die intensive Arbeit hat sich endlich ausgezahlt. Auf Sandstrecken fühle ich mich heimisch, aber harter Untergrund ist harte Arbeit für mich. Toll, dass ich mich noch auf Rang sechs verbessert habe. Im Gegensatz zur vorherigen Saison habe ich mich wieder gesteigert und deutlich an Kontinuität gewonnen.  Es ist mir ganz wichtig an dieser Stelle einmal `Danke` zu sagen. Dem gesamten Team, einfach allen, die zum Gelingen und Erfolg beitragen. Besonders hervorheben möchte ich allerdings meine Eltern und Teamchef Michael Raschemann, ohne die es mir nicht möglich wäre diesen tollen Sport auszuüben.“

Henry Jacobi: „Mit dem Wochenende bin ich total zufrieden. Schon gestern war ich mit der direkten Qualifikation im Haben. Das es heute gleich zweimal für Punkte gereicht hat, ist eine schöne Zugabe. Im zweiten Lauf habe ich gesehen, dass mein Tempo schon wieder ganz ordentlich ist. Leider musste ich die anderen Piloten dann mit zunehmender Renndauer ziehen lasse, aber das korrigieren wir dann nächstes Jahr wieder.“

In den ADAC MX Masters erreichten Angus Heidecke und Daniel Siegl zum Saisonabschluss in der Tageswertung nochmals zwei Top-10 Ergebnisse. Damit platzieren sich beide Kalli-Piloten auch im Endklassement der ADAC MX Masters auf den Rängen sechs (Siegl) bzw. sieben (Heidecke) in den Top-10. Heidecke zeigte in den Wertungsläufen von Holzgerlingen einen unglaublichen Speed. Der Sandersdorfer nur auf einem MX2-Bike unterwegs, startete mit diesem Hubraumnachteil beide Male im hinteren Teil des Starterfeldes, begeisterte die zahlreichen Fans aber mit spektakulären Aufholjagden. Hatte man nach dem ersten Lauf, den Heidecke auf einem tollen elften Rang abschloss, gedacht, dass nicht mehr möglich ist, wurde man im zweiten Lauf eines Besseren belehrt. Der 21-Jährige spulte ein unglaubliches Pensum ab, arbeitete sich Rang um Rang nach vorn und wurde im Ziel als sensationeller Achter abgewinkt. Damit erreichte er den siebten Rang in der Tageswertung und unterstrich sein Leistungspotential eindrucksvoll.

Für Daniel Siegl lief es, wie in der gesamten Serie zur ADAC MX Masters, auch in Holzgerlingen eher durchwachsen. Als Achter im ersten Lauf halbwegs im Bereich der eigenen Zielsetzung unterwegs, blieb der Flurstedter im zweiten Umlauf auf Rang vierzehn weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Am Ende stand Tagesrang acht hinter Teamkollege Angus Heidecke zu Buche. Allerdings konnte Siegl mit den eingefahrenen Punkten Rang sechs in der Gesamtwertung verteidigen.

Angus Heidecke: „Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich mit dem MX2-Bike so mitmischen kann. Fahrerisch gibt es nichts auszusetzen, es hat einfach alles gepasst und einen Riesenspaß gemacht. Einzig die Rennen hätten fünf Minuten länger sein können, dann wäre noch mehr drin gewesen. Ich hatte die Lücke zu den vor mir Platzierten in beiden Rennen zugefahren, doch dann kann schon die Zielflagge.“

Daniel Siegl: „Irgendwie passen die ADAC MX Masters und Daniel Siegl in diesem Jahr nicht wirklich zusammen. Das Jahr hat in Fürstlich Drehna mit dem Podium hervorragend begonnen, aber danach war komplett der Wurm drin. Das Finale hier in Holzgerlingen fügt sich nahtlos in die Misere ein und ich kann nicht mal genau sagen, woran das liegt.“

Text Ulf Simon Fotos: Steve Bauerschmidt


28.09.2011 

Starker Auftritt des KMP-Teams zum Saisonende

Das Finale zur diesjährigen ADAC MX Masters Serie wurde im schwäbischen Holzgerlingen ausgetragen. Vor 12.000 Zuschauern trafen sich die internationalen Spitzenpiloten um den Meister 2011 auszufahren.

 

Loic Rombaut lieferte vor allem im ersten Lauf eine tolle Leistung ab. Der Franzose erwischte einen guten Start und kam als Siebter ins Ziel. Im zweiten Durchgang gab es jedoch schon beim Start Probleme. „Der Fahrer neben mir hat einen Frühstart produziert und ist voll ins Startgatter gefahren“, ärgerte sich Rombaut.

„Dadurch habe ich völlig die Konzentration verloren und meinen Start total verpennt. Ich lag im letzten Viertel des Feldes und musste mich mühsam nach vorne kämpfen. Mit Rang 21 habe ich die Punkteränge leider knapp verfehlt.“

     

Kasper Jensen hatte zwei sehr gute Starts, konnte jedoch keines der beiden Rennen ohne unerwünschten Zwischenfall beenden. In Lauf eins lag der Däne in der ersten Runde auf Rang vier und fuhr zu Beginn ein starkes Rennen. Doch gegen Halbzeit hatte er einen kleinen Ausrutscher und fiel fast bis ans Ende des Feldes zurück.

 

„Das war sehr ärgerlich“, jammerte Jensen. „Aber wenigstens konnte ich mich wieder nach vorne kämpfen und noch ein paar Punkte nach Hause bringen. Der zweite Lauf war leider nicht viel besser. Ich bin wieder gut gestartet, hatte jedoch eine Karambolage mit Daniel Siegl.“ Beim Zieleinlauf ließ sich Jensen trotzdem wieder auf Platz 16 notieren.

Nachwuchs-Talent Marco Müller durfte als Ersatzfahrer im zweiten Rennen starten. Der Wildcard-Pilot erwischte einen guten Start und mischte lange im Mittelfeld mit, ehe er sein Tempo ein wenig drosseln musste und auf Platz 34 zurückfiel

     

Teameigner Alexander Karg zog eine durchweg positives Bilanz der ersten Outdoor-Saison: „Wenn man bedenkt, dass es unsere erste Saison in der ADAC MX Masters Klasse war, dann dürfen wir durchaus mit dem Erreichten zufrieden sein. Unsere Fahrer haben regelmäßig vorne mitgemischt und einige Highlights gesetzt. Mit unserem durchweg professionellen Auftritt brauchen wir uns nicht hinter etablierten Teams zu verstecken. Wir haben sehr viel positive Resonanz von Fans und Industrie bekommen und freuen uns schon auf die Hallensaison und unser zweites Jahr in der Masters-Serie.“

Text und Fotos: KMP-Racing


28.09.2011 

Henry Jacobi zurück im ADAC MX Youngster Cup

Nach mehrmonatiger Verletzungspause und einem gelungenen Comeback beim EMX-Finale im italienischen Fermo stand für Henry Jacobi am vergangenen Wochenende das Finale zum ADAC MX Youngster Cup auf dem Programm. Bei optimalen Strecken- und Witterungsbedingungen zeigte sich der 14-Jährige im schwäbischen Holzgerlingen, auf einer seiner erklärten Lieblingsstrecken, sehr gut aufgelegt. Im freien Training ließ er sich zunächst den ausgezeichneten sechsten Rang notieren. Die Zielsetzung für den von der ADAC Stiftung Sport geförderte Kalli-Piloten war die direkte Qualifikation zu den Wertungsläufen am Sonntag. Ein ambitioniertes Ziel, stellten sich doch knapp siebzig Piloten aus fünfundzwanzig Nationen der Herausforderung auf dem malerisch, am Rande des Naturparks Schönbuch gelegenen Schützenbühlring. Der Junioren-Weltmeister aus dem Jahr 2010 stellte sich hervorragend auf die Bedingungen ein, hielt sich über die gesamte Distanz in den Top-15 und konnte letztendlich auf Rang dreizehn sicher die direkte Qualifikation einfahren.

 

Der Start zum ersten Wertungslauf klappte dann allerdings nicht wunschgemäß. Der Bad Sulzaer musste das Rennen am Ende des Feldes aufnehmen. Doch der Schüler zeigte sein großes Kämpferherz, überzeugte mit konstanten Rundenzeiten und arbeitete sich bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen so kontinuierlich nach vorne. Als er nach der Renndistanz von fünfundzwanzig Minuten plus zwei Rennrunden abgewinkt wurde, konnte er sich auf Rang neunzehn über zwei Meisterschaftszähler freuen. „Leider hat der Start nicht wirklich geklappt. Ich habe mich zunächst an den Top-Piloten orientiert, doch dann bin ich am Streckenrand in den durchs Wässern aufgeweichten Boden geraten und ans Ende des Feldes zurückgefallen.

     

Das Rennen selbst hat viel Spaß gemacht. Ich hatte gute Spuren und konnte mich konsequent verbessern. Schön, dass es im Ziel sogar noch für Punkte gereicht hat“, zog der Kalli-Pilot zufrieden Fazit.Im zweiten Lauf startete Henry  hervorragend und kämpfte zunächst sensationell um einen Top-10 Platz. Im Lauf des Rennens musste er allerdings dem verletzungsbedingten Renn- und Trainingsrückstand Tribut zollen, konnte das hohe Tempo im Spitzenfeld erwartungsgemäß noch nicht über die gesamte Renndauer halten. Der Schüler kämpfte wie ein Löwe und konnte sich im Ziel auf Rang zwanzig über einen weiteren Meisterschaftszähler freuen. In der Tageswertung belegte er damit Rang vierundzwanzig, was aber überhaupt keine Aussagekraft hat und bei weitem nicht das wahre Leistungspotential des Junioren-Weltmeisters widerspiegelt. Unter dem Strich stand in Holzgerlingen nach der langen Zwangspause ein beeindruckendes Comeback, welches für die Zukunft hoffen lässt. Auch Henry zeigte sich positiv überrascht. „Der zweite Start war viel besser. Das hat es mir in den ersten Runden wesentlich leichter gemacht. Natürlich habe ich versucht im Spitzenfeld mitzumischen, doch dabei habe ich mich total verausgabt. Ich merke den enormen Trainingsrückstand natürlich ganz extrem und es ist mir ein Greuel, wenn ich die Jungs ziehen lassen muss, obwohl ich streckenweise durchaus  mithalten kann. Aber da ist ja ein Ende in Sicht. Jetzt gehts in Richtung Winter und ich kann weiter hart trainieren. Im Frühjahr werden die Karten dann neu gemischt. Ich bin auf jeden Fall hoch motiviert, mein Basisspeed ist gut und den werde ich noch weiter verbessern.“

Text: Ulf Simon Foto: Max Ludwig


27.09.2011 

Höhen und Tiefen für den Enduro Profi Mike Hartmann

Platz 2 für Mike Hartmann in der Klasse E2,Platz 3 im Championat an Tag1
Heftiger Sturz und verletzungsbedingtes Ausscheiden an Tag 2

Für den Enduro-Profi Mike Hartmann standen mit der ADAC-Geländefahrt in Burg / Sachsen am vergangenen Wochenende gleich 2 Fahrtage an, an denen er unbedingt punkten musste um den Abstand zu seinem härtesten Konkurrent in der E2 Klasse, Dennis Schröter, nicht zu verlieren!

 

Bereits am Donnerstag reiste das Team mit Mike Hartmann nach Burg, wo sich das Fahrerlager in einer Kaserne befand. Am Freitag war man dann den ganzen Tag damit beschäftigt, die Sonderprüfungen
anzuschauen und zu studieren. "Ich muss dieses Wochenende unbedingt punkten! Auch wenn es schwer wird, gegen einen so stark fahrenden Dennis Schröter, der auch noch Sandspezialist ist, hier zu gewinnen. Aber ich habe mich gut vorbereitet und gebe mein Bestes. Meine Mechaniker Ingo Fimpel und Karsten Wills von Wills-Husaberg betreuen mich wieder hier vor Ort. Mal schauen was geht, wenn man die Meisterschaft schon 7x in Folge gewonnen hat, steht man halt voll im Fokus aller und auch unter einem gewissen Druck, aber damit kann ich umgehen…", sagte ein motivierter Mike Hartmann am Freitag…

     

Am Samstag, dem 1. Fahrtag, galt es drei Runden mit je einer Länge von 65 km zu absolvieren. Pro Runde mussten wieder zwei Sonderprüfungen gefahren werden. Die eine als 4-minütiger Test in einer alten Schutthalde, die andere 5 min als Test in sandigem Geläuf.

Bereits in der ersten, Sonderprüfung war Mike Hartmann nicht ganz auf der Höhe und verlor 9 Sekunden auf Dennis Schröter, und bereits hier zeigte sich, dass sein härtester Konkurrent Schröter an diesem Tag wieder stark unterwegs ist. Nach der ersten Sonderprüfung gab es für Mike erstmal eine Standpauke von seinem Betreuer, weil alle wussten, dass er es deutlich besser kann! Schon in den nächsten, sandigen Sonderprüfungen lag Mike immer nur 2-3 Sekunden hinter Schröter. In runde zwei verlor Mike wieder in der ersten Sonderprüfung viele wertvolle Sekunden, versuchte aber
diese in den letzten beiden Prüfungen wett zu machen und fuhr teilweise sogar schneller als Dennis Schröter. Am Ende reichte es aber nicht und er wurde zweiter in der Klasse E2 und fuhr auf Platz 3 im Championat, welches mit hauchdünnem Vorsprung von Markus Kehr vor Schröter gewonnen wurde. "Platz 2 in meiner Klasse und Platz3 im Championat ist schon ok, aber ich muss Schröter morgen schlagen. Schröter ist wieder brutal stark gefahren, vor allem im Sand! Ich hab wieder richtig "beißen" müssen…", resümierte Mike am Samstag.

 

Am Sonntag, dem 2. Fahrtag, startete man morgens um 8 Uhr und war Mike von Beginn an bei der Sache. Trotzdem er am Gas riss ohne Ende und sich Kehr, Schröter und Hartmann heiße Duelle lieferten, schaffte es Schröter immer wieder knapp 3 Sekunden schneller zu sein als Mike Hartmann. Die HUSABERG wurde von Mike brutralst nach vorne getrieben, er wollte es wissen! Mike fuhr wie von einem anderen Stern und hängte sich in jeder Prüfung voll rein. In der 5.Sonderprüfung passierte es dann! Mike fuhr über seinem Limit und hatte bei Höchstgeschwindigkeit einen kapitalen High-Sider, der ihn vom Motorrad katapultierte. Völlig benommen, mit verbogenem Motorrad, kaputtem Helm und zerissenem Hemd fuhr er die Sonderprüfung zu Ende. Er wollte es nicht wahrhaben und weiter kämpfen.

     

Nach Rücksprache mit Team und Betreuer einigte man sich darauf, das Rennen aus gesundheitlichen Gründen lieber abzubrechen, denn Mike klagte über starke Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Im Fahrerlager stellte man noch eine tiefe Schürfwunde am Schulterblatt und im Beckenbereich, sowie einige Prellungen fest. Die Entscheidung, das Rennen zu beenden, stellte sich nach und nach als vernünftige Entscheidung raus, auch wenn dies wahrscheinlich das Aus für den Meistertitel bedeutete…

" Was soll ich sagen? That´s Racing – ich hab alles versucht und heute ist es schief gegangen. So bin ich noch nie vom Motorrad abgestiegen! Echt ärgerlich, ich war gut drauf, aber so ein Sturz kommt oftmals dann, wenn man zuviel will. Dennis Schröter ist wieder super gefahren. Er hat den Sieg verdient. Wahrscheinlich war´s das jetzt für mich im Kampf um den Titel, aber that´s Racing und am Ende machen wir einen Strich drunter! Noch sind es zwei Veranstaltungen. Auch ein Dennis Schröter kann mal ausfallen. Ich werde auf jeden Fall in Tuchheim und Zschopau wieder voll angreifen. Aber am besten geh ich jetzt erstmal zum Arzt….", so Mike´s Fazit nach dem Wochenende.

Bereits am kommenden Sonntag kann Mike Hartmann die GCC Serie gewinnen! Beim letzten Lauf in Bauschheim muss er nur 4 Plätze vor dem Portugiesen Goncalves ins Ziel kommen!

Text: Christoph Weichert Fotos: Robert Pairan


27.09.2011 

Cedric Soubeyras ist Vize-Meister

Zum Finallauf der ADAC MX Masters Serie trafen sich die Akteure bei schönstem Herbstwetter auf dem Schützenbühlring im schwäbischen Holzgerlingen.  

 

Cedric Soubeyras lag vor dem letzten Rennen auf Platz drei, hatte jedoch  noch Chancen auf den Titel. Aber der Franzose haderte mit seinen Starts. „Ich war leider nicht von Beginn an vorne, das hat letztendlich den Ausschlag gegeben“, fasste der Franzose zusammen. „Schmidinger hatte zwei exzellente Starts, ich leider nicht.“

Im ersten Durchgang kam Soubeyras nicht über den vierten Rang hinaus und hatte damit schlechte Karten für das alles entscheidende zweite Rennen. „Schmidinger wusste genau, dass er nicht vor mir ins Ziel kommen muss“, erklärte Soubeyras nach dem zweiten Rennen. „Deshalb hat er nicht viel Gegenwehr geleistet als ich an ihm vorbeiging. Genutzt hat es mir freilich nichts mehr.“

Cedric Soubeyras ist Vize-Meister    

Doch mit seiner starken Leistung sicherte sich der KTM Sarholz-Pilot den Vizetitel und war damit nicht ganz unglücklich. „Über Platz drei hätte ich mich furchtbar geärgert“, meinte Soubeyras. „Mit dem Vizetitel kann ich leben. Wenn die unschöne Sache mit Teillet in Österreich nicht passiert wäre, würde die Meisterschafts-Tabelle ganz anders aussehen. Aber ich darf nicht nur ihm die Schuld geben. Ich habe auch selber Fehler gemacht. Wie zum Beispiel mein selbstverschuldeter Sturz in Tensfeld nachdem ich den Start gewonnen hatte.“

 

Im MX Youngster Cup fuhr Lars Reuther nach seinem hervorragenden Einstand im KTM Sarholz Team erneut aufs Podium. Der Deutsche übernahm nach einem tollen Start im ersten Lauf schon bald die Führung, musste jedoch noch Boris Maillard passieren lassen.
„Maillard war in Holzgerlingen extrem schnell“, gab Reuther zu. „Den konnte ich leider nicht hinter mir halten.“ Der zweite Durchgang endete nach einem kleinen Sturz auf Rang 4, was in Summe schließlich den zweiten Tagesrang ergab. „Ich bin Burkhard Sarholz sehr dankbar, dass er mich kurzfristig bei sich im Team aufgenommen hat. Jeder in der Mannschaft arbeitet hart am Erfolg. Ich bin froh, dass ich mich mit zwei guten Resultaten bedanken konnte.“  

Lars Reuther    

Mathias Joergensen landete im ersten Rennen auf einem guten elften Platz. Den zweiten Lauf konnte der Däne leider nicht beenden.

Text und Fotos: KTM-Sarholz


26.09.2011 

Günter Schmidinger holt den ADAC MX Masters Titel 2011!

Am 24. - 25. September 2011 fand in Holzgerlingen/D das Finale der ADAC MX Masters statt. Mit dabei waren Günter Schmidinger vom Team Gold Fren Schmidinger World MX 1 und Andreas Schmidinger vom Team Mibag Schmidinger. Auf einer perfekt vorbereiteten Strecke konnten die Beiden mit Ihrer Honda CRF 450 erneut ihr Können unter Beweis stellen. Mit einem Punkt Rückstand auf den Gesamtführenden Marcus Schiffer lag Günter auf Rang 2 der Gesamtwertung und hatte damit eine gute Chance auf den Meistertitel. Am Samstag fand die Qualifikation statt, bei der Günter mit Rang 3 in seiner Gruppe eine gute Ausgangsposition für die Läufe am Sonntag hatte. Andreas konnte
sich mit Rang 14 in dem sehr stark besetzten Starterfeld ebenfalls direkt qualifizieren.

 

Beim Start zum ersten Lauf sicherte sich Günter den Holeshot und konnte die
Führung in der Anfangsphase sogar gegen den Werksfahrer Xavier Boog halten und musste den Top WM Piloten dann ziehen lassen. Günter konzentrierte sich auf einen sicheren 2. Platz und machte keine Fehler. Im Ziel konnte er mit dieser tolen Leistung einige Punkte auf seine Konkurrenten gut machen und lag vor dem letzten entscheidenden Lauf in der Gesamtwertung in Führung. Mit 6 Punkten Vorsprung auf Marcus Schiffer und 8 Punkte auf Cedric Soubeyras hatte Günter die besten Chancen. Andreas hatte im ersten Lauf leider Probleme, da ein Absperrband in seiner Hinterradbremse ihn zu einem Boxenstopp zwang. Andreas konnte danach mit einer Runde Rückstand das Rennen wieder aufnehmen und gute Rundenzeiten fahren, war allerdings nur noch auf Rang 36 zu finden.

die Brüder Schmidinger    

Im zweiten Lauf sicherte sich Günter erneut den Holeshot und bewies mit seiner Nervenstärke, dass er alle Karten für den Titel in der Hand hält. Günter ging kein Risiko mehr ein und ließ seine Konkurrenten ziehen. Cedric Soubeyras landete auf Rang 3 und Günter fuhr hinter ihm einen sauberen 4. Rang nach Hause. Da Marcus Schiffer weit hinter ihm lag und er seinen zweiten Gegner um den Titel in Sichtweite hatte, schaffte er es sich den ADAC MX Masters Sieg - den Internationalen Deutschen Motocross Meistertitel zu holen. Er ist der erste Österreicher der dieses Kunststück schaffte und konnte sich durch seine Nervenstärke eindeutig als würdiger Sieger erweisen. Andreas lag lange Zeit in den Punkterängen und zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Leider stürzte er bei einem Überholversuch, wurde weit zurückgeworfen und landete am Ende auf Rang 27.
Für Günter war dieses sensationelle Finale das letzte Rennen dieser Saison und er hat sich nach den vielen Rennen endlich eine Erholungspause verdient. Ein Dank gilt natürlich allen Sponsoren, Freunden, Gönnern und Fans die einen wichtigen Anteil an diesem Erfolg tragen. Andreas wird am kommenden Wochenende sein letztes Rennen dieser Saison in Großhöflein/Bgd. beim Finale der MX Open ÖM bestreiten.

Text: Andreas Schmidinger Foto: Steve Bauerschmidt


26.09.2011 

KAWASAKI-TRIUMPH BEIM FINALE

Das Finale der ADAC MX Masters Serie im schwäbischen Holzgerlingen wurde von Kawasaki-Pilot Xavier Boog beherrscht. Filip Neugebauer glänzte vor 12.000 Zuschauern mit dem zweiten Rang. Während Boog dominierte, verabschiedete sich Filip Neugebauer mit dem zweiten Tagesrang aus der diesjährigen Masters-Serie. Der Tscheche überholte mit seinem starken Auftritt noch Teamkollege Kevin Wouts in der Gesamtwertung und verbesserte sich auf Rang vier der Meisterschaft. „Ich konnte in Holzgerlingen zwei gute Rennen zeigen“, zog Neugebauer Bilanz.

 

„Mit Gesamtrang vier muss ich zufrieden sein, denn ich hatte aufgrund von Verletzungen einige Nullrunden. Nächstes Jahr geht es noch weiter nach vorne!“ Kevin Wouts laboriert noch an einer Handverletzung und konnte deshalb in Holzgerlingen nicht voll überzeugen. „Die Schmerzen sind erträglich“, erklärte der Belgier.

„Aber ich habe nur wenig Kraft in der Hand, deshalb muss ich meistens nach zehn Minuten das Tempo drosseln.
Schade dass ich der Endabrechnung noch auf Platz fünf zurückgefallen bin, aber Filip war in Holzgerlingen einfach schneller als ich.“

     

8. LAUF ADAC MX YOUNGSTER CUP

Boris Maillard trumpfte beim letzten Meeting im ADAC MX Youngster Cup noch einmal mächtig auf. Der Franzose war ganz klar schnellster Mann auf der Strecke und konnte beide Rennen in souveräner Manier gewinnen. Der Pfeil Kawasaki Youngster Team Pilot sicherte sich mit diesem phantastischen Auftritt den Vizetitel in der prestigeträchtigen Nachwuchsserie.

 

„Ein perfekter Tag für mich“, freute sich der 18-jährige. „Ich hatte schon im ersten Rennen keinen optimalen Start, konnte mich jedoch relativ schnell an die Spitze kämpfen und gewinnen. Im zweiten Durchgang wurde es jedoch schwieriger. Kurz nach dem Start kam direkt vor mir ein anderer Pilot zu Fall. Ich musste vom Gas gehen und habe einige Plätze verloren. Aus dem Mittelfeld habe ich mich Platz um Platz nach vorne gekämpft und konnte am Ende noch gewinnen. Das war ein wirklich schönes Rennen für mich. Ich hatte eine gute Saison und will nächstes Jahr für Kawasaki den Titel holen!“ Hannes Richter fuhr beim Finale zweimal in die Punkteränge und durfte sich über Platz 16 der Tageswertung freuen. Stephan Büttner platzierte sich im ersten Rennen auf Rang 12. Im zweiten Durchgang kam der Youngster leider nicht ins Ziel.

     

Text und Foto: Kawasaki Elf Team Pfeil


26.09.2011 

Pech für Marcus Schiffer

Ein Sturz vereitelte die Titeljagd von Marcus Schiffer. Die letzte Runde der ADAC MX Masters Serie wurde bei perfekten äußeren Bedingungen auf dem Schützenbühlring im schwäbischen Holzgerlingen ausgetragen.

Marcus Schiffer war mit einem knappen Punkt Vorsprung als Meisterschaftsführender nach Holzgerlingen gereist. Der Frechener hatte jedoch kein Glück bei seiner Jagd auf den prestigeträchtigsten deutschen MX-Titel. Nach einem schwachen Start im ersten Rennen brannte Schiffer in den ersten Runden ein wahres Feuerwerk ab und verbesserte sich auf den vierten Rang. Dann sollte jedoch ein kleiner Fehler die Titelaussichten zunichte machen. Der Suzuki International Europe Motocross-Pilot rutschte in der Kurve nach dem Zielsprung übers Vorderrad und musste kurz zu Boden. Im Anschluss hatte Schiffer Probleme, noch einmal das gleiche Tempo wie zuvor zu finden und musste sich mit dem sechsten Rang zufrieden geben. Im zweiten Durchgang lief dann nichts mehr so wie es sollte, und der 24-Jährige fuhr bitter enttäuscht auf Platz elf ins Ziel ein. Damit rutschte Schiffer in der Meisterschaft auf Gesamtrang drei zurück.

Marcus Schiffer:

"Was soll ich sagen? Ich bin natürlich maßlos enttäuscht. Nach meinem schlechten Start im ersten Rennen hatte ich mich wirklich gut nach vorne gekämpft. Dann ist mir dieser blöde Fehler passiert. Danach fand ich nicht mehr in meinen Rhythmus und musste mich mit Platz sechs zufrieden geben. Damit war mein Wochenende eigentlich schon gelaufen, denn Günter Schmidinger hatte den zweiten Platz nach Hause gebracht. Im zweiten Rennen war ich dann völlig von der Rolle. Da ging überhaupt nichts mehr zusammen. Zurückblickend muss man zugeben, dass ich schon bei einigen Rennen vorher, wie zum Beispiel in Höchstädt und Tensfeld, zu viele Punkte liegen gelassen habe."

 

Youngster Cup-Pilot Rasmus Jorgensen war mit einem ambitionierten Ziel nach Holzgerlingen gereist. Der Däne vom Team Silent Sport Suzuki hatte noch Chancen auf den Vize-Titel und wollte diese auch nutzen. Aber Jorgensen strauchelte schon in der ersten Runde und kam unglücklich zu Fall. Nachfolgend zeigte der Youngster eine eindrucksvolle Aufholjagd und kämpfte sich noch bis auf Platz zehn nach vorne.

Für das letzte Rennen war die Ausgangssituation denkbar schlecht: Jorgensen hätte gewinnen müssen und auch dann nur noch die Vizemeisterschaft gewonnen, wenn sein Konkurrent Boris Maillard keinen einzigen
Zähler geholt hätte.

Brian Hsu (im Foto rechts)    

Rasmus Jorgensen:

"Ich hatte mir natürlich einiges vorgenommen für das letzte Rennen in Holzgerlingen. Dummerweise bin ich schon sehr früh gestürzt und musste mich mühsam durchs Feld kämpfen. Das war sicher eines meiner besten Rennen, aber das Ergebnis war alles andere als zielführend für den Vizetitel. Den zweiten Durchgang wollte ich gewinnen, und es sah auch
lange danach aus, als könnte ich das Rennen dominieren. Doch dann hat mich eine Biene in die Schulter gestochen. Die Schmerzen waren auszuhalten, aber leider bekam ich an der Stelle Krämpfe und musste mein Tempo drosseln. Trotzdem war es eine tolle Saison. Ich möchte mich bei meinem Team Silent Sport Suzuki bedanken und freue mich, dass wir nächstes Jahr zusammen weitermachen können."

Jeremy Seewer kam glänzend auf dem schnellen Wiesenkurs in Holzgerlingen klar. Der Youngster stürzte jedoch im ersten Lauf und beschädigte dabei seine Suzuki so schwer, dass er letztlich aufgeben musste. Im zweiten Durchgang landete der für das Suzuki MX Team 91 startende Schweizer auf dem tollen dritten Rang.

Mit Peter Irt landete auch ein Suzuki-Pilot auf dem Youngster Cup-Podium. Der schnelle Slowene peitschte seine Suzuki RM-Z 250 vom Team Goldfren auf die Plätze acht und zwei und belegte damit den dritten Tagesrang.

Im ADAC Junior Cup glänzte Gaststarter Brian Hsu (im Foto rechts) auf seiner Suzuki RM 85. Der schnelle Deutsch-Taiwanese fuhr nach Fürstlich Drehna zu Saisonbeginn erst sein zweites Rennen im Junior Cup und landete mit den Rängen sechs und drei prompt auf dem Podium. Der 13-Jährige gilt als eines der größten Talente im Motocross und wird im nächsten Jahr für das Team Suzuki International Europe starten.

Brian Hsu:

"Mein Auftritt in Holzgerlingen hat mir riesigen Spaß gemacht. Obwohl ich so schnelle Kurse eigentlich nicht gewohnt bin, habe ich zwei gute Rennen abgeliefert und konnte prompt aufs Podium fahren. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn ich die ganze Serie in Deutschland bestreiten werde."

Text und Foto: Suzuki International


21.09.2011 

Platz 4 im Rennen und trotzdem Punkte gut gemacht!
PR Bericht vom 18.09.2011 – GermanCross Country


Am vergangenen Wochenende fand in Schwabhausen in Thüringen, das sechste Rennen der German Cross Country Rennserie statt. Diesmal galt es auf einer Motocrossstrecke mit angrenzendem Wiesen-Acker, auf einem 6min. Rundkurs, das 2-stündige Rennen zu absolvieren!

Mit perfekt vorbereiteter Husaberg 250 2-Takt reiste Mike mit seinem Vater am Samstag nach Thüringen. Es sollte ein spannendes Wochenende werden, denn Mike Hartmann lag mit 89 Punkten auf Platz2 in der Meisterschaftswertung. Die harte Konkurrenz, wie der Meisterschaftsführenden Pauolo Goncalves, aber auch Dennis Schröter oder der Tscheche
Kulhavy und Chrissi Weiß wollten hier in der Meisterschaft ebenfalls Punkten…. Zudem war noch , mit dem US-Boy Chad Johnsen und dem französischen MX-Profi Boris Maillard, ein Star-Aufgebot von Kawasaki am Start "Also hoffentlich regnet es morgen, dann wird das ein Spaß! Der Wiesen-Acker wird dann zur Rutschpartie. Ich glaub Regen, das ist das, wovor der Portugiese Goncalves Angst hat. Die Kawasaki Fahrer kann ich nicht einschätzen, aber wenn´s sein muss überhole ich auch einen US-Boy", so ein grinsender und taktierender Mike am Samstagabend!

 

Wie üblich prägte Mike Hartmann sich am Sonntag dann die Strecke ein. Der Himmel sah nach Regen aus und es schien ein spannendes Rennen werden zu können. Alle stellten sich auf Regen ein und waren entsprechend ausgerüstet, oder nervös….

Wieder genau Punkt 14.30 Uhr war es dann soweit, der Start der Profi-Klasse und diesmal schaffte es Mike Hartmann wieder, den Start zu gewinnen! Er führte 2 Runden lang das Feld an, bis sich Motocross-Spezialist Chris Gundermann an ihm vorbei schob und Mike auf den 2. Platz verwies. Goncalves, Schröter, Weiss und die Kawasaki Fahrer Johnsen und Maillard
kämpften hinter Mike Hartmann um die Plätze. Obwohl das Feld eng beieinander war, konnte Mike seinen 2.Platz aber 1Stunde und 10 min verteidigen, dann musste er zum tanken in die Box!

Mike Hartmann    

Als fünfter nahm Mike nach dem Boxenstopp das Rennen wieder auf! Vor Ihm Dennis Schröter. Auf Grund der fast gleichen Rundenzeiten aller 5 Spitzenpiloten, war es nicht möglich, an die Spitze ranzufahren! Doch der US-Boy Johnsen ging auf Platz 2 liegend hart zu Boden und Mike erntete dadurch einen Platz. Auf Platz 4 liegend passierte er die Ziellinie. Das Rennen gewann Chris Gundermann, vor dem Tscheche Kulhavy und Dennis Schröter. Mike´s
härtester Konkurrent, der Portugiese Goncalves kam nur auf Platz 7 ins Ziel! Somit ist Mike Hartmann derjenige, der ihn am 2. Oktober, beim Finale in Bauscheim, noch schlagen kann!

"Also was soll ich sagen? Podium war das Ziel, und ich bin vorbei gefahren…Pech, aber die anderen waren heute auch echt Bock-stark, ich glaube wir sind alle die gleichen Runden Zeiten gefahren, denn irgendwie konnte ich nicht aufschließen! Leider hatte ich das ganze Rennen mit harten Unterarmen zu kämpfen. Durch´s Tanken habe ich viele Plätze verloren, die anderen nicht, weil die alle nicht tanken müssen! Egal, jetzt schauen wir nach vorne und
für Bauschheim brauch ich ne andere Strategie, ich habe nur noch eine Chance, Es wird alles probiert und alles gesetzt! In Bauschheim will ich gewinnen!", resümierte Mike Hartmann sein Wochenende

Text: Christoph Weichert Foto:Robert Pairan


20.09.2011 

Suzuki beim 65. Motocross der Nationen siegreich -
Marcus Schiffer mit Team Deutschland auf Rang sieben


Ryan Dungey vom Team Rockstar Makita Suzuki war einmal mehr Teil des siegreichen Teams der USA, das beim Motocross der Nationen zum siebten Mal in Folge die begehrte Chamberlain Trophy gewann. Mit zwei starken Rennen leistete Marcus Schiffer bei der Mannschafts-WM in Frankreich seinen Beitrag zum siebten Platz der deutschen Mannschaft.

 

Der Zweite des jiesjährigen AMA-Motocross und Supercross und frühere Doppel-Champion, Ryan
Dungey (Foto), half seinem Land, bei der 65. Auflage vor 68.000 enthusiasmierten Fans aus vielen Ländern in
St. Jean d’Angely bei regnerischem Wetter zuoberst auf das Podest zu fahren. Dungey wurde in seinen beiden Rennen Zweiter und Dritter, gewann die MX1-Klasse und trug mit seinen
Punkten maßgeblich zum Erfolg der Titelverteidiger bei.
Es war sein dritter Auftritt in den Nationalfarben der Vereinigten Staaten und sein dritter Erfolg. Die harte Strecke mit ihren Spurrillen wurde noch anspruchsvoller, da zeitweilige Schauer den Boden rau und rutschig machten. Ein Zeichen setzte Dungeys
Teamkollege Brett Metcalfe, der mit seinem siebten und zehnten Platz in der MX Open-Klasse Australien erstmals in der eschichte des Wettbewerbs zu einem Podestplatz verhalf.

Die RM-Z-Maschinen von Suzuki waren in den drei Klassen beherrschend. So brachte Kevin Strijbos die Werks-RM-Z450 vom Team Rockstar Suzuki World MX1 in der MX Open-Klasse auf Platz fünf – vor Metcalfe. Der ehemalige zweifache Vizeweltmeister startete mit der Chance in den letzten Lauf des Tages, Belgien ein weiteres Mal aufs Podium zu verhelfen, doch ein
schlechter Start ließ ihn nach Rang fünf zuvor lediglich Platz elf erringen. Am Ende des Tages blieb es für Belgien bei Rang fünf, und etliche der belgischen Topfahrer, darunter Clement
Desalle und Steve Ramon, standen verletzungsbedingt am Streckenrand.

Ryan Dungey vom Team Rockstar Makita Suzuki    

Marcus Schiffer war Gesamt-Elfter in der MX Open-Klasse und mit seiner engagierten Fahrt auf Platz 13 im ersten Rennen zufrieden, während er im zweiten etwas mit seiner körperlichen Verfassung zu kämpfen hatte. Das deutsche Team war glücklos unterwegs – obwohl Ken Roczen die MX2-Klasse gewann – und landete auf Rang sieben.

Yoshi Atsuta, immer wieder eine beliebte Bereicherung des internationalen Fahrerlagers und bei den europäischen Grand Prix gern gesehen, fuhr unter den anspruchsvollen Bedingungen gut und verließ Frankreich mit Platz elf in der MX1-Klasse. Der Japaner pflügte durch die Sprungsektionen, und am Ende wurde er 13. und 17.. Die besten Ergebnisse für Japan, das am Ende 13. im Gesamtranking wurde.

Ryan Dungey:

"Ich denke, jeder Sieg ist etwas Besonderes, und es war cool, es hier geschafft zu haben. Der
leichte Regen hat die Strecke anspruchsvoll gemacht, aber ich bin happy, es geschafft zu haben. Das erste Rennen war hart. Zu Anfang fühlte ich mich gut, konnte nach vorn fahren, doch als der Regen einsetzte, wurde es rutschig. Chad Reed fuhr klasse und machte sich auf und davon. Dann unterlief mir ein Fehler, aber ich blieb dran. Als der Boden schlammig und rutschig wurde, fühlten sich die Motorräder schwer an, und es wurde hart.“

Brett Metcalfe:

"Wir kamen hier am Freitag zur Pressekonferenz, und fast fühlte es sich so an, als wären wir die Lachnummer nach dem Motto ‘hier kommt das australische Team, ein großartiges Team, das aber wahrscheinlich wie jedes Jahr Siebter wird’. Dass wir das verhindern und sogar aufs Podest fahren konnten, ist großartig für den australischen Motocrosssport.”

Kevin Strijbos:

"Das erste Rennen war ganz gut. Ich hatte einen guten Start, und es lief prima. Mitunter dachte ich, dass ich an manchen Stellen schneller war, doch zu überholen war schwierig, und so war es alles in allem okay. Im zweiten Lauf orientierte ich mich zur Innenseite hin, aber das funktionierte nicht. Da habe ich es vermasselt. Ich war 15. oder 16., und es war schwierig, die Anderen zu überholen. Die Zuschauer waren völlig aus dem Häuschen, und es hat Spaß gemacht, hier zu ahren. Ich denke, mit Rang fünf dürfen wir nicht enttäuscht sein; es ist ziemlich genau das, was wir erwartet hatten, auch wenn wir vor dem Finallauf die Chance auf einen Podestplatz hatten – einen guten Start von mir vorausgesetzt. Das Motorrad passt mir sehr gut, und ich habe diese letzten Meetings genossen. Ich möchte mich beim Team ganz herzlich für all die Hilfe bedanken, und ich hoffe, ich kann für nächste Saison ein gutes Team finden. Ich weiß, dass ich mit Suzuki unter die Top fünf der Welt fahren kann.“

Marcus Schiffer:

"Mein erstes Rennen war richtig gut. Ich hatte einen guten Start und wurde 13.. Anfangs fuhr ich etwas zu schnell, denn die Amerikaner kamen vorbei, und ich wollte dran bleiben. Ich hatte etwas Armpumpen, aber das Ergebnis war okay. Mit dem zweiten Lauf bin ich nicht zufrieden, denn bei einer Auffahrt starb mir der Motor ab, und ich war Allerletzter. Ich fand keinen Rhythmus mehr, und erstmals in dieser Saison bekam ich zudem schmerzhafte

Muskelkrämpfe. Es war schwierig zu fahren. Insgesamt bin ich aber happy, denn für das Team war es schwierig, da Max verletzt war und Danny im letzten Rennen gestürzt ist.“

Yoshi Atsuta:

"Es war okay heute, und ich habe es wirklich genossen. In beiden Läufen gelangen mir ziemlich gute Starts, aber diese Jungs sind extrem flott unterwegs. Mit den vielen Spurrillen auf diesem Highspeed-Kurs hatte ich etwas Mühe. Ich werde immer besser, brauche aber noch Zeit. Jetzt geht es zurück nach Japan, wo vier weitere Rennen anstehen, und ich hoffe, ich kann dort die Meisterschaft gewinnen. Ich liege 19 Punkte hinter Akira Narita und werde alles geben, um ihn zu überholen.“

Mit dem Motocross der Nationen fand die internationale Saison von Marcus Schiffer an der französischen Atlantikküste, unweit von La Rochelle, ihren Abschluss.

Marcus Schiffer vom Team Suzuki International Europe MX kämpfte sich zusammen mit Ken Roczen und Daniel Siegl auf den guten siebten Platz. Der Frechener glänzte vor allem nach einem guten Start im ersten Lauf. Schiffer fuhr eine ganze Zeit lang in einem Pulk mit den Besten der Welt und landete am Ende auf dem hervorragenden 13. Platz. Im zweiten Durchgang hatte der 24-Jährige leider schon kurz nach dem Start eine Karambolage mit einigen anderen Fahrern und musste das Feld im Anschluss von hinten aufrollen. Der Suzuki- Pilot kämpfte sich tapfer nach vorne und konnte schließlich noch den 21. Platz für das deutsche Team verbuchen.

Marcus Schiffer:

„Der erste Lauf war klasse, das hat richtig Spaß gemacht! Ich bin zusammen mit Ryan Villopoto, Blake Bagget und Dean Wilson in einer Gruppe gefahren und konnte einige Runden lang mit diesen Spitzenpiloten um die Positionen kämpfen. Am Ende musste ich die Jungs freilich ziehen lassen, aber es hat wirklich Spaß gemacht, mit solchen Kalibern zu kämpfen. Der zweite Durchgang war leider etwas durchwachsen. Ich hatte schon in der zweiten Kurve ein Gerangel mit ein paar anderen Fahrern und bin bis ans Ende des Feldes zurückgefallen. Das war nicht sehr erfreulich. Danach fand ich nur schwer in einen guten Rhythmus, weil ich viele Fahrer überholen musste. Es war sehr anstrengend, aber insgesamt betrachtet habe ich eine gute Leistung abgeliefert. Schade, dass Daniel den Ausfall hatte. Mit Kens überragendem Auftritt hätten wir vielleicht noch ein paar Plätze weiter vorne landen können.“

Nächstes Rennen für Marcus Schiffer: 25.09.2011, Finale ADAC MX Masters in Holzgerlingen

Text und Foto: Suzuki International


19.09.2011 

MX2 ÖM Finale in Dechantskirchen/Stmk.!

Am 18. September fand in Dechantskirchen das Finale der MX2 Staatsmeisterschaft statt. Andreas Schmidinger vom Team Mibag Schmidinger hatte mit seiner Honda CRF 250 noch eine theoretische Chance auf den Titel und mit 8 Punkten Rückstand eine gute Chance auf den Vizetitel. Bei idealen Bedingungen fand das Rennen vor einer tollen Zuschauerkulisse statt. Im Qualifikationstraining landete Andreas auf Startplatz 6, nur 1,2 Sekunden hinter
dem Trainingsschnellsten, womit die Vorzeichen für ein spannendes Finale sehr gut standen.

 

Beim Start zum ersten Lauf fiel der Startbalken sehr bald und Andreas war etwas überrascht. Nachdem er auf der Startgerade eingeklemmt wurde lag er am Ende des Feldes und startete eine sensationelle Aufholjagd und war nach 2 Runden schon auf Rang 7 in Schlagdistanz zu 4 Fahrern vor ihm und fuhr die schnellste
Rennrunde. Aufgrund eines gestürzten Fahrer wurde allerdings das Rennen aus
Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen und nach einer Pause wieder neu gestartet. Beim Restart hatte Andreas einen besseren Start und lag auf Rang 4. Andreas zeigte eine tolle Form und fuhr in Runde 8 die schnellste Rennrunde und attackierte die zwei vor ihm liegenden Fahrer, als er durch einen technischen Defekt das Rennen nicht beenden konnte und damit die Hoffnungen auf den Vizetitel begraben wurden.

Andreas Schminger wird bei Masters mit seinem Bruder am Start stehen    

Im zweiten Lauf ging Andreas mit seinem 2010er Trainingsbike an den Start und lag auf Rang 3. In der zweiten Kurve übernahm Andreas sofort die zweite Position und nahm die Verfolgung des Führenden auf. Andreas konnte als einziger die Pace von Dennis Baudrexl gehen und lag im Ziel nur 3 Sekunden hinter ihm auf Rang 2 und zeigte damit eine sehr starke Leistung. In der Gesamtwertung landete Andreas damit auf Rang 4 und beeindruckte besonders durch seine starke Form bei den letzten Rennen der Saison. Sein nächstes Rennen wird am kommenden Wochenende das ADAC MX Masters Finale in Holzgerlingen/D sein, bei dem er wieder auf seine CRF 450 steigen wird. Beim Masters Finale wird auch Günter am Start sein, der mit nur 1 Punkt hinter dem Führenden in der Gesamtwertung noch Chancen auf den Titel hat.

Text: Team Schmidinger Foto: Erwin Hetfleisch


18.09.2011 

Ergebnisse aus Saint Jean d'Angely

Das Team USA sichert sich zum siebten mal in Folge den Titel...! Hier in der kurz Version erst einmal ein paar Ergebnisse:

 

MX1 + MX2
1.Reed(AUS) 2.Roczen(GER) 3.Dungey(USA) 4.Searle(GBR) 5.Rattray(RSA) 6.Leok(EST) 7.Barragan(ESP) 8.Musquin(FRA) 9.Wilson(GBR) 10.Roelants(BEL) 12.Goncalves(POR) 34.Bobryshev(RUS)

MX2 + Open
1.Paulin(FRA) 2.Herlings(NED) 3.Villipoto(USA) 4.Roczen(GER) 5.Strijbos(BEL) 6.Swanepoel(RSA) 7.Metcalfe(AUS) 8.Guarneri(ITA) 9.Campano(ESP) 10.Tonus(SUI) 12.Anderson(GBR)

MX1 + Open
1.Villopoto(USA) 2.Dungey(USA) 3.Rattray(RSA) 4.Searle(GBR) 5.Guarneri(ITA) 6.Bobryshev(RUS) 7.Reed(AUS) 8.Paulin(FRA) 9.Herlings(NED) 10.Metcalfe(USA) 15.Anderson(GBR) 16.Goncalves(POR)

Team Overall
1.USA 26pts 2.FRA 39pts 3.AUS 44pts 4.GBR 46pts 5.BEL 54pts 6.RSA 56pts 7.GER 68pts 8.ESP 68pts 9.NED 81pts 10.EST 86pts 11.POR 98pts 15.RUS 123pts

Ryan Dungey    

Weitere Infos folgen noch...

Text: MCA Foto: Suzuki USA


16.09.2011 

Auf gehts nach Frankreich zum Saisonabschluss...

Ab morgen sind die Blicke der ganzen Motocross Szene auf die französische Gemeinde Saint Jean d'Angely gerichtet.
Dort findet bereits zum 65. Mal die "MXONE" das Motocross der Nationen statt.

 

Für das Team Deutschland gehen, Marcus Schiffer, Daniel Siegl und der neue MX2 Weltmeister Ken Roczen an den Start. Siegl vertritt den verletzten Max Nagl der sich leider beim letzten GP das Kahnbein gebrochen hat.

Viele BIGNAMES werden dort erwartet: Wie zum Beispiel: Ryan Dungey, Joshua Coppins, Andrew Short, Ryan Villopoto, Jonathan Barragan und viele weitere mehr.

35 Nationen werden um die Richard-Chamberlain-Trophy kämpfen, doch am Ende wird nur eine Nation diese Auszeichnung für sich beanspruchen und mit nach Hause nehmen.

     

Wir von der Redaktion drücken dem deutschen Team die Daumen und hoffen das sie trotz der starken Konkurrenz aufs Podium fahren können.

Hier gibt es noch die komplette Starterliste

Wer nicht selbst vor Ort sein kann bei diesem grandiosen Abschluss kann sich das ganze auch Live hier anschauen.

Text: MCA Foto: Youthstream


16.09.2011 

ADAC-Zuverlässigkeitsfahrt "Rund um den Aischgrund"

Platz 2 für Mike Hartmann in der Klasse E2 und im Championat

Für den Enduro-Profi Mike Hartmann begann, mit der ADAC-Zuverlässigkeitsfahrt "Rund um den Aischgrund" im fränkischen Dachsbach, am vergangenen Wochenende die zweite Hälfte Enduro DM 2011. Er startet wieder in der sehr stark besetzten E2 Klasse! Es war ein "Jubiläums-Rennen" denn genau hier in Dachsbach fuhr Mike Hartmann vor 10 Jahren sein erstes Enduro Rennen überhaupt!

 

Am Freitagabend reiste das Team mit Mike Hartmann nach Dachsbach. Am Samstag war man dann den ganzen Tag damit beschäftigt, die Sonderprüfungen anzuschauen und zu studieren, sowie das Motorrad vollends rennfertig zu machen
"Mein Sponsor MK-Offroad-Racing stellte mir bereits jetzt eine neue HUSABERG 250 2-Takt Modell 2012 zur Verfügung! Meine Mechaniker Ingo Fimpel, Alex Brunner und Jürgen Bendele bereiteten mir die Maschine perfekt vor, mein neues TKM Fahrwerk von Tommy Kneip ist schon drin und Carsten Wills von Wills-Husaberg betreut mich hier vor Ort perfekt, jetzt nur noch ein paar Dekoraufkleber drauf und schon kann´s losgehen…", sagte ein motivierter und grinsender Mike Hartmann bereits am Samstag Nachmittag…

Platz 2 für Mike Hartmann    

Am Sonntag, beim Rennen, galt es vier Runden mit je einer Länge von 65 km zu absolvieren. Pro Runde mussten zwei Sonderprüfungen gefahren werden. Die eine als 3-minütiger Test auf einem Stoppelacker, die andere 8,5 min als Extremtest, auf Äckern und Waldpassagen, gespickt mit Baumstämmen.

Bereits in der ersten Runde drehte Mike Hartmann ordentlich am Gas. Aber schon bei den Sonderprüfungen in Runde eins zeigte sich, dass sein härtester Konkurrent Dennis Schröter an diesem Tag sehr stark unterwegs ist. Er konnte Mike Hartmann zunächst nur wenige zehntel Sekunden abnehmen, fuhr aber von Runde zu Runde schneller und nahm Mike Hartmann in jeder Sonderprüfung weitere Sekunden ab. Dennis Schröter war an diesem Tag auch der schnellste im Gesamtklassement! Der 7-fache Deutsche Meister Hartmann und der 8-fache Enduromeister Marcus Kehr, die bisher die Szene dominierten, waren ratlos und wussten kein Mittel gegen diesen sehr stark auffahrenden Dennis Schröter.

 

Hartmann gab seiner HUSABERG 250 2-Takt ordentlich die Sporen, er versuchte alles und in der letzten Runde konnte er nochmals 10 Sekunden auf Schröter gut machen! Dennoch reichte es nicht zum Sieg
und er wurde "nur" zweiter in der Klasse E2. In der Championatswertung erreichte Mike Hartmann ebenfalls einen hervorragenden 2. Platz vor dem Dauersieger der letzten Jahre, Markus Kehr, der den 3.Platz belegte. Die letzte Runde wurde dann, nach Ende der Veranstaltung, vom DMSB Offiziellen aus der Wertung Genommen. Was für Ärger sorgte, aber das Ergebnis nicht beeinflusste! Am Ende also gewann Schröter die Klasse E2 und die Championatswertung mit 17 Sekunden Vorsprung auf Mike Hartmann.

     

" Damit hätte ich nicht gerechnet!", so ein erschöpfter Mike Hartmann, "ich habe echt viel trainiert, aber Dennis Schröter war echt eine Klasse für sich! Er hat heute den Sieg verdient. Ich habe "gebissen" ohne Ende und alles versucht! Meine Kondition, das Training, sowie das neue Motorrad, alles Top und trotzdem hat´s nicht gereicht! Naja, wenigstens habe ich in der Championatswertung den Markus Kehr geschlagen, das ist ein kleiner Trost. Aber ich will den Titel, ich will die Meisterschaft gewinnen und dafür werde ich alles geben!" , so Mike´s Fazit nach dem Wochenende.

Bereits am kommenden Sonntag treffen die beiden Kontrahenten Hartmann und Schröter im Rahmen des GCC Laufes in Schwabhausen wieder aufeinander! Auch in dieser Meisterschaft ist es spannend! Mike Hartmann steht bei der GCC mit 89 Punkten auf Platz 2 der Meisterschaftstabelle!

Text:Christoph Weichert Fotos: Robert Pairan


14.09.2011 

Kalli-Racing schließt DM-Open Saison auf den Plätzen zwei und drei ab!

Daniel Siegl für das MXoN nominiert

Bei der siebten Veranstaltung der Deutschen Motocross Meisterschaft der Kategorie Open stand für die Piloten des Kalli-Racing Teams ein echtes Finale an. Austragungsort war die traditionsreiche Rennstrecke „Im Tannengrund“ von Apolda, in Thüringen, nur knapp fünf Kilometer vom Wohnort des DM-Leaders Daniel Siegl entfernt. Der Flurstedter hatte sich über die sechs bisherigen Veranstaltungen einen knappen Vorsprung von vier Zählern auf seinen ärgsten Verfolger Florent Richier erarbeitet. Hinter den beiden Top-Favoriten war mit Angus Heidecke der zweite Kalli-Pilot im Titelrennen. Der Sandersdorfer hatte sich nach einem eher durchwachsenen Saisonstart gefangen und mit starken Leistungen im Titelrennen zurückgemeldet. Sein Rückstand auf den führenden Daniel Siegl belief sich lediglich auf sechzehn Zähler. So waren alle Voraussetzungen für einen hochspannenden, gegebenenfalls gar dramatischen Titelkampf erfüllt.

 

Wirklich dramatisch wurde der Titelkampf dann allerdings doch nicht. Herausforderer Florent Richier sicherte sich im Zeittraining überlegen die Pole-Position, während Daniel Siegl auf Platz drei etwas über eine Sekunde hinter dem ehemaligen Kawasaki-Werkspiloten aus Frankreich zurücklag. Angus Heidecke sicherte sich auf dem engen Rundkurs „Im Tannengrund“ den fünften Startplatz.

Beide Wertungsläufe eröffnete Siegl mit einem Blitzstart und setzte sich an die Spitze des Feldes. Er bewegte die Kalli-KTM unter dem Jubel der heimischen Fans am Limit und arbeitete hart daran den Vorsprung auf Titelkontrahent Richier auszubauen.

Podium in Apolda    

Dieser konterte jedoch immer wieder, setzte sich letztendlich in beiden Rennen gegen Siegl durch und sicherte sich am Ende mit zwei Zählern Vorsprung den Meistertitel. Angus Heidecke verpasste das Tagespodium, nach den Rängen drei und vier punktegleich mit dem Drittplatzierten, denkbar knapp.

 

In der DM-Gesamtwertung behauptete der Sandersdorfer jedoch den dritten Rang und feierte so einen versöhnlichen DM-Abschluss in der Open-Kategorie.

Daniel Siegl: „Herzlichen Glückwunsch an Florent. Er war heute einfach der Bessere und das muss man neidlos anerkennen. Meine guten Starts haben mir  Hoffnung gemacht, aber egal wie ich auch gepusht habe, er war immer in Schlagdistanz und ist am Ende genau die Sekunde aus dem Zeittraining pro Runde schneller gefahren. Das hat dann den Ausschlag gegeben. Wenn man aber sieht, dass wir im Zweikampf um den Sieg den jeweils Drittplatzierten um fast eine halbe Minute distanziert haben, war das schon eine Liga für sich.

Daniel Siegl    

Angus Heidecke: „Gerne hätte ich die DM-Saison mit einem weiteren Podium abgeschlossen, aber es hat nicht sollen sein. Ich bin allerdings heilfroh, dass ich den dritten Rang in der Endwertung gerettet habe und damit den mehr als durchwachsenen Saisonstart ausgebügelt habe. Um eine echte Titelchance zu haben, muss ich daran arbeiten besser in die Saison zu starten.“

 

Daniel Siegl für das MX of Nations nominiert...!

Im Anschluss an das DM-Finale in Apolda wurde Daniel Siegl eine große Ehre zuteil. Der 28-Jährige wurde von Teamchef Hubert Nagl in das deutsche Nationalteam berufen, welches am kommenden Wochenende im südfranzösischen St. Jean d´Angely die deutschen Farben bei der 65. Auflage des MX of Nations vertritt. Gemeinsam mit den Teamkollegen Ken Roczen und Marcus Schiffer darf sich der Kalli-Pilot mit der versammelten Weltelite messen. „Ich bin stolz, dass ich nochmals im deutschen Nationalteam antreten darf. Für Max (Nagl) tut es mir allerdings leid, denn eine solche Verletzung braucht zum Saisonausklang niemand.

Angus Heidecke    

Es wird sicherlich nicht ganz einfach werden, aber ich muss schnell meinen Rhythmus finden, damit ich mich gegen die WM-Piloten behaupten kann und am Ende ein achtbares Resultat dabei herausspringt. Egal wie es kommt, ich werde alles geben!“

Ergebnisse: www.dmsb.de

Nächstes Rennen: ADAC MX Masters – Holzgerlingen – 24./25. September 2011

Text: Ulf Simon Fotos: Lars Neumann


13.09.2011 

MX2 ÖM in Kirchschlag - Tagessieg für Andreas Schmidinger

Am 11. September fand in Kirchschlag/NÖ der vorletzte MX2 ÖM Lauf der Saison 2011 statt. Mit am Start war Andreas Schmidinger vom Team Mibag Schmidinger auf seiner Honda CRF 250. Bei sehr trockenen und heißen Bedingungen gingen sehr spannende Rennläufe über die Bühne. In der Qualifikation am Vormittag sicherte sich Andreas mit Rang 4 eine gute Startposition und war für die Rennläufe gut vorbereitet.

 

Beim Start zum ersten Lauf machte Andreas einen großen Fehler, der ihn weit zurückwarf. Andreas musste sich durchs Feld kämpfen und konnte sich bis Rennmitte auf Rang 3 nach vorne kämpfen. Die ersten 2 waren allerdings schon mit großem Abstand in Führung und Andreas konnte somit einen ungefährdeten 3. Rang einfahren und wieder einmal auf dem Podium stehen. Beim Start zum zweiten Lauf machte Andreas alles richtig und übernahm mit einem Holeshot die Führung. Nach der ersten Runde in Führung wurde allerdings das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen, da es einen schweren Sturz gab.

Andreas Schmidinger    

Das Rennen wurde nach einer längeren Verzögerung wieder neu gestartet und Andreas lag nach dem Start auf Rang 2. Er fand diesesmal nicht sofort wieder seinen Rhytmus und fiel auf Rang 3 zurück. Er konnte sich aber wieder auf Rang
2 verbessern und erneut einen sicheren Podiumsplatz einfahren. Mit diesen konstanten Ergebnissen konnte er sich seinen ersten Tagessieg holen und auch in der Gesamtwerung weiterhin für Spannung sorgen. Andreas liegt vor dem Finale am kommenden Sonntag in Dechantskirchen auf Rang 4 nur 3 Punkte hinter dem 3. Platzierten und 8 Punkte hinter dem 2. Rang.

Text: Team Schmidinger Foto: Erwin Hetfleisch


12.09.2011 

Marcus Schiffer beim Saison-Finale in den Top-Ten

Mit glänzenden Starts und zwei tollen Rennen platzierte sich Marcus Schiffer beim letzten Lauf zur MX1-WM auf Tagesrang neun.

 

Die letzte Runde der MX1-Weltmeisterschaft fand vor malerischer Kulisse auf dem schön
gelegenen Kurs in Fermo statt. Die Berg- und Talbahn forderte den Piloten bei rund 35 Grad Hitze konditionell alles ab.

Marcus Schiffer glänzte in beiden ertungsläufen mit exzellenten Starts und platzierte sich von Beginn an unter den schnellsten zehn. Im ersten Rennen hatte der Frechener ein paar Probleme und fand in der Anfangsphase nicht schnell genug in einen guten Rhythmus. Deshalb fiel der 24-Jährige im Verlauf des Rennens auf Platz zwölf zurück. Im zweiten Durchgang
konnte der Suzuki International Europe MX-Pilot mit einer bravourösen Leistung auf ganzer Linie überzeugen.

Skip Schiffer    

Nach einem guten Start mischte Schiffer von Beginn an in der Spitzengruppe mit und verbesserte sich bis zum Zieleinlauf auf den zehnten Rang - die beste Einzelplatzierung der diesjährigen WM-Saison.

Marcus Schiffer:

"Wir haben neulich ein ganz spezielles Starttraining absolviert - das hat sich in Fermo erstmals bezahlt gemacht. Ich bin in beiden Rennen von Beginn an vorne dabei gewesen und konnte zum Saisonabschluss meine beste WM-Platzierung des Jahres nach Hause bringen. Nur schade, dass ich im ersten Lauf zu lange gebraucht habe, um richtig in Schwung zu kommen, sonst wäre es vielleicht noch weiter nach vorne gegangen. Insgesamt betrachtet war das
Wochenende in Fermo ein sehr erfolgreicher Saisonabschluss der MX1-Weltmeisterschaft für mich. Obwohl die Hitze uns Fahrern ganz schön zugesetzt hat. Jetzt hoffe ich noch auf eine gute Platzierung bei der Mannschafts-WM und im Anschluss daran auf den Titelgewinn beim Masters-Finale in Holzgerlingen."

Nächstes Rennen: 18.09.11 MXoN in Saint-Jean-d'Angély

Text und Fotos: SUZUKI PRESSEDIENST


12.09.2011 

RICHIER IST DEUTSCHER MOTOCROSS MEISTER

Florent Richier hat beim Finale der Deutschen Motocross Meisterschaft Klasse Open das Blatt noch gewendet. Mit zwei Laufsiegen "Am Tannengrund" in Apolda gewinnt der Franzose seinen insgesamt fünften nationalen Titel. Lokalmatador Daniel Siegl muss sich mit der Vizemeisterschaft abfinden.

 

Richier zeigte bei sommerlichen Bedingungen zwei grandiose Läufe. Der 27-jährige konnte sich jeweils an Siegl heran und gegen Laufende vorbeikämpfen. Mit Maximalpunktzahl auf dem Konto verwandelte Richier seinen Vier-Punkte-Rückstand in einen knappen Vorsprung. Damit ist er zum dritten Mal nach 2007 und 2008 Meister der Klasse Open. Weitere Titel in der Kategorie MX2 (2007, 2010) stehen zu Buche.
Titelverteidiger und Mannschaftskollege Filip Neugebauer wird beim Heimrennen seines Thüringer Teams Dritter. Neugebauer erzielt die Ränge vier und drei. In der Tageswertung punktgleich mit Angus Heidecke, beendet der Tscheche die Meisterschaft auf Platz vier. Nach einer von Verletzungen und Pech geprägten Saison ein versöhnlicher Ausklang für den langjährigen Kawasaki-Piloten.

Die Freude über Gewinn des Titels war riesig    

In Abwesenheit des verletzten Belgiers Kevin Wouts agierte Boris Maillard als dritte Kraft. Der französische Teenager überzeugt mit den Einzelrängen sieben und fünf. Maillard klassiert sich in der Endabrechnung knapp vor Wouts als DM-Sechster.

 

So sehen strahlende Sieger aus. Harald Pfeil umringt von seiner Truppe in Apolda...

Die Freude über Gewinn des Titels war riesig    

 

Teamchef Harald Pfeil: „Das war ein Krimi. Wir kamen hierher, um unsere Chancen zu nutzen. Gewinnt Florent beide Läufe, ist der Rest egal - so die Ausgangslage. Er hat dann zwei abgezockte Rennen auf die Bahn gelegt, Hut ab. Für Daniel Siegl ist´s natürlich nicht gut gelaufen. Er war das ganze Jahr ein fairer Konkurrent. „Florent hat bei sieben Rennen dreimal gewonnen, Filip und Kevin je einmal. Auch wenn es zum Schluss knapp war, als ´grüne Pfeile´ haben wir eine geschlossene Leistung gezeigt. Danke an alle, die das möglich machten - und Glückwunsch an den neuen Deutschen Meister.“

Text und Fotos: Kawasaki Elf Team Pfeil


12.09.2011 

Stefan Kjer Olsen fährt auf GoldenTyre zum Sieg

Motocross für die „jungen Wilden“ vom Feinsten: Bei den ADAC MX Masters Lauf in Höchstädt gewinnt der 18 jährige Däne Stefan Kjer Olsen überlegen vorzeitig den Titel in der Nachwuchsklasse, dem Youngsters Cup. Der junge Motocross Fahrer aus dem Team AC Motec MG Sport by STC, flog auf seiner mit GoldenTyre MX Pneus bereiften 250er Viertakt-Yamaha quasi ins Ziel.

 

Diese Motocross-Nachwuchsklasse ist auf europäischem Top-Niveau und dient vielen Talenten als Sprungbrett in die MX Weltmeisterschaft. Der schnelle Däne wechselte Anfang der Saison seinen Reifenausrüster und entschied sich für die Reifen des italienischen Reifenherstellers GoldenTyre. Alles richtig gemacht – diese „goldene“ Entscheidung wurde mit dem vorzeitigen Titelgewinn belohnt. Auch in der Europameisterschaft EMX2 setzt Stefan Kjer Olsen auf die performancestarken Gummis von GoldenTyre. Derzeit belegt er dort Platz acht und hat durchaus gute Chancen in den noch ausstehenden Rennen* Platz drei der Gesamtwertung zu erobern.

Mitte Stefan Kjer Olsen    

Beim ADAC Masters Finale in Holzgerlingen, Ende September, wechselt der schnelle Däne die Klasse und will seinen Speed bei den Masters Piloten unter Beweis stellen; für 2012 peilt er den Wechsel in die Masters Serie an.


12.09.2011 

Podestplatz für Strijbos in Italien

Das Team Rockstar Energy Suzuki World MX1 hat die diesjährige FIM Motocross Weltmeisterschaft abgeschlossen. Kevin Strijbos errang einen Podestplatz sowie Gesamtrang vier beim heißen Finale im italienischen Fermo, wo der Grand Prix von Italien und die 15. und letzte Runde ausgetragen wurde.

 

Dem Belgier gelang es, auf seiner Suzuki RM-Z450 aufs Podium zu fahren und wertvolle Punkte zu sammeln, wenngleich er auch etwas enttäuscht war, dass ihm mit einem dritten und vierten Platz in der Addition ein Podestplatz in der Gesamtwertung versagt blieb.

Das steile und bergige Gelände von Fermo, eingebettet in das flache, malerische Umland unweit der Adria, bot einen glatten, harten Kurs mit vielen Rillen. Insbesondere die hohen Temperaturen und zahlreichen Sprünge stellten für die Fahrer beim letzten Event der Saison
2011 harte Arbeit dar.

Kevin Strijbos    

Rund 18.000 Fans verfolgten von den Hängen aus die Rennen und sahen Suzuki-Pilot Strijbos, der in den beiden 35 Minuten und zwei Runden langen Rennen nach sehr guten Starts eine tolle Pace vorlegte. Der zweimalige Vize-Champion auf Suzuki war schnell, wenngleich nicht schnell genug, um Xavier Boog im ersten und Jonathan Barragan im zweiten Umlauf in Bedrängnis zu bringen. Lediglich die Platzierung im zweiten Lauf sorgte für den vierten Gesamtplatz. Dieses Ergebnis war dennoch das beste, seitdem er für die letzten vier WM- Runden dieses Jahres ins Werksteam aufgerückt ist.

Cody Cooper kämpfte sich tapfer durch Dunst und Staub die Berge hinauf und holte sich mit den Plätzen 16 und 19 sowie Gesamtrang 20 seine ersten WM-Punkte.

Nach einer ereignisreichen Saison für das Team Rockstar Energy Suzuki World MX1 wurde Clement Desalle in der MX1-Endwertung Dritter, obgleich der Belgier an den drei letzten WM- Runden wegen einer Schulterverletzung nicht mehr teilnehmen konnte. Steve Ramon ist 14., erholt sich jedoch immer noch von seinen Verletzungen, die er bei der elften WM-Runde in Lommel davongetragen hatte. Kevin Strijbos beendete das Jahr auf der Suzuki RM-Z450 als Zehnter und vertritt sein Land nun kommende Woche beim Motocross der Nationen in St. Jean d’Angely.

Kevin Strijbos:

"Ich bin heute gut gefahren, bin aber etwas niedergeschlagen, da es nicht fürs Gesamtpodest gereicht hat. Ich kam im ersten Rennen gut aus dem Startgatter, war dann aber etwas abgeschlagen. Dennoch bahnte ich mir meinen Weg zu Platz drei, und kurzzeitig konnte ich sogar Boog um Platz zwei angreifen. Doch dann fühlte ich mich etwas müde und zog zurück. Ich weiß nicht, was beim zweiten Start passiert ist. Ich glaube, das Hinterrad hat durchgedreht.Ich fuhr das ganze Rennen über im Glauben, auf Platz drei zu liegen, und so war es enttäuschend, am Ende doch nicht auf dem Podest zu sein.“


Cody Cooper:

"Wie ich bereits letzte Woche sagte, war es eine knifflige Entscheidung, zu kommen und diese Grand Prix zu bestreiten, denn ich wusste, dass ich mich nicht in allerbester Form befinde. Doch nun reise ich mit guter Ausdauer nachhause, so viel ist sicher. Im zweiten Lauf hatte ich einen guten Start, denn das Motorrad hat viel Leistung, und aus dem Startgatter heraus ging es einfach toll. Vom Rennen zuvor war ich etwas müde, doch ich gab mein Bestes. Ich bin dem Team wirklich dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und bin froh, dass ich mich dafür entschieden habe.“

Zecchina holt Zweitakt-Titel:

Der Italiener Simone Zecchina holte sich bei seinem Heim-Event in Fermo am vergangenen
Wochenende den Titel in der 125er-Zweitakt-Europameisterschaft EM-X125. Trotz eines gebrochenen Fingers fuhr der 17-Jährige auf seiner Suzuki RM125 im ersten Lauf am Samstag auf Rang fünf – genug, um sich den Titel vor Tom Gajser zu sichern.

Zecchina, der in diesem Jahr auch drei Grand Prix auf der werksunterstützten Suzuki RM-Z250 für das Team Suzuki Europe MX2 als Ersatz für Valentin Teillet bestritt, gewann drei von zwölf Läufen und landete neun Mal in den Top drei im zweiten Jahr der Serie, die parallel zur FIM Motocross Weltmeisterschaft ausgetragen wird. In Fermo wurde er Gesamtdritter. Der Schweizer Jeremy Seewer wurde in der Endabrechnung Dritter.


Simone Zecchina:

"Mein gebrochener Finger bereitete mir etwas Sorge, und ich wusste nicht, wie gut ich hier würde fahren können. Aber natürlich bin ich extrem glücklich, den Titel gewonnen zu haben. Jetzt kann ich die Saison Revue passieren lassen. Es lief in vielfältiger Weise gut, und jetzt bin ich bereit für den nächsten Schritt.”

Text und Fotos: SUZUKI PRESSEDIENST


10.09.2011 

Cairoli nicht am Start in Fermo

Wie das Management von KTM heute bekannt gab wird Antonio Cairoli nicht beim letzten Lauf in Fermo, Italien an den Start gehen.

 

Grund dafür ist der Tod von Antonio´s Mutter Paola die bereits seit längerem schwer krank gewesen ist, zwar hatte sich Ihr Zustand in den letzten Wochen etwas verbessert doch während der letzten Woche gab es für Sie einen schweren Rückschlag.  Aus Respekt, und angesichts der Trauer der Familie Cairoli hat das Management von KTM und Red Bull Teka KTM Factory Racing Team den Start für den neuen und alten Weltmeister abgesagt. Anhand der traurigen Umstände ist es nur Menschlich Antonio bei seiner Familie zu lassen, so der Vorstand.
Das Management des Unternehmens und die gesamte KTM International Familie spricht ihr tiefstes und aufrichtiges Beileid an Antonio und seiner Familie aus.

Die Beerdigung findet am 10. September um 17:00 Uhr statt.

     

Auch wir von Motocross-Aktuell sprechen unser aufrichtiges Beileid an die Familie Cairoli aus.

Text: MCA Fotos: KTM


09.09.2011 

Chad Johnson startet in Schwabhausen und Holzgerlingen

U.S. Profi Chad Johnson gibt im September ein Gastspiel in der Deutschen Cross Country Meisterschaft (GCC) und in der ADAC MX Masters Serie. Der zweifache AMA Arenacross-Meister startet wie bereits in der letzten Supercross-Saison für das Thüringer Kawasaki Elf Team Pfeil.
Johnson klassierte sich beim Stuttgarter Supercross im November auf Anhieb als Gesamtdritter. Auf die Deutschland-Premiere folgten zwei weitere Starts in Chemnitz und München, bevor sich Johnson von Januar bis März 2011 der U.S. Arenacross-Meisterschaft widmete.

 

Der 28-jährige beendete die dortige Saison als Dritter. Jetzt nimmt der sympathische Familienvater aus Wisconsin erstmals einen Lauf der GCC sowie das Finale der führenden deutschsprachigen MX-Serie unter die Räder. Und wie kam es dazu?
Chad Johnson: "Ich habe Teamchef Harald Pfeil erzählt, dass ich zu Hause gerne Cross Country Rennen fahre. Ich mag diese Art von Wettbewerb sehr. Im Gelände zu fahren genauso wie die im Vergleich zu Arenacross langen Distanzen. Ich liebe eben Motorradrennen: Motocross, Supercross, Cross Country, Arenacross. Jetzt freue ich mich riesig, erneut fürs Team Pfeil zu starten. Die Jungs sind klasse, sehr professionell und ich hatte beim Supercross viel Spaß. In Europa zu fahren ist etwas Besonderes und Rennen sind immer eine gute Vorbereitung. Die Arenacross-Serie zu Hause startet dieses Jahr schon Ende Oktober."

Chad Johnson    

Harald Pfeil freut sich über den Coup: "Wir suchten nach einer Möglichkeit, die brandneue 2012er KX450F im Renneinsatz zu promoten. Der Terminkalender und der Kontakt zu Chad, da mussten wir was draus machen.
In den Staaten fährt er eher regionale Cross Country Meisterschaften, jetzt bringen wir ihn zurück nach Deutschland. Wir im Team sind sehr gespannt, wozu er im Stande ist. Wir machen keinen Druck, wollen einfach Spaß haben und dem neuen Bike eine Plattform bieten. In Schwabhausen werden wir außerdem mit Boris Maillard starten."

Text und Fotos: Kawasaki Elf Team Pfeil


08.09.2011 

Siegl und Heidecke mit starker Performance – Siegl holt vierten Tagessieg in Folge

Als souveräner Tabellenleader reiste Daniel Siegl zur vierten und damit vorletzten Veranstaltung der Deutschen Motocross Meisterschaft der Kategorie MX2 nach Thurm. Beim 15. ADMV Motocross „An der Lindenallee“ traten neben Siegl auch dessen Teamkollegen Angus Heidecke und Ron Noffz aus dem Kalli-Racing Team in Sachsen an. Bereits im Qualifikationstraining untermauerte Siegl seine Titelambitionen eindrucksvoll. Mit knapp einer halben Sekunde Vorsprung auf den ersten Verfolger stellte er die Kalli-KTM überlegen auf die Pole-Position. Angus Heidecke zeigte sich bei optimalen Strecken- und Witterungsbedingungen ebenfalls in Bestform und glänzte auf Rang zwei seiner Qualifikationsgruppe. Ron Noffz komplettierte das sehr gute Teamresultat als Sechster und verschaffte sich ebenfalls eine gute Ausgangsposition am Startgatter.

 

In den Wertungsläufen fuhr Daniel Siegl dann siebenundvierzig von fünfzig möglichen DM-Punkten ein und baute seine überlegene DM-Führung damit weiter aus. Im ersten Lauf, nach einem actionreichen Rennen noch knapp geschlagen auf Rang zwei im Ziel, demonstrierte der Flurstedter seine ganze Klasse mit einem souveränen Laufsieg im zweiten Race. In der Saison 2011 holte der 27-Jährige damit zum vierten Mal den Tagessieg in der Deutschen Motocross Meisterschaft der Kategorie MX2 und behauptete seine weiße Weste eindrucksvoll. Fünf Laufsiege sowie dreimal Rang zwei sprechen eine deutliche Sprache und sorgen dafür, dass Siegl Mitte Oktober mit einem Vorsprung von achtundvierzig Zählern ins DM-Finale nach Lugau ins Erzgebirge reist.

Daniel Siegl    

Hatte der erste Lauf für Angus Heidecke mit einem nicht gerade optimalen Start eher bescheiden begonnen, so zeigte sich der Sandersdorfer in Thurm trotzdem bestens aufgelegt und konnte seine starke Performance aus dem Zeittraining auch in den Rennläufen umsetzen. Nach dem Start im ersten Rennen noch ausserhalb der Top-10platziert, arbeitete er sich konstant nach vorne und finishte im Ziel als Fünfter. Der zweite Start war dann um Welten besser, Heidecke konnte sich sofort im Spitzenpulk einreihen. Im Schlepptau von Siegl ging es auf Rang zwei und beide Kalli-Piloten dominierten das Geschehen souverän von der Spitze aus. Die schwarz-weiß karierte Flagge sah der 21-Jährige dann auf Rang zwei. Das bedeutete in der Tageswertung ebenfalls Rang zwei. Damit stand ein weiterer Doppelsieg für die beiden ambitionierten Kalli-Piloten zu Buche. Im DM-Stand behauptete sich Heidecke auf Rang sechs, konnte aber mit achtunddreißig eingefahrenen Punkten den Rückstand auf die Top-5 deutlich verringern und hat noch alle Chancen auf eine Verbesserung beim DM-Finale in Lugau.

Für Ron Noffz lief es in den Wertungsläufen nicht wirklich nach Wunsch. Dabei war der Greifswalder gut in den ersten Lauf gestartet und kämpfte tapfer in den Top-10. Dann aber musste er seiner etwas harten Fahrweise Tribut zollen, fiel bis auf Rang zehn zurück und blieb so hinter dem selbst gesteckten Ziel. Im zweiten Lauf stand am Ende nur Rang zwölf zu Buche und enttäuscht zog Noffz Fazit: „Das war eindeutig zu wenig. Im zweiten Lauf habe ich mich einfach nur leer gefühlt und konnte gar nicht mehr attackieren. Schon in ersten Lauf hatte ich Probleme, ich muss meine Fahrweise bei diesen harten Streckenbedingungen einfach noch optimieren um bessere Resultate einzufahren. Es frustriert mich enorm, denn das Team leistet perfekte Arbeit und mein Bike ist echt klasse.“

Text:Ulf Simon Fotos: Lars Neumann


08.09.2011 

Mike Hartmann auf dem Podium - 3. Platz nach staubigen Rennverlauf
 
Am vergangenen Wochenende fand in Schefflenz im Odenwald, das fünfte Rennen der German Cross Country Rennserie statt. Wieder musste ein 2-stündiges Rennen auf einem ca. 8 min langen Motocross- und Enduro-Rundkurs absolviert werden. Mit perfekt vorbereiteter Husaberg 250 2-Takt reiste man erst am Samstag gegen Abend nach Schefflenz und kam erst in der Dunkelheit an, wo Mechaniker Ingo Fimpel bereits wartete. Es wartete auf Mike Hartmann die übliche harte Konkurrenz, wie der Meisterschaftsführenden Pauolo Goncalves, Dennis Schröter oder der Tscheche Kulhavy und Chrissi Weiß….

„Ich fühl mich fit und freu mich, dass es morgen wieder losgeht! Wir sind top vorbereitet! Allerdings gabs für unser Teamfahrzeug nur ein Parkplatz neben dem Festzelt! Deshalb fahren wir jetzt wieder aus dem Fahrerlager raus, denn die Musik ist uns zu laut hier. Morgen früh noch die Strecke inspizieren und dann geht´s los! Aber es wird wohl staubig werden, egal, das sind wir ja gewöhnt“, so ein grinsender Mike am Samstagabend!

 

Am Sonntag hat sich Mike mit seinem Team dann bei den Rennen, die morgens stattfanden, die Strecke genau eingeprägt! „Die Strecke gefällt mir super gut und eine Rundenlänge von 8 min ist auch super, aber der Staub wird uns zu schaffen machen.“, resümierte Mike bereits am Sonntagvormittag Punkt 14.30 Uhr war es dann soweit, der Start der Profi-Klasse und diesmal war es nicht Mike Hartmann, der den Start gewann! Er wurde am leider Start direkt durch das Feld nach hinten gereicht und fand sich am Ende der ersten Runde auf Platz 5 wieder. Der Start wurde diesmal von den TM-Fahrern Weiss und Kulhavy gewonnen. Goncalves auf Platz 3 und Schröter auf
Platz 4. Mike versuchte sofort Druck nach vorne aufzubauen, aber er fand überhaupt keinen Rhythmus auf der staubigen und teils schwierigen Strecke. Zudem verschafften sich die vorderen Fahrer, durch bessere Sicht einen Vorsprung. Jeder Fahrer versuchte eigentlich im losen Boden, beim Beschleunigen möglichst viel Staub aufzuwirbeln, um die nachfolgenden
auf Distanz zu halten. Nach 45 Minuten konnte Mike endlich seine Linien fahren und kam super zurecht. Er konnte auf seine Husaberg den Protugiesen Goncalves und Chrissi Weiß überholen und profitierte
auch von den Stürzen von Kulhavy und Schröter. Somit fuhr Mike Hartmann dann, vor seinem Tankstopp auf Platz 2. Goncalves konnte sich mittlerweile an die Spitze setzen und Weiß fiel auf Rang 3 zurück. Chrissi Weiß überholte Mike Hartmann, dann wiederum in der Zeit wo der zum Tanken in die Box kam und Mike fiel somit auf Platz 3 zurück. Er konnte noch Meter auf Chrissi Weiß gut machen.... aber mehr als der 3. Rang, und somit Podium, war nicht drin.

Mike Hartmann    

„Es war ok, Podiumsplatz! Aber zufrieden bin ich nicht mit mir. Goncalves war wieder sehr stark, und da er keinen Boxenstop machte, ist er auf Hartboden das Maß der Dinge in der GCC. Zum ersten Mal fuhr ich wieder ohne Oberschenkelbrennen.  Mein Ziel bleibt trotzdem ein Sieg in der GCC! Aber ich lerne jedes mal dazu und es macht
weiterhin sehr viel Spaß in der GCC zu fahren. Am kommenden Wochenende geht´s zur Enduro DM nach Dachsbach. Ich freu mich, dass es da weiter geht, mein Ziel ist definitiv meinen 8. Titel einzufahren! Und dafür arbeite ich momentan sehr hart!!!“, resümierte Mike Hartmann sein Wochenende

Text und Fotos: Christoph Weichert


05.09.2011 

Tolle Leistung beim Heim-Grand Prix

Marcus Schiffer fährt beim MX1 WM-Lauf in Gaildorf auf einen hervorragenden elften Platz.


Beim zweiten Grand Prix in Deutschland präsentierte sich Marcus Schiffer vor 22.000 Fans in glänzender Form. Trotz heißem Wetter und knochentrockener Strecke fuhr der Deutsche mit den Rängen 13 und zwölf sein bisher bestes Ergebnis in der laufenden MX1-Weltmeisterschaft nach Hause.

 

Schon im Qualifikationsrennen am Samstagnachmittag fühlte sich der Frechener auf seinem gelben Renner vom Team Suzuki International Europe sichtlich wohl und ließ mit Rang 13 einige Werkspiloten hinter sich. Der Start zum ersten Rennen klappte wunderbar, und Schiffer beendete die erste Runde auf Rang sechs.

Ein kleiner Fehler kostete ihn ein paar Plätze, aber mit Rang 13 zeigte sich Schiffer durchaus zufrieden. Im zweiten Durchgang kam der 24-Jährige nicht ganz so gut ins Rennen, konnte sich aber um einige Plätze verbessern und schließlich den zwölften Platz auf seinem Konto verbuchen lassen.

Skip mit toller Leistung in Gaildorf    

Marcus Schiffer:

"Ich bin zufrieden mit meinem Auftritt. Wenn man bedenkt, dass mir Strecken mit so hartem Boden wie in Gaildorf eigentlich gar nicht liegen, war das wirklich ein schöner Erfolg. So langsam aber sicher komme ich wieder in die Form, die ich schon vor meiner Verletzung hatte. Mein Tempo ist zwischenzeitlich wieder gut, das habe ich in Gaildorf in den Rennen mehrmals gesehen. Aber ich habe noch Probleme, den Speed auch über mehrere Runden zu halten. Es ist schwierig nach einer Verletzungspause, das Training wieder genau richtig zu dosieren. Aber Gaildorf war auf jeden Fall ein positiver Meilenstein auf dem Weg nach vorne. Ich komme immer besser in Form und werde bis zur Mannschafts-WM und zum Masters-Finale in Holzgerlingen hoffentlich wieder richtig fit sein."

Nächstes Rennen: 11.09.2011 MX1-WM in Fermo/I

Text und Fotos: SUZUKI PRESSEDIENST


05.09.2011 

Kawasaki Team Green - FÜNF FAHRER IN DEN TOP ACHT

Auf der Zielgeraden der Deutschen Motocross Meisterschaft Klasse MX2 läuft es nicht wie erhofft für das Thüringer Kawasaki Elf Team Pfeil. Der mehrfache Deutsche Meister Filip Neugebauer klassiert sich in Thurm als Vierter, seine Teamkollegen belegen geschlossen die Ränge fünf bis acht.

 

Neugebauers Titelchancen vor dem Finale sind weiter gesunken, nachdem Hauptkonkurrent Daniel Siegl erneut zum Sieg fahren konnte. Neugebauer erzielt die Ränge acht und drei, und bleibt damit in der Meisterschaft auf Tabellenplatz zwei.

Kevin Wouts folgt dem Tschechen auf der sächsischen Strecke auf dem Fuß.
Der Belgier, weiterhin Dritter in der MX2 DM, quält sich mit einer schmerzhaften Handverletzung. Wouts zeigte in Thurm als Fünfter erneut Kämpferqualitäten, wird aber nächstes Wochenende pausieren.

Filip Neugebauer    

Die beiden Teenager Boris Maillard (6.) und Stephan Büttner (7.) stärkten genauso die Kawasaki-Phalanx wie Florent Richier (8.). Der Franzose konnte den ersten Lauf vor Siegl gewinnen, musste aber im anschliessenden zweiten Rennen vorzeitig mit Blasen an den Händen ins Fahrerlager abdrehen.
Richier will nächsten Sonntag Deutscher Meister der Klasse Open werden, da galt es Prioritäten zu setzen.

Die langjährigen Teamfahrer Hannes Richter und Sebastian Schöffel klassierten sich ebenfalls in den Top 15.

Teamchef Harald Pfeil: „Der Titel ist normalerweise weg. Wir haben in der Breite eine gute Leistung gezeigt, mit sieben Piloten unter den ersten 14, aber unser Anspruch ist höher. Nächstes Wochenende kann Florent aus eigener Kraft Meister werden, das ist das Ziel. Seine Hände sind mit Blasen übersät, deswegen ist er rausgefahren.“

Nächster Lauf und Finale: 09.10.2011 in Lugau

Text und Fotos: Kawasaki Team Green


04.09.2011 

Ken Roczen ist Weltmeister: Gaildorf schreibt Motocross-Geschichte

„Auf der Wacht“ wurden am Wochenende drei Weltmeister und ein Europameister gekürt
Gaildorf – „Die letzten beiden Runden waren die längsten meines Lebens.“ Die Stimme des 17-jährigen Thüringers Ken Roczen zittert noch ein wenig, als er das Rennen Revue passieren lässt, das ihn am heutigen Sonntag zu einem historischen Sieg verhalf. Ken Roczen ist der erste deutsche Motocross- Weltmeister seit 43 Jahren. Er tritt damit in die Fußstapfen von Paul Friedrichs. Der MC Dynamo Erfurt- Pilot sicherte sich letztmals 1968 einen WM-Titel. Insgesamt war Friedrichs dreifacher Titelträger in der 500 ccm-Klasse und war bis heute der einzige Motocross-Weltmeister Deutschlands.

 

Jetzt hat Motocross-Deutschland einen neuen Helden. Einen sympathischen jungen Ausnahmesportler,
der das Unmögliche möglich gemacht hat. „Das ist total verrückt, ich bin total gerührt. Ich habe geweint wie ein Baby“, sagt Roczen. Jetzt versuche er sich zu beruhigen und sich auf den letzten WM-Lauf im italienischen Fermo zu konzentrieren. „Das ist natürlich der schönste Moment in meiner Karriere. Es ist ein tolles Gefühl, im eigenen Land Weltmeister zu werden. Das ist das Beste was einem passieren kann.“ Er habe in dieser Saison viele Hochs und Tiefs gehabt, aber dieser Moment heute sei der absolute Höhepunkt. In den letzten Runden des zweiten Durchgangs sei ihm so viel durch den Kopf gegangen. „Ich wollte keinen Fehler machen und möglichst wenig an den Weltmeistertitel denken. Als ich dann aber über die Ziellinie gefahren bin, ist alles über mich hereingebrochen.“

     

Roczen war aber nicht der einzige, den Emotionen übermannten. 22.000 Fans – ein Besucherrekord für den MSC Gaildorf – waren am Wochenende bei hochsommerlichem Wetter ins Schwäbische
gekommen, um die deutschen Fahrer anzufeuern. Und nicht wenigen standen Tränen in den Augen als feststand, dass Roczen sich vorzeitig den Weltmeistertitel in der MX2-WM gesichert hat. Der Kampf um diesen Titel war ein wahrer Motocross-Krimi und wäre wohl ohne die unbeabsichtigte Schützenhilfe des britischen Piloten Tommy Searle nicht möglich gewesen. Dessen Sieg im zweiten Durchgang kostete Roczens härtestem Konkurrenten Jeffrey Herlings aus den Niederlanden nämlich den entscheidenden Punkt. Im ersten Lauf war Roczen Erster vor Searle und dem Schweizer Arnaud Tonus. Herlings wurde Fünfter und verlor damit im Titelrennen wertvolle neun Zähler. In der zweiten Runde aber dominierte der Niederländer das Rennen und die Hoffnungen auf einen vorzeitigen WM-Titel für Roczen schienen ausgeträumt. Hätte Herlings das Rennen gewonnen, hätte Roczen ein Zähler auf den vorzeitigen WMTitel gefehlt. Durch Searles Abschneiden war diese Gefahr allerdings gebannt. Der Engländer freut sich für Roczen: „Ich hatte wohl noch nie so viele deutsche Fans. Ich fühlte mich, als wäre ich der deutsche Star. Ken Roczen hat diesen Titel mehr als verdient.“

Searle sicherte sich mit einem zweiten und einem ersten Platz auch die MX2-Tageswertung des
„Großen Preis von Europa“ vor Ken Roczen (Platz 1 und 3) und Jeffrey Herlings (Platz 5 und 2). Dennis Baudrexl, der einzige weitere Deutsche neben Roczen in dieser Klasse, wurde insgesamt 24.

 

Roczens Weltmeister-Titel war aber nicht der einzige, der an diesem Wochenende in Gaildorf vergeben wurde. Der Italiener Antonio Cairoli wurde ebenfalls vorzeitig zum Weltmeister in der Königsklasse MX1 gekrönt. Er ist damit fünfacher Motocross-Weltmeister – zwei Mal in der MX2 und drei Mal in Folge in der
MX1. Die Tageswertung in Gaildorf allerdings gewann der Russe Evgeny Bobryshev vor dem Franzosen Xavier Boog und Antonio Cairoli. Der Deutsche Max Nagl wurde Gesamt-Siebter und steht damit im WM-Klassement weiterhin auf Position vier. Nagl hat damit beste Chancen, sich beim letzten WM-Lauf im italienischen Fermo am kommenden Wochenende noch Platz drei im Gesamtklassement zu sichern.

     

In der EMX2 dürfen die Franzosen einen Dreifach-Triumph feiern. Der Franzose Romain Febvre sicherte sich den Titel des Europa-Meisters vor seinen Landsmännern Dylan Ferrandis und Charles Lefrancois. Bester Deutscher wurde Dennis Ullrich aus Rammingen auf Platz elf.
In der Veteranen-Klasse fiel bereits am gestrigen Samstag die Entscheidung in der Welt-Meisterschaft. Den Titel in dieser Klasse holte sich der Belgier Pascal Bal vor dem Briten Philip Mercer und dem Spanier Alfredo Camps. Bester Deutscher in der Meisterschaft ist Stefan Dirnhofer aus Krün auf Rang 26.

Stimmen zum „Großen Preis von Europa“

Ralph Schweda, Vorsitzender des MSC Gaildorf: „Jeder Skepsis zum Trotz haben wir eine
Veranstaltung auf die Beine gestellt, die Ihresgleichen sucht. Alles hat gepasst, wir sind super zufrieden und freuen uns über den Besucherrekord und die vier Meistertitel. Das Sahnehäubchen ist natürlich der MX2-Weltmeistertitel von Ken Roczen. Es ist ein Traum, dass hier in Gaildorf gleich vier Entscheidungen gefallen sind. Es wurde Motocross-Geschichte geschrieben. Jetzt werden wir die Veranstaltung Revue passieren lassen, 2012 wird es aber keinen WM-Lauf geben. Wir richten im kommenden Jahr das ADAC MX Masters aus, sind aber positiv gestimmt was einen weiteren WM-Lauf eventuell 2013 angeht. 2013 veranstalten wir unser 50. Motocross-Rennen und so eine WM könnte das Rennen zu etwas Besonderem machen. Wir gratulieren Ken Roczen zu seinem Weltmeister-Titel und freuen uns mit ihm. Er hat uns an diesem Wochenende Gänsehaut beschert.“

Marcus Schiffer, MX1 WM-Pilot aus Frechen: „Was besseres als Ken Roczens Weltmeister-Titel kann
dem deutschen Motocross-Sport nicht passieren. Ich habe mit Ken gezittert, ich hatte Gänsehaut und
Herzklopfen und habe am Ende auf Tommy gehofft.“

Björn Brüggemann, Motorsportmanagement Red Bull Deutschland: „Das war für uns natürlich
extrem spannend und der Wahnsinn, dass Ken Roczen daheim vor eigenem Publikum diesen Titel holt. So emotional haben wir Ken noch nie gesehen. Ken hat uns oft schon überrascht und das ist ihm auch heute gelungen. Wir werden ihn weiter unterstützen, auch wenn er jetzt in die USA geht. Helmut Wahl wird dort mit ausgebreiteten Armen auf ihn warten. Der Kreis schließt sich damit wieder, denn Wahl hat Ken Roczen damals zu Red Bull geholt. Heute gibt es noch ein kleines BBQ, groß gefeiert wird aber erst beim WM-Finale in Fermo am kommenden Wochenende.“

Ilona Beirer aus Simbach (Ehefrau von KTM Sportchef Pit Beirer): „Wir haben natürlich Jeffrey
Herlings und Ken Roczen die Daumen gedrückt, da sie ja Teamkollegen sind. Das ganze Team war total nervös und sehr emotional. So einen Titel daheim zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes und Pit hat ja zu Gaildorf auch eine besondere Beziehung. 1999 zerschlugen sich hier für ihn die Hoffnungen auf seinen Weltmeistertitel.“

Stefanie Laier, vierfache deutsche Weltmeisterin im Motocross: „Ich war von der Atmosphäre in
Gaildorf begeistert. Ich spreche aus Erfahrung, was das Publikum und die unbeschreibliche Stimmung
betrifft, wenn deutsche Fahrer um einen internationalen Titel kämpfen. Die große Weltmeisterfeier von KTM steigt aber erste nächste Woche beim letzten Rennen der Saison in Fermo.“

Oli Maisch (drei Jahre lang Kens Mechaniker): „Ich habe seinen Weg zum Weltmeister-Titel Schritt
für Schritt mitverfolgt. Das war ein unglaubliches Gefühl für mich, hier an der Strecke zu stehen und mit mehreren tausend Fans mitzufiebern. Gänsehaut und ein Kribbeln im ganzen Körper – nach Kens
Leistung in den letzten Monaten hat er den WM-Titel absolut verdient. So ein Ereignis muss man einfach miterleben.“

Elke Rommel von KTM Scott Racing: „Kens Erfolg freut mich riesig. Immerhin hat er letztes Jahr
einfach Pech gehabt und den Titel dieses Jahr auch durch seine sportliche und faire Fahrweise definitiv verdient.“

Sylvia van Uden aus Holland ist mit ihrer Schwester extra nach Gaildorf gereist, um ihren Favoriten
Jeffrey Herlings anzufeuern:
„Das erste Rennen war für uns schon total spannend. Beim zweiten wurde das Publikum jedoch noch aufgeregter und an der Rennstrecke herrschte eine unglaubliche Stimmung. Obwohl Jeffrey nicht Weltmeister wurde und er Ken den Vortritt lassen musste, freuen wir uns für den Deutschen.“

Armin Junginger aus Heidenheim: „Ken war nicht mein klarer Favorit. Ich bin selbst jahrelang
Motocross gefahren und finde, dass das Wochenende in Gaildorf perfekt ablief. Spannungsgeladene
und abwechslungsreiche Wettkämpfe wurden auf der Strecke ausgetragen. „Es ist einfach was anderes, wenn ein Deutscher bei einer Weltmeisterschaft im eigenen Land gewinnt.“

Text:Marion Englert Fotos: Matthias Schwarz


04.09.2011 

Ken Roczen ist Weltmeister

Motocross-Deutschland steht Kopf. Ken Roczen, der dem MSC Teutschenthal angehört, ist Weltmeister. In zwei spannenden Rennen holte sich der 17-Jährige aus Mattstedt bei Apolda beim Grand Prix of Europe in Gaildorf (bei Schwäbisch Hall) am heutigen Sonntag, dem 4. September 2011, die nötige Punkte, um die Motocross-Weltweltmeisterschaft 2011 in der MX2-Klassen (250ccm) vorzeitig für sich zu entscheiden. Nach 43 Jahren geht damit wieder einen Motocross-Weltmeisterschaftstitel nach Deutschland. Joachim Jahnke, Klubchef des MSC Teutschenthal: „Wir sind im Klub überglücklich und gratulieren auf das herzlichste. Ken hat gerade auch in Gaildorf wieder eine unglaubliche Leistung gezeigt. Er ist verdient unser neuer Weltmeister.“

 

Mit 635 Punkten ist Ken Roczen vor dem letzten WM-Lauf am nächsten Wochenende in Italien aufgrund der höheren Anzahl an Grand-Prix-Gewinnen nicht mehr vom Spitzenplatz zu verdrängen. Der Niederländer Jeffrey Herlings, wie Roczen im Red Bull Teka KTM MX2-Team, folgt mit 585 Punkte im Gesamtklassement auf Rang zwei vor dem Grand-Prix-Gewinner dieses Wochenendes, dem Briten Tommy Searle (526 Punkte). „Es ist unglaublich. Zweieinhalb Jahre habe ich jetzt darauf hingearbeitet. Ich kann nur allen danken, die mich dabei unterstützt haben. Es war ein unglaubliches Jahr. Ich bin hin und weg“, so Ken Roczen unmittelbar nach den heutigen Rennen.

     

Der neue Weltmeister krönt mit dem Titel eine sehr beeindruckende Karriere - trotz seines noch jungen Alters. So war Roczen 2004 als Zehnjähriger in der Deutschen Jugend Cross Meisterschaft bereits der jüngste deutsche Meister aller Zeiten. 2007 holte der Thüringer die Jugend-Weltmeisterschaft in der 85ccm-Klasse. Titel in der Internationalen Deutschen Meisterschaft folgten. 2009 dann der Einstieg in die MX2-Weltmeisterschaftsserie, die er aufgrund seines jungen Alters noch nicht komplett mitfahren konnte. Unvergessen der erste Grand-Prix-Sieg, der Roczen 2009 bei seinem Heim-GP im „Talkessel“ von Teutschenthal gelang. Im vergangenen Jahr beendete er die WM-Serie mit dem Vize-Titel. Nun also die Krone – ein schönes Abschiedsgeschenk an alle deutschen Motocross-Fans, denn Ken Roczen wird im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich in den USA fahren. Zuvor wird der neue MX2-Weltmeister allerdings noch beim Motocross der Nationen Mitte September in Frankreich die deutschen Farben vertreten. An seiner Seite dann mit Marcus Schiffer ein zweiter Fahrer, der dem MSC Teutschenthal angehört. Max Nagl wird das Team komplettieren.


Rückblick - Letzter deutscher Motocross-Weltmeister war Paul Friedrichs, der heute in Erfurt lebt. Friedrichs holte sich 1966 auf einer Zweitakt CZ dem WM-Titel in der 500ccm-Klasse und konnte ihn 1967 und 1968 zwei Mal erfolgreich verteidigen.

Ergebnisse aus Gaildorf

MX1 Lauf1 - MX1 Lauf2 - MX2 Lauf1 MX2 Lauf2

Text:MSC Teutschenthal Fotos: Youthstream


03.09.2011 

Weltmeistertitel rückt in greifbare Nähe: Ken Roczen holt sich die Pole-Position
Bei den Veteranen ist die Entscheidung bereits gefallen: Der Belgier Pascal Bal ist Weltmeister

Hochsommerliche Temperaturen und mehrere tausend Zuschauer bildeten die Kulisse für den ersten Tag der FIM Motocross-Weltmeisterschaft im schwäbischen Gaildorf. 160 Fahrer aus 29 Nationen standen "Auf der Wacht" am Start. In der MX2-Klasse (250ccm) bewies der Thüringer Ken Roczen Nervenstärke und sicherte sich in der vorletzten Runde des Qualifikationsrennens die Pole- Position. Eine Kampfansage an seinen härtesten Konkurrenten in der Weltmeisterschaft, Jeffrey Herlings aus den Niederlanden.

 

Allerdings wird Roczen am Sonntag kein volles Risiko eingehen. "Klar wäre es schön, hier in Gaildorf den Titel zu gewinnen, aber ich werde es nicht erzwingen. Ich bin in dieser Hinsicht total entspannt." Roczens Teamkollege Herlings, der das Qualifikationsrennen von Runde zwei an dominiert hatte, rollte als Zweiter über die Ziellinie. "Strecken wie diese hier in Gaildorf
sind nicht meine Spezialität", sagte er. Dennoch bleibe er gelassen. "Ich habe hier nichts zu verlieren, der Druck lastet auf Kens Schultern." Als Dritter darf sich am morgigen Rennsonntag der Franzose
Gautier Paulin seinen Startplatz aussuchen. Paulin liegt in der Meisterschaftswertung auf Rang vier mit 54 Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Tommy Searle aus Großbritannien, der sich als Vierter
qualifizierte.

     

Dennis Baudrexl aus dem oberbayerischen Beuerberg, der neben Roczen der einzige Deutsche im MX2-Starterfeld ist, beendete das Qualifikationsrennen als 25.

In der Königsklasse, der MX1 (450ccm), lief es aus deutscher Sicht nicht wie geplant. Der amtierende Vize-Weltmeister Max Nagl konnte das Qualifikationsrennen nicht beenden. Auf Position sieben liegend verbauten ihm Probleme mit seinem Reifen die Chance auf einen guten Startplatz. "Ich hatte ein gutes Rennen und einen guten Rhythmus auf der Strecke gefunden. Mir ist das noch nie passiert, dass ich im Rennen einen Reifen verliere." Die Pole-Position war überraschenderweise eine eindeutige Sache für den Franzosen Christophe Pourcel. Er setzte sich schon kurz nach dem Start vom Verfolgerfeld ab und überquerte als Erster vor dem Weltmeisterschaftsführenden Antonio Cairoli aus Italien und dem Russen Evgeny Bobryshev die Ziellinie. Pourcel lehnte sich bei der Pressekonferenz im Anschluss an das Rennen allerdings nicht zu weit aus dem Fenster: "Ich hatte einen guten Start und habe schnell die für mich ideale Linie gefunden. Wir werden sehen, wie es morgen wird." Zurückhaltend blieb auch der Italiener Cairoli. "Die Strecke hier in Gaildorf gehört nicht zu meinen Favoriten, aber natürlich will ich den Weltmeister-Titel gewinnen und das wird ein hartes Rennen morgen." Er werde aber kein Risiko eingehen.

Bester Deutscher im Starterfeld der MX1 war der Nordrhein-Westfale Marcus Schiffer. Er beendete das Qualifikationstraining als 13. "Es ist schön, hier vor heimischem Publikum zu fahren, allerdings ist der Grand Prix für mich nur noch ein Training für das Motocross der Nationen und für das ADAC MX Masters. Das Masters hat oberste Priorität für mich, da ich dort noch Meister werden kann." Grundsätzlich sei er aber zufrieden. "Die Strecke ist flüssig zu fahren und ich bin froh, dass die Saison wieder besser für mich läuft."

Die Lokalmatadoren Maik Schaller aus Rudersberg, Jens Voss aus Rosengarten und Skatty Bihlmaier aus Gaildorf beendeten die Qualifikation als 25., 31. bzw. 33.

In der EMX2 setzte sich der Drittplatzierte der Meisterschaft, der Franzose Dylan Ferrandis, gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich die Pole-Position vor dem Dänen Stefan Kjer Olsen und dem Franzosen Romain Febvre. Die Top-4 in der Meisterschaft liegen nur insgesamt 22 Zähler auseinander. Der bestplatzierte Deutsche war Dennis Ullrich aus Rammingen. Er wurde 15. Für Ullrich ist am morgigen Sonntag rein rechnerisch noch eine Top-10-Platzierung im Gesamtklassement der EMX2 möglich.

In der Veteranen-Klasse fiel bereits am heutigen Samstag die Entscheidung in der Meisterschaft. Den Titel in dieser Klasse holte sich der Belgier Pascal Bal vor dem Briten Philip Mercer und dem Spanier Alfredo Camps. Bester Deutscher in der Meisterschaft ist Stefan Dirnhofer aus Krün auf Rang 26.

Gaildorf ist seit 2005 erstmals wieder Ausrichter eines WM-Laufes. Die Strecke "Auf der Wacht" war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz für geschichtsträchtige Rennen und ist eine Art Schicksalsort für die deutsche Motocross-Szene. Dementsprechend waren viele Motocross-Liebhaber aus der ganzen Bundesrepublik nach Gaildorf gekommen. Für Petra und Bernd Hoßfeld aus Thüringen ist es der erste Besuch bei einem Motocross-Rennen in Gaildorf. Die Rennen vor Ort mitzuerleben, haben die beiden zu ihrem großen Hobby gemacht. Sie reisen seit vielen Jahren mit ihrem Wohnwagen zu den Motocross-Events durch ganz Europa. Und selbst für Motocross-Urgesteine wie Hubert Nagl, Vater von Max Nagl, ist es etwas Spezielles, wenn eine Weltmeisterschaft zu Hause stattfindet. Nagl senior ist starker Verfechter des klassischen Motorcross auf Naturstrecken, die es seiner Meinung nach leider immer weniger gibt. Fokus in Gaildorf liege bei ihm und der ganzen Familie selbstverständlich auf einer Podiumsplatzierung für Max.
Die Platzierungen der Fahrer ist allerdings nicht für alle Fans erstrangig. Tamara Maier und Anja Ohnewald aus Aalen gefallen vor allem der Streckenverlauf und die Möglichkeit für die Zuschauer, nahe an die Fahrstrecke heran zu kommen. "Von den umliegenden Wiesen hat man nahezu überall perfekte Sicht auf die Strecke und kann die Fahrer bei ihren spektakulären Rennen beobachten", sagen die beiden. Beifall findet das Layout von Gaildorf auch bei alteingesessenen Teamchefs wie Herbert Kosak von KTM. Für seinen Schützling Maik Schaller sei es "perfekt, bei der Weltmeisterschaft reinzuschnuppern und bei den ganz Großen mitzufahren". Lob für die Veranstaltung kommt auch von Paul Rowney, General Manager Marketing und Sales bei Suzuki. "Die Veranstalter haben das Beste aus der Strecke herausgeholt." Er setzt große Hoffnung in die deutschen Fahrer und erwartet beim großen Finale am Sonntag Erfolge der nationalen Piloten.

Der morgige Renntag beginnt um 8.30 Uhr mit den Warm-Ups aller Klassen. Die Rennen starten mit der EMX2-Klasse um 10.05 Uhr. Das große Finale in den Klassen MX2 und MX1 findet ab 12 bzw. 13 Uhr statt. An den Tageskassen gibt es noch Tickets.

Text: Marion Englert Fotos: Steve Bauerschmidt


31.08.2011 

1. HARDCROSS ENDURO IN AMTZELL am 27.08.2011
Mike Hartmann siegt in der Internationalen Klasse,


Mitten in Amtzell fand am Samstag, dem 27. August 2011 das 1. Amtzeller Hard-Cross-Enduro statt. Der MSC Amtzell wollte damit den Sport wieder zu den Menschen bringen, und wählte dafür ein Platz direkt im Ort Amtzell – nämlich den, wo schon vor Jahrzehnten Start/Ziel und Fahrerlager bei den Läufen zur Deutschen Enduromeisterschaft war. Die Stadtverwaltung war für dieses Event “Feuer und Flamme” und unterstützte den MSC Amtzell wo es ging, und so konnten viele Zuschauer spektakuläre Rennen verfolgen!

 

Mike Hartmann bereitete sich im Kieswerk seines Sponsors Xaver Kling, auf dem dortigen Extrem Test auf das Rennen vor. “Für solche Prolog –artigen Rennen eignet sich der HUSABERG 2-Takter hervoragend, deshalb bin ich mit diesem Motorrad ja auch im Winter bei der Indoor WM an den Start gerollt” , so Mike Hartmann über seine Vorbereitung. Nachdem das Team Hartmann erst Freitag spät nachts angereist ist, konnt man natürlich von der Strecke nicht mehr viel sehen! Zu allem Übel begann es dann in der Nacht auch noch heftig zu regnen. Es sollte also Bedingungen geben, die Mike Hartmann eigentlich sehr liegen, denn auf nassem Untergrund und bei schlammigen Verhältnissen fährt der HUSABERG Pilot gern.

     

Mit Vorläufen und Finals wurde dann der Sieger auf dem 800 m langen Rundkurs ermittelt. Dort wurden verschiedene Hindernisse aufgebaut: Autoreifen als Pyramide, Sprung mit Holzrampe, Steinfeld aus Felsen, Baumstämme quer, Baumstämme längs, Sandkurven mit Kabelsand, Wasserdurchfahrt und Schlammdurchfahrt, und zu guter letzt Autos, die von vorne nach hinten überberfahren werden mussten. Durch den Regen war natürlich alles nass, schlammig und teilweise extrem rutschig! Und dadurch, dass es kein Training gab, konnten sich die Piloten eigentlich erst in den Rennläufen auf den Kurs und die Hindernisse einstellen! Mike Hartmann startete in der stark besetzten, Internationalen Klasse und musste gegen Konkurrenten wie Chrissi Weiß, den Österreicher Rudi Pöschel oder auch gegen Stefan Geyer antreten. Mike´s Vorteil war, dass er sich mit diesen Extrem Enduro Kursen bestens auskennt, fuhr er doch im Winter bei der Indoor-Enduro-WM auf ähnlichen, teilweise viel spektakuläreren Rundkursen! Über vier Ausscheidungsrennen, wurden die Fahrer für´s Finale ermittelt. Mike Hartmann dominierte auf seiner HUSABERG in allen Rennen in der Internationalen Klasse die Vorläufe und konnte sogar immer zahlreiche seiner Konkurrenten überrunden! Im Finale schien es nochmals spannend zu werden, zwar führte Mike Hartmann auch hier, aber durch überrundete Fahrer wurde er aufgehalten und somit konnte Chrissi Weiß direkt auf ihn aufschließen. Hartmann konnte aber seine Position bis ins Zeil verteidigen und gewann somit das Finale!
Im Superfinale, wo die besten aller Klassen gegeneinander antreten durften, gewann zunächst Stefan Geyer den Start und verwies somit Mike Hartmann auf Platz 2. Aber Mike Hartmann drehte auf diesem Kurs nochmals richtig auf und überholte in der 4. Runde den Führenden und fuhr allen auf und davon. Zum Schluss gelang es ihm sogar noch, den ehemals führenden Geyer zu überrunden! Somit gewann er auch das Superfinale souverän! Der HUSABERG Pilo staunte bei der Siegerehrung nicht schlecht über sein gewonnenes Preisgeld! Aber Mike Hartmann ließ es sich nicht nehmen einen Teil seines Preisgeldes sofort für den Kindergarten in Amtzell zu Spenden, da er von der Veranstaltung mitten im Ort so angetan war! Das freute natürlich auch den anwesenden Amtzeller Bürgermeister Clemens Moll.
“Eine geniale Veranstaltung, mitten im Ort, heute hat einfach alles gepasst! Strecke, Motorrad und ich war super motiviert! Mit meiner HUSABERG 2-Takt und durch meine Erfahrung bei der Indoor WM lag mir der Kurs natürlich. Und mitten in der Stadt vor so tollem Publikum zu fahren, macht natürlich doppelt Spaß.”, freute sich Mike Hartmann über seinen Sieg. “Aber sowohl beim Preisgeld, als auch bei der Art der Veranstaltung könnten sich manche andere Veranstalter, Clubs oder auch Organisationen echt mal eine Scheibe abschneiden!! Denn das hier war geil, das muss man erstmal toppen”, fügte Mike Hartmann noch an.

Text Christoph Weichert Fotos:Fotos von Harald Baur


30.08.2011 

Sensations-Wochenende in Gaildorf
Skatty Bihlmaier erfüllt sich einen Traum – Titelentscheidung in allen vier Klassen möglich


Motocross-Deutschland fiebert dem "Großen Preis von Europa" entgegen. Am 3./ 4. September ist die Strecke "Auf der Wacht" Schauplatz des vierzehnten und damit vorletzten Laufes zur FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2011. Bereits zum 15. Mal in seiner Clubgeschichte richtet der MSC Gaildorf einen WM-Lauf aus. Über 200 Fahrer aus über 20 Nationen gehen in den beiden top WM- Klassen MX1 (450ccm) und MX2 (250ccm), in der europäischen Nachwuchsklasse EMX2 sowie der Veteranen-Klasse an den Start. Neben den drei deutschen Top-Piloten Ken Roczen aus Thüringen, dem Oberbayer Max Nagl und dem Nordrhein-Westfalen Marcus Schiffer, starten auch vier Lokalmatadoren in Gaildorf. Drei davon werden in der MX1 mit einer Wildcard ihr Glück versuchen.

Einer davon ist der Gaildorfer Skatty Bihlmaier. Und der kann es kaum fassen, dass er am kommenden Wochenende gegen die besten Piloten der Welt antreten darf. Vergangene Woche noch war das Thema für den 36-Jährigen nur ein unerfüllbarer Traum. Er konnte das Startgeld – immerhin 1200 Euro – nicht aufbringen. Doch er hatte nicht mit seinen Fans gerechnet. Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft, den ADAC MX Masters, in Höchstädt am vergangenen Wochenende sammelten die in einer beispiellosen Aktion Geld, um dem Gaildorfer den Start bei der WM in seiner Heimatstadt zu ermöglichen. "Ich bin total überrascht. Ich hatte das WM-Thema für mich schon komplett abgehakt und jetzt habe ich wohl doch die Chance, dort zu starten", sagt Bihlmaier. Diese Aktion habe ihn total gerührt
und er hätte nie damit gerechnet, dass es so viele Fans gibt, die ihn bei der FIM WM am Start sehen wollen. "Sportlich kann ich da zwar nicht wirklich konkurrieren, für mich zählt allein der Gedanke, dabei zu sein", sagt der sympathische Gaildorfer. Die verbleibenden Tage bis zum Wochenende werde er jetzt ausschließlich seinem Training widmen. Denn ehrgeizig ist Bihlmaier. "Ich will auf jeden Fall ohne Sturz ins Ziel kommen."

 

Doch Bihlmaier ist neben Nagl, Schiffer und Roczen nicht der einzige deutsche Pilot, denen die Fans beim "Großen Preis von Europa" die Daumen drücken können. Zwei weitere Fahrer aus der Region werden in Gaildorf mit einer Wildcard in der MX1-Klasse starten. Dazu gehört Maik Schaller aus dem nur
30 Kilometer entfernten Rudersberg. Auch für den 19-jährigen zählt genau wie für Bihlmaier der olympische Gedanke.

     

"Das ist eine einmalige Chance. Wenn ich jetzt nicht starte, wann dann?" Dritter Wildcard-Pilot ist Jens Voss. Der 22-Jährige aus Rosengarten wohnt nur wenige Kilometer von der Strecke "Auf der Wacht" entfernt und freut sich genau wie seine beiden lokalen Mitstreiter auf seinen Einsatz. Doch damit nicht genug der lokalen Starter. In der Veteranen-Klasse dürfen sich die heimischen Fans auf Ulli Strecker freuen. Er gehört zu einer traditionellen Motocross-Familie aus Gaildorf und wird in der VMX die regionalen Fahnen repräsentieren.

Und egal wie die lokalen Piloten abschneiden, eines steht fest: In Gaildorf wird Motocross-Geschichte geschrieben. Denn in allen vier Klassen kann die Titelentscheidung fallen. In der MX1 kann sich der Italiener Antonio Cairoli vorzeitig den WM-Titel sichern und in der MX2 könnte Ken Roczen aus dem thüringischen Mattstedt der erste deutsche Weltmeister seit über 40 Jahren werden. Auch er hat die Chance, sich bereits "Auf der Wacht" vorzeitig die Meisterkrone zu holen. Doch damit nicht genug. In der VMX und in der EMX2 fällt die Titelentscheidung ebenfalls in Gaildorf. Die Top-3-Piloten der Veteranen Klasse trennen nur insgesamt 18 Punkte und in der EMX2-Klasse haben gleich fünf Fahrer die Chance auf den Gesamtsieg.

Der erste Weltmeister wurde in Gaildorf übrigens schon 1976 gekürt. Damals war es der Russe Vladimir Kavinov, der sich auf schwäbischem Boden den Titel holte. Ihm folgten große Namen wie Stefan Everts, James Dobb und Mickael Pichon. Vielleicht gelingt es am kommenden Wochenende, dieser Liste zumindest einen deutschen Namen hinzuzufügen.

Um die 20.000 Motorsport-Fans aus dem In- und Ausland werden zum "Großen Preis von Europa" erwartet. Der Ticketvorverkauf ist mittlerweile beendet. Es gibt aber noch ausreichend Tickets an den Tageskassen. Der Eintrittspreis für das Wochenende inklusive aller Abendveranstaltungen beträgt 55 Euro. Tagestickets für Samstag beziehungsweise Sonntag kosten 19 und 39 Euro. Kinder unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Am Rennwochenende bietet der MSC Gaildorf ein buntes Programm, Stimmung und Party pur bis in die frühen Morgenstunden im legendären Gaildorfer Festzelt, dem größten im ganzen MX-Zirkus. Los geht's am Freitagabend beim zünftigen Südtiroler Abend mit den "Original Südtiroler Spitzbuam". Am Samstag steigt die große MX-Party mit der Band "Revolution". Tagsüber ist für Abwechslung gesorgt mit Hubschrauberrundflügen, zahlreichen Ausstellern und Autogrammstunden.

Text und Foto: MSC Gaildorf e.V. - Marion Englert


30.08.2011 

Schiffer weiter auf Titelkurs

Trotz schwacher Starts verteidigte Marcus Schiffer beim vorletzten Lauf zur MX Masters Serie in Höchstädt im Fichtelgebirge die Meisterschaftsführung. Trockenes Wetter und Temperaturen um die 17 Grad boten ideale Voraussetzungen für den siebten Lauf zur Masters Serie.

 

Meisterschaftsleader Marcus Schiffer glänzte zwar am Samstag in der Qualifikation mit einer Fabelzeit von 2:12,787 Minuten, kam jedoch am Sonntag in beiden Rennen nicht optimal vom Start weg. Mit einer furiosen Leistung kämpfte sich der Frechener im ersten Rennen durch das Feld und erreichte trotz zwei kleiner Ausrutscher im Schlussspurt noch den fünften Rang.

Der zweite Durchgang verlief ähnlich. Wieder stürmte Schiffer durchs Feld und griff in der letzten Runde sogar noch seinen ärgsten Widersacher Cedric Soubeyras an. Dabei rutschte der Suzuki International Europe Motocross Pilot jedoch übers Vorderrad und musste kurz zu Boden.

Skip weiter auf Titelkurs    

Marcus Schiffer:

"Ich war in Höchstädt zwar der schnellste Mann auf der Strecke, aber die Ergebnisse spiegeln das nicht wider. Ich hatte einfach kein Glück mit den Starts. In beiden Durchgängen bin ich schlecht ins Rennen gekommen und musste mich sehr mühsam durchs Feld ackern. Besonders ärgerlich war der Sturz in der letzten Runde bei meiner Attacke auf Soubeyras. Wenn der Überholvorgang geklappt hätte, wäre das eine kleine Vorentscheidung gewesen. So muss ich mit einem mageren Punkt Vorsprung zum Finale nach Holzgerlingen fahren. Trotzdem ist das natürlich eine gute Ausgangsposition und ich bin nach wie vor sehr zuversichtlich, dass ich beim letzten Rennen den Titel holen kann."

Auch Rasmus Jorgensen erlebte in Höchstädt kein Wochenende ohne Probleme. Der Däne vom Team Silent Sport Suzuki fährt um den Vizetitel im MX Youngster Cup und kämpfte sich nach einem technisch bedingten Ausfall im ersten Rennen in Durchgang zwei wieder aufs Podium.

 

Rasmus Jorgensen:

"Im ersten Lauf hatte ich einen kleinen Sturz und musste schließlich wegen eines technischen Problems aufgeben. Das war nicht gerade gut für die Meisterschaft, aber so etwas kommt nun mal vor. Der zweite Durchgang verlief zum Glück deutlich besser.

Ich konnte den Start gewinnen und mir am Ende den dritten Platz sichern. Ich wollte unbedingt vor Boris Maillard ins Ziel kommen, um mir die Chance auf den Vizetitel zu erhalten. Das ist mir gelungen. Somit hat das Wochenende doch noch ein gutes Ende für mich genommen."

Jeremy Seewer    

Jeremy Seewer: Eine tolle Leistung lieferte auch Jeremy Seewer. Der Schweizer startet für das Suzuki MX Team 91 und holte sich mit den Rängen drei und fünf den dritten Platz in der Tageswertung. Seewer erhält für seine guten Leistungen in der bisherigen Saison eine Anerkennung von Suzuki in ganz besonderer Form. Der Schweizer darf beim Motocross der Nationen Ende September die MX2 Werks-Suzuki vom Team Suzuki Europe MX2 pilotieren.

"Ich hatte gute Starts und bin ohne große Fehler durchgekommen. Der dritte Platz ist ein schöner Erfolg und bekräftigt mich in meiner Entscheidung, nächstes Jahr den gesamten Youngster Cup und nicht nur vereinzelte Rennen zu
fahren."


Nächstes Rennen für das Team Suzuki International Europe Motocross: 04.09.2011 MX1 Grand Prix Gaildorf

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


30.08.2011 

Soubeyras bleibt am Ball

Zur vorletzten Runde der ADAC MX Masters Serie trafen sich die Piloten in Höchstädt im Fichtelgebirge. Bei idealen äußeren Bedingungen spitze sich der Kampf um den Meistertitel weiter zu. 

 

Cedric Soubeyras konnte trotz Problemen den Abstand auf den Meisterschaftsführenden auf fünf Punkte verkleinern und somit recht zufrieden nach Hause fahren. Im ersten Lauf startete Soubeyras gut und lag zunächst auf Rang vier, dann beging er jedoch einen Fahrfehler und stürzte.

„Ich bin leider bis auf Rang 20 zurückgefallen“, ärgerte sich der Franzose. „Im Anschluss bin ich gut nach vorne gefahren, dummerweise aber noch einmal gestürzt. Also musste ich mich letztendlich mit Rang neun zufrieden geben.“

Soubeyras bleibt am Ball    

Im zweiten Durchgang war der Start zwar schlechter, aber das Ergebnis wesentlich besser. Soubeyras war von Beginn an in der Spitzengruppe und wehrte tapfer alle Angriffe von hinten ab. „Ich konnte bis auf Rang zwei nach vorne fahren“, freute sich der 22-Jährige. „Schmidinger konnte ich allerdings nicht mehr einholen, sein Vorsprung war schon zu groß. Am Ende machte Marcus Schiffer Druck, aber ich habe ihn nicht vorbei gelassen.“

In der Meisterschaftswertung liegt der KTM Sarholz-Pilot nur noch fünf Punkte hinter Schiffer und kann den Titel beim Finale in Holzgerlingen aus eigener Kraft gewinnen.

ADAC Youngster Cup

 

Im MX Youngster Cup konnte Lars Reuther, der Neuzugang im KTM Sarholz Racing Team, voll überzeugen. Der Deutsche gewann gleich sein erstes Rennen auf der 250er KTM des Sarholz Teams und feierte damit einen prächtigen Einstand. „Es hat einfach alles gepasst“, freute sich Reuther. „Herr Sarholz hat mir ein exzellentes Motorrad zur Verfügung gestellt und alles lief einfach rund. Ein toller Erfolg gleich bei meinem ersten Rennen für das Sarholz Racing Team.

Im zweiten Durchgang haderte Reuther mit seinem Start. „Mir ist gleich nach dem Startgatter das Vorderrad in die Höhe gestiegen“, berichtete der Youngster. „Deshalb musste ich kurz vom Gas gehen und habe viele Plätze verloren.

Lars Reuther überzeugte mit guter Leistung    

Ich hatte mich schon auf Platz fünf nach vorne gekämpft, bin jedoch noch mal gestürzt und musste mich wieder durchs Feld kämpfen. Am Ende war nicht mehr als der sechste Rang möglich.“

Beide Fahrer freuen sich bereits auf das kommende Rennen und hoffen auch dort wieder mit einem guten Ergebniss glänzen zu können.

Text und Foto: KTM-Sarholz - MCA


30.08.2011 

Kalli-Piloten punkten konstant in den Top-10

Auf dem KTM-Ring in Höchstädt (Fichtelgebirge) ging es zum siebten Mal in der Saison 2011 um Meisterschaftspunkte bei den ADAC MX Masters und im ADAC MX Youngster Cup. Das Kalli-Racing Team reiste in kompletter Besetzung in die Nähe der tschechischen Grenze und machte sich dabei in beiden Klassen berechtige Hoffnungen auf weitere Top-10 Platzierungen.

 

Bereits in der Qualifikation am Samstag untermauerte Daniel Siegl seinen Anspruch auf eine Top-Platzierung eindrucksvoll. Der Flurstedter stellte sich hervorragend auf die Streckenbedingungen ein, markierte die zweitschnellste Rundenzeit seiner Qualifikationsgruppe und stellte die Kalli-KTM so auf Startplatz drei.

Angus Heidecke zeigte sich ebenfalls gut aufgelegt, ließ sich die sechstschnellste Rundenzeit notieren und ging damit von Startplatz elf in die Rennen. Im ADAC MX Youngster Cup erreichte Ron Noffz den siebten Rang in der Qualifikation, was in der Addition beider Qualifikationsgruppen am Ende Startplatz vierzehn bedeutete.

Daniel Siegl    

Am Rennsonntag zeigte sich wieder einmal Daniel Siegl als leistungsstärkster Pilot im Kalli-Racing Team. Im ersten Lauf nach dem Start als Siebter im Rennen, kämpfte er inmitten des Spitzenpulks und konnte im Ziel als hervorragender Vierter finishen. Im zweiten Lauf lief es nach perfektem Start noch besser. Siegl behauptete sich lange Zeit sicher und souverän auf Rang zwei, ehe er durch einen defekten Schalthebel extrem eingebremst wurde. Ein Stein  traf den Schalthebel unglücklich, die Fixierungsschraube löste sich und der Schalthebel verabschiedete sich in Folge komplett. Mit diesem Handicap kämpfte Siegl bravourös und wurde für sein Engagement am Ende mit einem, unter diesen Umständen, sehr guten achten Rang belohnt.

 

In der Tageswertung belegte Siegl damit als zweitbester Deutscher Rang sieben, während er in der Gesamtwertung durch eine nicht ganz optimale Punktausbeute auf Rang sieben zurückfiel. Doch beim Finale in Holzgerlingen ist noch alles offen und bei optimalem Verlauf kann der 27-Jährige sogar noch bis auf Rang vier nach vorne fahren.

Teamkollege Angus Heidecke finishte als Neunter in der Tageswertung ebenfalls in den Top-10, verlor im Zwischenklassement allerdings einen Rang und ist nun nach der siebten von acht Veranstaltungen auf Position acht platziert. Doch auch für Heidecke ist beim Finale noch einiges drin, die Top-5 wären in Holzgerlingen am Ende mit etwas Glück möglich.

Angus Heidecke finishte als Neunter    

Der Renntag hatte in Höchstädt für den 21-Jährigen mit Rang zwölf im ersten Umlauf nicht gerade optimal begonnen. Jedoch knüpfte der Sandersdorfer in Rennen zwei an das gewohnte Leistungspotential an und präsentierte mit Rang sechs ein versöhnliches Resultat.

Im ADAC MX Youngster Cup musste auch Ron Noffz in der Gesamtwertung etwas zurückstecken. Mit den Rängen neun und zehn zeigte er zwar konstante und ausgeglichene Leistungen, realisierte das angestrebte Top-5-Resultat aber nicht. In der Tageswertung wurde der Greifswalder auf Rang neun noch in den Top-10 notiert, verlor aber den sechsten Gesamtrang und liegt vor dem Finale als Siebter im Zwischenklassement. Sollte der Knoten beim 18-Jährigen endlich wieder platzen, kann er ebenfalls die Saison bei der Finalveranstaltung noch in den Top-5 abschließen.

Nächstes Rennen: DM MX2 – Thurm / Sachsen - 04. September 2011

Text: Kalli Racing Fotos: Steve Bauerschmidt


30.08.2011 

Davide von Zitzewitz mit aufsteigender Form
Toni Hoffmann verpasst Punkteränge mit Plattfuß

Ins Fichtelgebirge nach Höchstädt, unweit der tschechischen Grenze, ging es zur siebten und vorletzten Runde der ADAX MX Masters 2011. Das BvZ Racing Team ging mit Davide von Zitzewitz, Toni Hoffmann und Louis Höhr in der gewohnten Formation auf dem KTM-Ring in Oberfranken an den Start.

 

Bereits im freien Training am Samstag zeigte sich Davide von Zitzewitz sehr gut aufgelegt und überzeugte mit dem vierten Rang. Entsprechend motiviert startete er in das Qualifying. Hier glänzte der Karlshofer gleich mit schnellen Rundenzeiten. Direkt zu Beginn platzierte er sich auf Position drei und ging erneut auf Zeitenjagd. Bei einer fast optimalen Runde passierte dann das Unglück: Von Zitzewitz stürzte heftig und verdrehte sich zu allem Überfluss das Knie. Nach einem Aufenthalt in der Helferbox, die BvZ- KTM wurde gerichtet und der Youngster musste sich sortieren, ging es nochmals auf
die Strecke. Zu einer Spitzenplatzierung reichte es nicht mehr ganz, jedoch ein solider fünfter Rang gab Hoffnung für den Renntag.

Toni  Hoffmann    

Teamkollege  Toni  Hoffmann  zeigte  sich  ebenfalls  in  guter  Form.  Über  die  gesamte Qualifikation  fuhr  der  Nachwuchspilot  solide  Rundenzeiten  und  qualifizierte  sich  als Siebzehnter  auf  direktem  Wege  für  die  Wertungsläufe  am  Sonntag.  Für  Louis  Höhr hingegen hingen die Trauben in seinem ersten Jahr im internationalen ADAC  MX Youngster Cup in Höchstädt zu hoch. Der Schüler aus Stockelsdorf kämpfte im Rahmen seiner  Möglichkeiten  mehr  als  tapfer,  konnte  sich  aber  noch  nicht  gegen  die  starke, internationale Konkurrenz behaupten.
 
Sonntag, am Ende des Renntages, stand für Davide von Zitzewitz Gesamtrang sechzehn  zu  Buche,  was  aber  nicht  ansatzweise  das  wahre  Leistungspotential  des  19-Jährigen widerspiegelte. Der Start zum ersten Lauf gelang richtig gut, doch schon in der  ersten  Kurve  wurde  der  Vorwärtsdrang  durch  einen  unverschuldeten  Sturz  stark eingebremst.  Erst  als  Vorletzter  konnte  er  das  Rennen  wieder  aufnehmen  und  hatte nun ein gutes Stück Arbeit vor sich, um in die Punkteränge zu fahren. Trotz des Handicaps  der  Knieverletzung  vom  Samstag,  das  Knie  wurde  vor  dem  Start  zur  Stützung getapet,  fand  von  Zitzewitz  gleich  einen  guten  Rhythmus,  arbeitete  sich  konsequent Rang um Rang vor und konnte am Ende mit Rang vierzehn einen Achtungserfolg erzielen.

 

Der zweite Start verlief erneut recht gut, doch ein frühzeitiges Bremsmanöver kostete wichtige  Plätze.  So fand  sich  von  Zitzewitz  nach  Runde  eins  zunächst  nur  auf  Rang einundzwanzig wieder. Wer nun auf eine ähnlich starke Leistung wie im ersten Umlauf gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Der Youngster kam über zwei Drittel der Renndistanz überhaupt nicht in Fahrt, fuhr ungewohnt zaghaft und konnte sich so lediglich im Feld um Rang zwanzig behaupten. Dann aber ging es plötzlich voran und von Zitzewitz verbesserte  seine  Rundenzeiten  um  fast  vier  Sekunden.  Mit  diesem  Elan  machte  er wichtigen Boden gut, kämpfte sich abermals nach vorne und finishte im Ziel als Fünfzehnter. Im Zwischenklassement des ADAC MX Youngster Cup behauptet Davide vonZitzewitz nach sieben von acht Veranstaltungen Rang sechzehn in der Tabelle.

Davide von Zitzewitz    

„Unter dem Strich ist das zu wenig. Mit der Leistung im freien Training sowie der Qualifikation bin ich ganz zufrieden, doch in den Rennen liegt eindeutig noch viel Potential. Der Crash im ersten Lauf war einfach nur Pech, dass hätte viel besser laufen können. Der Rennspeed war danach wirklich gut und das Resultat ist ebenfalls okay. Der zwei-
te Lauf war dann allerdings gelinde gesagt eine Katastrophe. Über fast zwei Drittel der Renndistanz bin ich überhaupt nicht in Fahrt gekommen und die Enttäuschung darüber sitzt ganz schön tief. Dass ich viel schneller fahren kann, habe ich ja dann auch gezeigt. Aber so ein Loch zu Rennbeginn und über diese Dauer darf mir nicht passieren.
Da eiere ich mit und hinter Piloten herum, die deutlich langsamer sind und versaue mir das ganze Rennen.“
 
Für Toni Hoffmann lief der Renntag wieder einmal ohne Fortune. Im ersten Lauf sorgte ein  heftiger  Sturz  für  das  vorzeitige  Ende.  Der  Wismarer  schlug  sich  den  Ellbogen ziemlich heftig an, so dass an eine Beendigung des Rennens nicht zu denken war. Im zweiten Lauf biss Hoffmann auf die Zähne und zeigte ein kampfstarkes Rennen. Doch auch dieses Mal sollte der Lohn für die Mühen ausbleiben. Auf Rang einundzwanzig, in direkter Schlagdistanz zu den Punkterängen liegend, erwischte er wenige Runden vor Schluss einen dicken Stein, was einen Plattfuß zur Folge hatte. Mit stumpfen Waffen kämpfend,  beendete  er  das  Rennen  außerhalb  der  Punkteränge  auf  einem  enttäu-
schenden dreißigsten Rang.

Text: BVZ Racing Team Fotos: Steve Bauerschmidt


29.08.2011 

Kawasaki Team Green über Höchstädt
LAUFSIEG UND PODIUM FÜR NEUGEBAUER

Der siebte Lauf zur ADAC MX Masters Serie wurde in Höchstädt im Fichtelgebirge ausgetragen. Bei wechselhaftem aber trockenen Wetter und Temperaturen um die 17 Grad wurde die vorletzte Runde der Serie bei idealen äußeren Bedingungen gefahren.

 

Mit dem Laufsieg im ersten Rennen setzte Filip Neugebauer nach seiner Verletzungspause ein erstes Highlight. Der Tscheche übernahm die Spitze in der vierten Runde und verteidigte seine Führung bis ins Ziel. Auch im zweiten Durchgang war Neugebauer von Beginn an in der Spitzengruppe, ein paar kleine Fehler warfen ihn jedoch auf den siebten Platz zurück.
„Der Sieg im ersten Lauf war wirklich super“, freute sich der 23-jährige. „Auch im zweiten Lauf bin ich zunächst gut gefahren. Aber dann haben sich ein paar kleine Schnitzer eingeschlichen, die mich leider einige Plätze gekostet haben. Ich leide aufgrund der Verletzungspause noch unter Trainingsrückstand. Das hat sich im zweiten Lauf unangenehm bemerkbar gemacht. Trotzdem bin ich mit dem Platz auf dem Podium zufrieden.

Internationale Deutsche Motocross Meisterschaft Seitenwagen    

“ Kevin Wouts kämpfte noch mit den Auswirkungen seiner Handverletzung und konnte erneut nur mit der Hilfe von Schmerzmitteln die Rennen überstehen.„Ich habe mir einen kleinen Knochen in der Hand gebrochen“, schilderte der Belgier. „Deshalb habe ich schlimme Schmerzen beim Fahren. Eine Operation macht erst nach Saisonende Sinn, ich muss mich also weiter durchbeißen.“ Wouts musste im ersten Durchgang mit gebrochener Kette aufgeben. Im zweiten Rennen kämpfte er sich tapfer mit viel Einsatz auf Rang elf.

7. LAUF ADAC MX YOUNGSTER CUP

Für Boris Maillard lief das vorletzte Rennen im Fichtelgebirge nicht nach Plan. Der Franzose stürzte gleich in der ersten Kurve des ersten Rennens und musste dem Feld hinterherhetzen. Mit viel Engagement schafft er es dennoch auf den zehnten Rang und konnte sich noch wertvolle Punkte für die Meisterschaft gutschreiben lassen. Im zweiten Durchgang kam der 18-jährige besser ins Rennen und landete schließlich auf Rang vier.

 

„Ich wollte eigentlich alles daran setzen die Titelentscheidung noch bis zum letzten Rennen zu verschieben“, schilderte Maillard seine Pläne. „Aber leider bin ich schon in der ersten Kurve gestürzt. Damit habe ich Olsen den Titel im Youngster Cup quasi auf dem Silbertablett serviert. Das gute Ergebnis im zweiten Rennen war wichtig um den Vizetitel zu verteidigen.

Mit elf Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten kann ich jetzt relativ beruhigt zum letzten Lauf nach Holzgerlingen fahren.“ Stephan Büttner zeigte sich in Höchstädt erneut gut aufgelegt. Der Youngster landete auf den Plätzen sieben und 14 und belegte damit Rang elf im Tagesklassement. Als Überraschungsgast hatte das Pfeil Kawasaki Youngster Team den Kanadier Dylan Kaelin am Start.

Boris Maillard    

Der Youngster Cup Neuling schaffte mit Platz 20 im zweiten Durchgang auf Anhieb den Sprung in die Punkteränge.
Hannes Richter verpasste die Punkteränge im zweiten Lauf nur knapp.

Text und Foto:Kawasaki Team Green


24.08.2011 

Finale Meisterschaftsläufe in drei Serien
Motocross International 1./2. Oktober 2011 im „Talkessel“ Teutschenthal

Vielfalt bestimmt das Renngeschehen am 1./2. Oktober 2011 im „Talkessel“ Teutschenthal. Motocrosser und Motocrosserinnen auf zwei, drei und vier Rädern werden beim zweiten großen Sportevent des Jahres an den Start gehen. Auf dem Rennprogramm stehen Seitenwagen, Quad und MX Ladies Cup. Es sind in allen drei Serien die Finalläufe zur international besetzen Deutschen Meisterschaft. Annähernd 100 Fahrer aus ganz Europa werden auf der WM-Strecke erwartet. Gastgeber ist der MSC Teutschenthal, Ortsclub im ADAC. 

 

Internationale Deutsche Motocross Meisterschaft Seitenwagen
In zwei Klassen haben Fahrer des MSC Teutschenthal Chancen auf den Sieg und zugleich auf den Meisterschaftstitel 2011. Bei den Seitenwagen ist Marko Happich aus Großjena bei Naumburg seit Jahren einer der besten Fahrer. Gemeinsam mit seinem Kopiloten, dem Schweizer Meinrad Schelbert, führt er nach sieben von acht Wertungsläufen die Gesamttabelle an. Allerdings liegen die beiden sehr starken lettischen Brüder Janis und Lauris Daiders mit nur fünf Punkten Rückstand in Lauerstellung. Ein Sieg in Teutschenthal ist damit Pflicht für MSC-Fahrer Happich, der zum achten Mal Deutschen Meister werden kann. Bei insgesamt noch 50 zu vergebenden Punkten hat das drittplatzierte Team von Thomas Morch keine Chance mehr, das Spitzenduo noch von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen.

Internationale Deutsche Motocross Meisterschaft Seitenwagen    

Dafür ist auch der Kampf um Gesamtplatz drei noch spannend, denn der Schweizer Andy Bürgler hat mit seinem deutschen Beifahrer Raphael Markert das Treppchen garantiert noch nicht abgeschrieben.

DMV FOX MX Ladies Cup
Anders als bei den Seitenwagenfahrern stehen bei den Motocrosserinnen noch zwei der insgesamt neun Meisterschaftsläufe aus. Vor dem Oktober-Finale in Teutschenthal gehen die schnellen Damen am bevorstehenden Wochenende in Schwabhausen auf Punktejagd. Das besondere Augenmerk des MSC Teutschenthal liegt natürlich auf seinen beiden Clubmitgliedern: Maria Franke führt derzeit mit 266 Punkten die Tabelle an. Allerdings profitierte die Zeitzerin von einem Ausfall der diesjährigen WM-Dritten Larissa Papenmeier-Picoto, die beim zweiten Lauf der Saison in Triptis nicht punkten konnten, aber bei allen anderen DM-Rennen den Sieg nach Hause fuhr. Rang drei beim MX Ladies Cup belegt aktuell Anne Borchers aus Leps bei Zerbst. Allerdings hat auch sie noch starke Konkurrenz am Hinterrad.

Deutsche Quadcross Meisterschaft
Die Quad-Meisterschaftsserie 2011 geht über fünf Rennen. Mit dem deutlichen Vorsprung von 60 Punkten steht der Niederländer Joe Maessen bereits vorzeitig als Deutscher Quadcross Meister fest. Mehr Siege hat in dieser Saison allerdings Stefan Schreiber aus Winnenden bei Stuttgart eingefahren. Ausfälle wegen technischer Probleme verwehrten ihm aber den Durchmarsch auf das Siegerpodest. Schreiber reist als Gesamtzweiter nach Teutschenthal, kann sich allerdings dieser Position noch nicht sicher sein. Nur zehn Punkte trennen ihn in der Gesamttabelle von Kevin Ristenbieter auf Rang drei. Doch auch David Tusl (CZE), Mike van Grinsven (NL) und Jörg Knapp werden bei den noch nicht vergebenen Plätzen auf dem Siegertreppchen noch ein Wort mitsprechen wollen.

Programm und Tickets
Der Zeitplan sieht traditionell am Samstag die Trainings- und Qualifikationsläufe vor. Die Rennen - zwei Läufe in jeder Klasse - werden am Sonntag gestartet. Der Eintrittspreis für das Wochenende beträgt für Erwachsene zehn Euro, für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre fünf Euro. Tickets können am Rennwochenende vor Ort an den Kassen erworben werden. Es gibt für diese Veranstaltung keinen Kartenvorverkauf.

Alle Informationen unter www.msc-teutschenthal.de

Text und Fotos: MSC Teutschenthal e.V. im ADAC


22.08.2011 

Teillet fährt zu bestem MX2-Ergebnis

Nach einem arbeitsreichen Wochenende mit guter Performance auf der werksunterstützten Suzuki RM-Z250 beim Grand Prix von Großbritannien verließ das Team Suzuki Europe MX2 Matterley Basin mit einem zwölften Gesamtplatz für Valentin Teillet.

 

Erstmals seit 2006 fand die 13. von insgesamt 15 Runden zur Motocross Weltmeisterschaft in Winchester/ UK statt, wo sich den Fahrern eine exzellente, weiche Rennstrecke mit weitläufigem Layout und vielen Sprüngen bot. Nach überwiegender Meinung im Fahrerlager– Teillet eingeschlossen - die beste Strecke des diesjährigen Rennkalenders.

Rund 26.500 Fans machten sich auf den Weg nach Südengland, um den ersten britischen Grand Prix seit zwei Jahren zu verfolgen und wurden mit strahlendem Wetter und bester Unterhaltung belohnt. In den beiden 35 Minuten und zwei Runden langen Rennen war Teillet proaktiv unterwegs, nachdem er am trockenheißen Samstag im freien Training die schnellste
Zeit und im Qualifying trotz etwas Armpumpens Platz sechs erreicht hatte.

Valentin Teillet    

Der frühere Europameister kämpfte im ersten Lauf um die Top fünf. Ein ordentlicher Start gab ihm Selbstvertrauen, und so gelang es ihm, sich vor Jeremy Van Horebeek auf Platz fünf zu setzen und damit sein bestes Ergebnis in diesem Jahr einzufahren. Ähnlich gute Aussichten bestanden für den zweiten Lauf, doch ein Problem mit der Schaltung und eine herunter gesprungene Kette sorgten auf Platz vier liegend für einen technischen Ausfall.

Teillet belegt gegenwärtig den 16. Platz in der Gesamtwertung und machte zwei Plätze gut. Nun blickt das Team auf seinen Heim-Grand-Prix in zwei Wochen in Gaildorf in der Nähe von Stuttgart, wo die europäische und vorletzte Runde des FIM-Kalenders ausgetragen wird.

Valentin Teillet

"Erstmals in diesem Jahr fühlte ich, dass es tatsächlich möglich ist, zweimal unter die Top fünf zu fahren. Im zweiten Lauf hatte ich ein kleines Problem mit dem Motorrad, doch solche Dinge passieren. Es ist eben ein mechanischer Sport. Am Ende des Tages war mein Speed nicht schlecht, und ich reise mit positiven Gefühlen ab. Wir brauchen mehr Strecken wie diese. Das ist wahres Motocross. Viele Sprünge, guter Untergrund und tiefe Rillen. Jetzt muss ich mich auf
Gaildorf konzentrieren."

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


22.08.2011 

Strijbos beim britischen Grand Prix auf Platz elf

Kevin Strijbos fuhr die Rockstar Energy Suzuki World MX1 Werks-Suzuki RM-Z450 beim strahlenden und warmen britischen Grand Prix, der 13. von 15. Runden zur FIM Motocross Weltmeisterschaft, auf Rang elf.

 

Die Mehrheit der Fahrer erkannte Matterly Basin – wohin 26.500 Fans pilgerten – als die beste Strecke des diesjährigen Rennkalenders. Der mit weiten Linien, viel Grip und zahlreichen Sprüngen gespickte Kurs lud die Besten der Welt ein, auf diesem Terrain für großartige
Rennszenen zu sorgen.
Nach Clements Desalles chirurgischer Behandlung seiner gebrochenen Schulter vergangene Woche (er wird die beiden letzten Grand Prix dieses Jahr nicht mehr bestreiten) repräsentierte Strijbos das Team alleine. In der ersten Runde des ersten Rennens hatte er Pech, als er seine
Brille beschädigte, die Box ansteuern musste und sich anschließend hart auf Rang 13. nach vorn kämpfen musste. Das zweite Rennen wurde nach einer Viertelstunde wegen eines schweren Unfalls von Billy Mackenzie und Tanel Leok abgebrochen.

Kevin Strijbos    

Strijbos lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang fünf mit Anschluss an die Top drei. Nach dem Restart landete der Belgier
am Ende auf Rang acht, nachdem er kurvenausgangs einmal bei geringerer Geschwindigkeit zu Fall kam.

Der fehlende Desalle liegt in der MX1-Tabelle der Weltmeisterschaft jetzt auf Platz drei und hat gute Chancen, unter den Top fünf zu verbleiben, da der Vorsprung auf Rui Goncalves noch 90 Punkte bei noch zu vergebenden 100 Zählern beträgt. Strijbos ist 13. und der verletzte Steve Ramon Zwölfter. Desalle wird diese Woche von dem Neuseeländer Cody Cooper ersetzt.

Der Grand Prix von Europa auf der süddeutschen Strecke in Gaildorf in zwei Wochen repräsentiert die 14. WM-Runde, bevor es zum letzten Event nach Italien geht.

Kevin Strijbos


"Meine Leistung war okay, aber die Ergebnisse nicht! Im ersten Rennen hatte ich einen guten Start, doch dann traf ein Stein meine Brille, und das Glas fiel heraus. Ich musste an die Box und mich dann anschließend als Letzter auf Rang 13 nach vorn arbeiten. Das war okay, aber ich war ganz schön müde. Im zweiten Rennen war ich Fünfter, als der Lauf abgebrochen wurde. Das war schade, denn ich machte Boden gut. Nach dem Restart stürzte ich beim Herausbeschleunigen, als ich in einer neuen Rille ans Gas ging, und das Motorrad wegrutschte. Danach gab ich alles, und Platz acht war das Beste, was ich machen konnte. Ich fühlte, dass meine Performance für die Top fünf reicht, aber es war schade, dass ich es nicht zeigen konnte."

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


22.08.2011 

Nur sieben Punkte trennen den Thüringer Ken Roczen vom Weltmeistertitel
Der "Große Preis von Europa" am 3./ 4. September kann die Entscheidung bringen

Die deutschen Motocross-Fans bewegen sich gerade zwischen Hoffen und Bangen. Wenn am 3./ 4 September in Gaildorf das Startgatter für die 14. und damit vorletzte Runde der FIM Motocross-Weltmeisterschaft fällt, könnte Deutschland einen Weltmeister feiern. Den ersten seit 43 Jahren. 1968 sicherte sich Paul Friedrichs als letzter Deutscher diesen Titel. Hoffnungsträger ist nun der erst 17-jährige Thüringer Ken Roczen.

 

Am vergangenen Wochenende fügte der Red Bull Teka KTM-Pilot Roczen mit zwei weiteren Laufsiegen in Matterley Basin/ Großbritannien seiner beachtlichen Erfolgsbilanz einen weiteren Glanzpunkt hinzu. Er führt die FIM MX2 Weltmeisterschaft aktuell mit 43 Zählern Vorsprung vor seinem Teamkollegen
Jeffrey Herlings aus den Niederlanden an. Baut er diesen Vorsprung in Gaildorf um mindestens weitere sieben Punkte aus, wird er auf heimischen Boden vorzeitig zum Weltmeister gekrönt. Für Roczen war der Tagessieg in Großbritannien der achte Grand Prix Sieg in dieser Saison. Roczen freut sich auf den Heim-Grand Prix in Gaildorf und die Chance, sich dort die Weltmeisterkrone zu sichern. Die traditionsreiche Strecke "Auf der Wacht" ist damit einmal mehr der Ort, an dem Motocross- Geschichte geschrieben werden kann.

Ken Roczen    

Ein Stück Geschichte, die aber nicht allein Roczen schreiben kann, sondern auch der Oberbayer Max Nagl. Der 23-Jährige fährt in der Königsklasse MX1 und hat berechtigte Hoffnungen, am Ende der Saison zu den Top-3 der Weltelite zu gehören. Aktuell ist er Vierter im Gesamtklassement der MX1.

Die Strecke im schwäbischen Gaildorf ist bestens präpariert und hat ihre Feuertaufe bereits erfolgreich bestanden. Am vergangenen Wochenende testete beim "Training für Jedermann" unter anderem die vierfache Motocross-Weltmeisterin der Frauen, Steffi Laier, das neue Layout und war begeistert.

Annähernd 170 Fahrer aus über 20 Nationen werden in Gaildorf erwartet. Sie starten in den beiden top WM- Klassen MX1 (450ccm) und MX2 (250ccm), in der europäischen Nachwuchsklasse EMX2 sowie der Veteranen-Klasse. Um die 20.000 Motorsport-Fans aus dem In- und Ausland werden zum "Großen Preis von Europa" erwartet. Der Ticketvorverkauf ist mittlerweile beendet. Es gibt aber noch ausreichend Tickets an den Tageskassen. Der Eintrittspreis für das Wochenende inklusive aller Abendveranstaltungen beträgt 55 Euro. Tagestickets für Samstag beziehungsweise Sonntag kosten 19 und 39 Euro. Kinder unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Am Rennwochenende bietet der MSC Gaildorf ein buntes Programm, Stimmung und Party pur bis in die frühen Morgenstunden im legendären Gaildorfer Festzelt, dem größten im ganzen MX-Zirkus. Los geht's am Freitagabend beim zünftigen Südtiroler Abend mit den "Original Südtiroler Spitzbuam". Am Samstag steigt die große MX-Party mit der Band "Revolution". Tagsüber ist für Abwechslung gesorgt mit Hubschrauberrundflügen, zahlreichen Ausstellern und Autogrammstunden.

Für alle Fans, die am Wochenende an der Strecke bleiben wollen, gibt es einen Campingplatz. Das Gelände, das unmittelbar an das Veranstaltungsgelände angrenzt, ist ab Donnerstag, 1. September, ab 9 Uhr, geöffnet.

 

Max Nagl fährt für einen guten Zweck

Red Bull Teka KTM-Pilot Max Nagl aus dem oberbayerischen Hohenpeißenberg ist seit 2009 Botschafter der SOS Kinderdörfer in Deutschland. In den vergangenen Jahren war er mehrfach zu Gast
im SOS Kinderdorf in Dießen am Ammersee. Darüber hinaus hat er während seiner Verletzungspause im vergangenen Jahr beim ADAC MX Masters in Aichwald über 30 Kinder von dort empfangen und ihnen alles zum Thema Motocross erklärt. Für den "Großen Preis von Europa" hat sich Nagl wieder eine Aktion für die SOS Kinderdörfer ausgedacht. Er wird einen neu lackierten Helm tragen, auf welchem Kinder aus dem SOS Kinderdorf in Schorndorf unterschrieben haben. Schorndorf liegt nur wenige
Kilometer von Gaildorf entfernt. Am Sonntag wird der Helm um 11.30 Uhr im Festzelt verlost. Fans können für jeweils einen Euro Lose für diese Tombola kaufen. Die Rolle als SOS Kinderdorf-Botschafter liegt dem 23-jährigen sehr am Herzen. Der Erlös kommt den SOS Kinderdörfern zugute.

     

Weitere Informationen zum "Großen Preis von Europa"und ein detailliertes Programm gibt es im Internet
unter www.mx1-gaildorf.de.

Text: Marion Englert Fotos: SOS Kinderdorf und Steve Bauerschmidt


20.08.2011 

Neuzugang im Team von KTM Sarholz

Über Nacht zum neuen Team, so könnte auch die Überschrift heissen. Wie wir gestern mitteilten trennte sich das KTM Kosak Team von Lars Reuther, jetzt steht er unter Vertrag bis zum Ende der Saison beim Sarholz.

 

Teamchef Burkhard Sarholz

Lars setzte sich kurzfristig mit uns in Verbindung und fragte nach ob noch ein Platz für ihm im Team frei wäre. Da wir ein sehr großes Talent in Ihm sehen mussten wir einfach ja sagen.

Reuther hat jetzt erst einmal einen Vertrag bis zum Ende der Saison, danach setzen wir uns zusammen und müssen über die weitere Zusammenarbeit reden.

Freude ist auf jeden Fall auf beide Seiten zu spüren so Burkhard Sarholz, er ist Jung, schnell und Ehrgeizig also genau das was wir brauchen.

     

... so schnell kann es gehen, wir drücken dem jungen Schwaben auf jeden Fall die Daumen.

MCA


19.08.2011 

KTM Kosak trennt sich von Lars Reuther

Nach fünf Jahren Zusammenarbeit hat sich das Team KTM Kosak entschlossen Lars Reuther vorzeitig aus seinem Vertrag aufgrund Unstimmigkeiten zu entlassen.

 

In welchem Team der junge Schwabe nun unterkommen wird ist noch unklar. Wir halten Euch aber auf dem laufenden!

Lars Reuther    

Fotos: Sylvia Kosak


17.08.2011 

Kein Fortune für Davide von Zitzewitz und Toni Hoffmann

Nach dem "Heimspiel" im Tensfelder Sand ging es für das BvZ Racing Team zur sechsten Station der ADAC MX Masters 2011 knapp tausend Kilometer gen Süden. Austragungsort war hier die Hartboden-Rennstrecke des HSV Ried "Am Güpl" im male- rischen Innviertel. Die Teamfarben wurden in Österreich von Davide von Zitzewitz und Toni Hoffmann vertreten. Hannes Volber muss weiterhin verletzungsbedingt pausieren und der junge Nachwuchspilot Louis Höhr pausierte bei der Runde in Ried ebenfalls.

 

Die Vorbereitungen auf das Rennwochenende verliefen für die beiden verbliebenen Youngster gelinde ausgedrückt sehr bescheiden. Davide von Zitzewitz hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste aufgrund starker Medikation auf jegliches Training verzichten. Für Teamkollege Toni Hoffmann reichte es aus einem anderen Grund nicht zum Fahrtraining. Erst wurden dem Wismarer seine BvZ-KTM´s geklaut und dann tauchten sie nach einem Insider-Tipp kurz vor der Abreise nach Österreich plötzlich wieder auf. So war an geregeltes Training natürlich nicht zu denken und auch vor Ort in Ried lief es alles andere als optimal für die beiden bereits im Vorfeld gebeutelten Piloten.

Davide von Zitzewitz    

Die Qualifikation am Samstag begann für Davide von Zitzewitz dabei noch wirklich gut. Der Karlshofer hatte sich gut auf die Bedingungen eingestellt und zunächst die viertschnellste Rundenzeit markiert. Auf einer weiteren  schnellen Runde wurde er jedoch heftigst eingebremst und kam schwer zu Fall. „Ich war optimal unterwegs, als plötzlich in  der  Landung,  nach  einem mächtigen  Bergabsprung,  ein  langsamerer Fahrer  ohne jeglichen Grund die Spur wechselte. In der Luft konnte ich nicht mehr korrigieren und bei der anschließenden Landung krachte es nur noch. Wie durch ein Wunder habe ich mich  nicht  schwerer  verletzt.  Mein  Schädel  brummt  und  das  Knie  zwickt,  aber  es  ist auszuhalten.“ Danach war in der Helferbox Schwerstarbeit für Teamchef und Mechaniker Bert von Zitzewitz angesagt. Kurz vor Ende der Qualifikation ging Davide nochmals auf  Zeitenjagd.  Leider  war  keine  Verbesserung  mehr  drin  und  am  Ende  stand  Rang neun zu Buche. 

Toni Hoffmann brauchte lange Zeit um sich auf den von ihm nicht unbedingt bevorzugten Hartboden einzustellen. Die direkte Qualifikation war nicht machbar. So musste er, um die angestrebte Qualifikation doch noch zu schaffen, im nervenaufreibenden Last Chance Qualifying Race antreten. Nach dem Start auf Rang sechs, verlor das Nachwuchstalent zunächst an Boden und fiel zurück. Dann aber zeigte der 17-Jährige  enormen Kampfgeist, fuhr bis auf Rang vier nach vorne und sicherte sich so einen der begehrten vierzig Startplätze für die Rennläufe am Sonntag.
 
Am  Rennsonntag  verpasste  Davide  von  Zitzewitz  als  Zwölfter  in  der  Tageswertung gerade  mal  nur  um  vier  Zähler  die  Top-10  und  rangiert  nach  der  sechsten  von  acht Runde nun auf Gesamtrang sechzehn im internationalen ADAC MX Youngster Cup. Im ersten Lauf startete der 19-Jährige nicht optimal, musste das Rennen aus dem hinteren  Mittelfeld  in  Angriff  nehmen  und  wurde  nach  Runde  eins  nur  auf  Rang  fünfundzwanzig notiert. In der Anfangsphase des Rennens fiel er zunächst noch einen Rang zurück, ehe es endlich vorwärts ging. Im Ziel waren es dann vier Meisterschaftszähler mit denen Rang siebzehn belohnt wurde. Der zweite Start klappte viel besser und als Zehnter hatte Davide eine gute Ausgangsposition. Doch auch dieses Mal brauchte er einige Runden um ins  Renngeschehen zu finden und prompt wurde er bis auf Rang fünfzehn zurückgereicht. Dann fing sich der Youngster, fuhr konstant gute Rundenzeiten und arbeitete sich bis ins Ziel auf Rang zwölf nach vorne. So konnte er sich neun weitere Zähler gutschreiben lassen. „Der erste Lauf war sehr schwer. Ich hatte immer noch mit den Folgen des Sturzes aus der Qualifikation zu kämpfen und habe zu lange gebraucht um richtig in Fahrt zu kommen. Im zweiten Lauf war es ähnlich, doch da hat mir der gute Start immens geholfen. Das Wochenende ist abgehakt und schon in zwei Wochen habe ich in Höchstädt die Möglichkeit die Dinge wieder gerade zu rücken. Auf jeden Fall will ich zurück in die Top-10“, so Davide nach den Rennen in Ried.
 
Teamkollege Toni Hoffman fuhr in beiden Wertungsläufen im Rahmen seiner Möglichkeiten. Er kämpfte tapfer gegen die wesentlich erfahrenere internationale Konkurrenz und finishte auf den Rängen vier- und fünfundzwanzig im Mittelfeld. Damit verpasste er zwar die Punkteränge, konnte aber dennoch mit seiner kampfstarken Leistung zufrieden sein. Beim nächsten Event der ADAC MX Masters in Höchstädt darf man gespannt sein,  wie  sich  der  Schüler  des  Sportgymnasiums  Schwerin  auf  dem  leicht  sandigen Geläuf im Fichtelgebirge schlägt. 

Text: Ulf Simon Fotos: Steve Bauerschmidt


16.08.2011 

Starke Vorstellung von Potisek

Zum sechsten Lauf der ADAC MX Masters Serie in Ried im Innkreis/A präsentierte Teamchef Alexander Karg mit Milko Potisek einen hochkarätigen Neuzugang im Team. Der Franzose wurde vor kurzem Vizeweltmeister in der MX3-Klasse und wird eventuell noch weitere Rennen für das KMP Team bestreiten. 

 

Potisek bewies mit Platz vier im ersten Lauf, dass er auch in der Mastersklasse ganz vorne mitfahren kann und zeigte sich begeistert von seinem ersten Einsatz für das KMP Team. „Ich wusste nicht so recht was ich von meinem ersten Start in der Masters-Serie erwarten konnte“, schilderte der Franzose. „Aber mein Team hat mir ein Spitzenmotorrad zur Verfügung gestellt mit dem ich gleich ganz vorne mitmischen konnte.

Im zweiten Lauf lag ich einige Zeit auf dem zweiten Platz, bin dann jedoch zwei mal gestürzt und musste schließlich aufgeben weil ich mir das Motorrad total verbogen hatte.“

Milko Potisek    

Kasper Jensen kam im ersten Durchgang nicht optimal in Fahrt, konnte jedoch im zweiten Rennen mit Platz 15 ein sehr ordentliches Ergebnis nach Hause bringen.

 

Mit Brice Bonnemoy bot KMP Racing einen weiteren Neuzugang auf. Der Franzose konnte mit Rang 7 beim letzten Lauf zur MX3 WM in Lacapelle Marival/F glänzen, hatte jedoch in Ried einen schweren Stand. Im ersten Rennen wurde Bonnemoy in einen Massensturz in der ersten Kurve verwickelt und konnte sich im Anschluss noch von weit hinten auf Platz 21 nach vorne kämpfen.

Im zweiten Durchgang handelte sich der Franzose schon in der Einführungsrunde einen Plattfuß ein. „Vor dem Start durften wir das Rad nicht mehr wechseln“, erklärte Bonnemoy. „Deshalb bin ich gleich in der ersten Runde zum Radwechsel in die Box abgebogen. Als ich wieder weiterfahren konnte war ich leider schon überrundet.

     

Nach einer Weile musste ich einsehen dass es keinen Sinn machte, das Rennen zu Ende zu fahren. Trotzdem hat mir mein erster Einsatz bei KMP Racing gefallen und ich möchte gerne noch weitere Rennen für das Team bestreiten.“ 

Text und Fotos: KMP-Racing


16.08.2011 

Siegl und Heidecke mit konstanten Leistungen, Noffz verpasst Top-10 nur knapp

Bei der sechsten von acht Veranstaltungen trafen die Piloten der ADAC MX Masters in Österreich aufeinander. In diesem Jahr wechselte der Austragungsort wieder von Möggers in Vorarlberg ins malerische Innviertel nach Ried. Am gesamten Rennwochenende herrschten optimale Witterungsbedingungen und der veranstaltende HSV Ried hatte die anspruchsvolle Rennstrecke „Am Güpl“ hervorragend präpariert.

 

Daniel Siegl, er hatte die letzten drei Wochen mit einer starken Bronchitis zu kämpfen und so enormen Trainingsrückstand, zeigte sich bereits in der Qualifikation am Samstag sehr gut in Form und stellte seine Kalli-KTM in der ersten Qualifikationsgruppe auf einen starken zweiten Rang. Teamkollege Angus Heidecke musste sich im Anschluss in der zweiten Qualifikation behaupten und konnte sich dort auf Rang acht ebenfalls recht gut in Szene setzen. Die solide Teamleistung rundete Ron Noffz in der Qualifikation zum ADAC MX Youngster Cup ab. Der Greifswalder kam zwar nicht wirklich Schwung, konnte sich dennoch als Neunter sicher in den Top-10 auf direktem Wege für die Wertungsläufe am Sonntag qualifizieren.

Noffz verpasst Top 10 nur knapp    

Den Start zum ersten Wertungslauf der ADAC MX Masters am Sonntag verpatzte Daniel Siegl kräftig und nach der ersten Kehre wurde der Kalli-Pilot nur auf Rang zwanzig notiert. Mit viel Elan machte er gleich Boden gut und arbeitete sich nach Halbzeit des Rennens bis auf Rang zehn nach vorne. Dann musste er jedoch der kräftezehrenden Aufholjagd Tribut und etwas zurückstecken. Dennoch verteidigte er den erkämpften zehnten Rang und wurde für seinen Einsatz mit elf weiteren Meisterschaftspunkten belohnt. Beim zweiten Start reagierte Siegl diesmal wesentlich besser und konnte das Rennen gleich in den Top-10 aufnehmen. Wieder ging es zügig nach vorne und auf Rang vier hatte der Flurstedter gar das Podium in Reichweite.

 

Doch wie schon im ersten Wertungslauf musste der 27-Jährige dem Trainingsrückstand Tribut zollen und am Ende etwas Federn lassen. Zur Unterhaltung der Zuschauer kämpfte Siegl mit Lokalmatador Pascal Rauchenecker um Rang vier, ehe er diesen in der letzten Runde passieren lassen musste und so als Fünfter abgewinkt wurde. In der Tageswertung erreichte Siegl so Rang sechs und konnte damit seinen fünften Rang im Zwischenklassement verteidigen. Entsprechend fiel das Fazit von Siegl aus: „Unter dem Strich bin ich ganz zufrieden. Das waren zwar noch nicht die Top-Resultate die möglich sind, aber jetzt wo ich wieder vollkommen gesund bin kann ich härter trainieren und zum Saisonende nochmals voll angreifen. Es gibt noch einige Ziele zu verwirklichen!“

Angus Heidecke mit konstanter Leistung    

Angus Heidecke finishte in beiden Rennen gleich hinter seinem Teamkollegen und konnte mit den Rängen elf und sechs den siebten Rang in der Tageswertung belegen. Genau diesen Platz behauptete der Sandersdorfer auch im Zwischenklassement der ADAC MX Masters.

Für Ron Noffz verlief der Rennsonntag mehr oder weniger enttäuschend. Nach den tollen Leistungen in Tensfeld voll motiviert ins Rennen gegangen, kam im ersten Lauf schon nach wenigen Runden das vorzeitige Aus. Im zweiten Lauf kam der 18-Jährige sehr gut aus dem Startgatter und behauptete sich bis zur ersten Kehre im Spitzenfeld. Dann gab es einen unfreiwilligen Kontakt mit einem Kontrahenten und Noffzs fand sich im letzten Drittel des Feldes wieder. Mit viel Wut im Bauch machte er sich an die Aufholjagd, machte kräftig Boden gut und finishte am Ende als Elfter. In der Tageswertung stand so nur Rang vierzehn zu Buche, welcher das wahre Leistungspotential nicht ansatzweise wiedergibt.

Enttäuscht zog Noffz dann auch Fazit: „Das ist überhaupt nicht rund gelaufen. Wenn man nur in einem Lauf punktet, ist es unheimlich schwer das Erreichte in der Gesamtwertung zu verteidigen. So habe ich jetzt den fünften Rang auch noch verloren, aber es gibt ja noch zwei Veranstaltungen wo ich das aufholen kann.“

Text: Ulf Simon Fotos: Steve Bauerschmidt


16.08.2011 

Kawasaki Team Green mit Höhen und Tiefen in Ried

NEUGEBAUER MELDET SICH ZURÜCK

Die sechste Runde zur ADAC MX Masters Serie wurde als einziges Rennen der Meisterschaft nicht innerhalb Deutschlands gefahren. Diesmal trafen sich die Akteure bei schönstem Wetter und sommerlichen Temperaturen auf der Rennstrecke in Mehrnbach im österreichischen Innviertel.

 

Filip Neugebauer kehrte zur Auslandsrunde aus seiner Verletzungspause zurück und präsentierte sich in guter Form. Der Tscheche musste aufgrund einer Schulterverletzung drei Wochen pausieren, konnte jedoch trotz Trainingsrückstand auf den vierten Platz der Tageswertung fahren. „Ich bin nur einmal in der Woche vor dem Rennen kurz auf dem Motorrad gesessen“, schilderte Neugebauer. „Deshalb konnte ich nicht viel erwarten. Ich bin mit dem vierten Platz absolut zufrieden. Nur schade, dass mir im zweiten Lauf einen kleinen Fehler unterlaufen ist, sonst hätte ich sogar aufs Podium gedurft.“ Kevin Wouts kämpfte in Österreich mit einer Handverletzung, die er sich vor zwei Wochen beim Training zugezogen hatte. Der Belgier musste Schmerzmittel nehmen und kämpfte sich tapfer zweimal auf Rang 16.

Filip Neugebauer    

„Ich hatte höllische Schmerzen“, klagte Wouts nach dem Rennen. „Mehr war unter diesen Umständen leider nicht möglich.“ Florent Richier kam schon zu Rennbeginn im Getümmel der ersten Kurve zu Fall und konnte das Rennen nur mit großem Abstand zum Feld wieder aufnehmen. Der Franzose gab nach einigen Runden an aussichtloser Position auf. Im zweiten Rennen konnte Richier zwar einige Runden an zweiter Position fahren, musste jedoch später mit Problemen aufgeben.

6. LAUF ADAC MX YOUNGSTER CUP

Boris Maillard präsentierte sich auf dem technisch anspruchsvollen Kurs auf hartem Boden in Topform. Der Franzose zeigte im ersten Rennen eine famose kämpferische Leistung und wurde mit dem Sieg belohnt.

 

„Ich lag nach dem Start zunächst nur auf Rang zehn“, erzählte Maillard nach dem Rennen. „Aber die Strecke in Österreich kam mir sehr entgegen. Ich konnte alle Gegner überholen und den Sieg nach Hause fahren.“ Auch im zweiten Durchgang hatte der 18-jährige keinen optimalen Start, war jedoch schon auf dem Weg nach vorne als ihm ein Fehler unterlief. „Ich wollte unbedingt gewinnen, um mir die Chance auf den Titelgewinn offen zu halten“, erklärte Maillard. „Deshalb habe ich schon früh attackiert.
In einer Kurve ist mir das Vorderrad weggerutscht und ich ging ziemlich hart zu Boden. Sehr ärgerlich, denn mit dem zehnten Platz habe ich wieder Boden auf dem Führenden im Youngster Cup verloren.“

Youngster Cup Podium    

Stephan Büttner lieferte mit Rang zehn ein sehr solides Ergebnis ab. Der 16-jährige beendete den ersten Lauf auf Rang elf. Im zweiten Durchgang verlor er in der letzten Runde noch zwei Plätze. „Ich hatte einen kleinen Sturz und bin auf Platz 14 zurückgefallen“, ärgerte sich der Youngster.
Hannes Richter holte im zweiten Lauf mit Platz 20 einen Meisterschaftspunkt.

Text und Foto:Kawasaki Team Green


15.08.2011 

Laufsieg für Teillet – Schiffer in Führung

Valentin  Teillet  gewinnt  den  ersten  Lauf.  Marcus  Schiffer  (Foto)  zeigt  nach  seiner Verletzung enormen Kampfgeist und übernimmt die Meisterschaftsführung.

Zur sechsten Runde gastierte die ADAC MX Masters Serie im Nachbarland Österreich. Auf der Rennstrecke in der Nähe von Ried im Innkreis wurde bei bestem Sommerwetter die heiße Phase der Meisterschaft eingeläutet.

Suzuki Europe MX2 Pilot Valentin Teillet war der dominierende Mann auf der Hartbodenstrecke in Österreich. Der Franzose glänzte schon in der Qualifikation am Samstag mit einer Fabelzeit und distanzierte die Konkurrenz um fast zwei Sekunden. Der Sieg im ersten Lauf war deshalb keine Überraschung. Teillet gewann den Start und fuhr das Rennen ohne Probleme nach Hause. Im zweiten Durchgang kam der 21-Jährige allerdings nicht so gut ins Rennen und
musste sich mit viel Einsatz nach vorne kämpfen. Mit Platz drei sicherte er sich jedoch noch den zweiten Rang im Tagesklassement.

Marcus Schiffer litt in Österreich noch unter den Folgen der Operation, die 16 Tage vor dem Rennen durchgeführt wurde, um das abgerissene Band am Hüftknochen zu refixieren. Der Frechener biss sich jedoch tapfer durch die Rennen und sammelte mit den Rängen sechs und acht genügend Punkte, um sich die Meisterschaftsführung zurückzuholen.

 

Marcus Schiffer: "Ich bin vor dem Rennen drei Wochen nicht auf dem Motorrad gesessen und konnte auch kein Konditionstraining machen. Das hat sich in Ried natürlich noch bemerkbar gemacht. So eine Operation kann man eben auch nicht so einfach wegstecken, deshalb bin ich mit meinen Resultaten sehr zufrieden. Jetzt gilt es, wieder mein altes Tempo zu finden und meine Fitness zurück zu gewinnen. Ich bin noch sehr verhalten gefahren und habe oft eine Schonhaltung eingenommen. Aber das ist so kurz nach der Operation wohl auch ganz normal. Eigentlich ging es für mich nur um Schadensbegrenzung. Dass ich die Meisterschafts-Führung wieder übernehmen konnte, motiviert mich natürlich zusätzlich. Jetzt blicke ich zuversichtlich zu den beiden letzten Rennen. Ein besonderer Dank an mein Team und die Ärzte, die das alles erst
möglich gemacht haben!"

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Valentin Teillet

"Ich hätte nie gedacht, dass ich mit dem MX2-Motorrad den Start gegen die wesentlich stärkeren 450er-Motorräder gewinnen könnte. Das war wirklich super! Mein Motorrad funktioniert fantastisch, und ich bin Suzuki und meinem Team sehr dankbar für die tolle Arbeit. Die Strecke hat mir wahnsinnig Spaß gemacht, ich habe das Rennen richtig genossen. Im zweiten Durchgang bin ich beim Start leider ein wenig unter die Räder gekommen. Die folgende Aufholjagd war bei den heißen Temperaturen sehr anstrengend."

Rasmus Jorgensen landete erneut eine Podiumsplatzierung für das Team Silent Sport Suzuki im MX Youngster Cup. Der Däne kam glänzend mit dem anspruchsvollen Kurs in Österreich klar und konnte das erste Rennen sogar mehrere Runden lang anführen. Am Ende musste sich Jorgensen zwar mit dem dritten Gesamtrang begnügen, doch das ist angesichts der immer noch andauernden Probleme mit seinem verletzten Arm ein toller Erfolg.

Rasmus Jorgensen

"Die Strecke hat mir von Anfang an gut gefallen, deshalb konnte ich schon am Samstag in der Qualifikation die zweitschnellste Rundenzeit fahren. Im ersten Lauf lag ich ein paar Runden in Führung, bekam dann aber schnell harte Arme und musste ein wenig Tempo rausnehmen. Auch im zweiten Lauf war ich von Beginn an vorne, aber Stefan Kjer Olsen hat mich gleich in der Anfangsphase überholt. Zur Rennmitte habe ich alles versucht, um ihn nochmals
einzuholen, aber er war einfach zu schnell. Zum Ende hin wurde ich dann etwas müde und musste auch Donny Bastemeijer noch passieren lassen. Trotzdem bin ich hochzufrieden mit meinem Wochenende."

Nächstes Rennen für das Team Suzuki International Europe Motocross: 21.08.2011 MX1 Grand Prix Matterly Basin/GB

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


09.08.2011 

Hattrick Interview – Steffi Laier holt den dritten WM-Titel in Folge

Steffi Laier holte sich beim vergangenen WMX Rennen in Frankreich den dritten Weltmeistertitel in Folge und den vierten ihrer Karriere. Trotz dieses grandiosen Erfolges beendete sie die Saison mit gemischten Gefühlen. Wir haben die frisch gebackene Weltmeisterin für Euch interviewt und dabei kamen einige interessante Sachen heraus.

 

Hallo  Steffi! Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Weltmeistertitel! Das ist bereits der vierte WM-Titel, ist das für Dich schon eher zur Routine geworden oder ist es immer noch etwas besonderes den Titel zu holen?

Vielen Dank! Ja klar, das ist für mich immer noch etwas besonderes! Dieses Jahr hielt sich die Freude jedoch etwas in Grenzen. Klar, ich und das Team sind Weltmeister geworden und wir haben auch dementsprechend gefeiert, aber dadurch, dass wir nicht mehr zusammen mit den MX1/MX2 Jungs fahren, war die Aufmerksamkeit der Medien doch eher gering.

Dritter WM Titel in Folge    

Ihr seid dieses Jahr mit den Piloten der MX3 Klasse zusammengelegt worden. Denkst du der Stellenwert der Damen ist dadurch eher gesunken?

Ja, das finde ich schon. Letztes Jahr war es einfach super, wir wurden von allen akzeptiert und auch die Fans und die Medien waren viel mehr an uns interessiert. Unsere Rennen wurden live übertragen und die Berichterstattung war perfekt. Das war dieses Jahr nicht so. Vor allem bei den Medien merkt man das Desinteresse an der MX3 Serie und das betrifft uns dadurch natürlich auch.

Ihr wollt mehr vom Interview lesen...?! Kein Problem, das komplette Interview mit Steffi Laier findet Ihr bei unserem Partner der motoX

Text: Michael Dendl Foto: Marco Campelli/Red Bull Content Pool


09.08.2011 

Larissa Picoto über den GP in Frankreich - Lacapelle Marival
 
Die Strecke in Lacapelle kannte ich nur von Erzählungen und ich war schon sehr gespannt. Es waren zwei etwas größere Table drin, aber machbar. Im freien Training gab es nur eine Spur und am Anfang hab ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt...naja aber war ja nur freies Training.

 

Im Pre Quali war ich dritte hinter Steffi und Kiara, aber ich fühlte mich schon besser und ich hatte ein gutes Gefühl für das Quali Rennen.
Am Start war ich dann auch direkt dritte hinter Steffi und Kiara, ich konnte relativ gut dran bleiben, etwas fuhren die Beiden zwar weg, aber ich konnte die Meter wieder gut machen. Dann nach ca. 4 Runden ging meine Hinterradbremse mal wieder nicht! Ich war sehr enttäuscht weil ich sehr gut zurecht kam. Naja dritte konnte ich dann noch werden...
 
Am Sonntag Morgen im Warm Up war die Strecke sehr gut und ich hatte echt Spaß am fahren.
Der Start zum ersten Lauf war so lala, ich wählte die Startspur ganz innen, und als die Leute in dem Häuschen neben mir das Gatter fallen lassen wollten hat das ganze Haus mit gewackelt, dadurch war ich etwas durcheinander und habe kurz gezuckt. Ich kam aber trotzdem noch relativ gut raus, aber die anderen waren schneller...in der ersten Kurve war ich dann nur ca.5te. Ich bin dann vorgefahren auf drei und Nathalie Kane war hinter mir. Sie überholte mich. Ich blieb an ihr dran und in der letzten Runde konnte ich sie zurück überholen.
Der Start zum zweiten Lauf war auch nicht sehr gut. Ich kam wieder super raus, aber alle anderen zogen an mir vorbei. Ich war dann nur so 6te oder so. Ich habe dann schon 2 Mädels überholte aber leider bin ich dann in der dritten Kurve gefallen. Ein paar andere in mich rein und wir hatten Motorrad Salat. Wir hingen alle irgendwie ineinander. Ich habe dann einfach im aufheben mein Bike schon angemacht und bin dann mit Gas daraus gekommen. Dann hieß es Aufholjagd von Platz 30. Ich konnte bis auf den 5.Platz nach vorne fahren und gesamt war ich dann nur 4te.

WM dritte, Larissa Picoto    

Ein sehr enttäuschendes Wochenende für mich, da ich mir für den letzten WM Lauf mehr erhofft hatte. Aber naja in der Gesamtwertung konnte ich auf den dritten Platz fahren und ich bedanke mich bei meinem Team Sarholz KTM, meinen Eltern, meinen Mann, FOX, Freegun, Goldfren, Twin Air, Gigga Grafics, Ortema und all meinen anderen Spnsoren, die es mir ermöglicht haben, dass ich dieses Jahr noch einmal an der WM teilnehmen konnte!!!

Wir gratulieren Larissa und dem KTM-Sarholz Racing Team zum dritten Platz in der WM.

Text Larissa Picoto


08.08.2011 

Bestes Saisonergebnis für Teillet beim Grand Prix in Loket

Valentin Teillet vom Team Suzuki Europe MX2 konnte seinen 21. Geburtstag unter wolkenverhangenem Himmel in Loket mit seinem bisher besten Saisonergebnis in der FIM Motocross Weltmeisterschaft 2011 schmücken.

 

Vor rund 21.000 Fans wurde der Franzose auf seiner Suzuki RM-Z250 Sechster in der
Gesamtwertung des Casino Bonver Grand Prix der Tschechischen Republik, der zwölften von 15 WM-Runden. Nach Platz zwei im Qualifying am Samstag – ebenfalls eine persönliche Bestleistung war klar, dass der Nummer 37 der lose, schnelle Untergrund der Loket-Piste liegt, wenngleich sich das Überholen schwierig gestaltete. Regen am Sonntagmorgen sorgte für eine schmierige Strecke mit Spurrillen und Wellen und damit die rauesten Bedingungen bei diesem Event seit langem.Teillet gelang im ersten, 35 Minuten und zwei Runden langen Rennen zwar nicht der allerbeste Start, doch konnte er in einer Gruppe von sechs Fahrern um Platz vier kämpfen, um am Ende schließlich Achter zu werden.

Bestes Saisonergebnis für Teillet    

Ein fantastischer Auftakt gelang Teillet beim zweiten Rennen, als er über sieben der 21 Runden Platz drei hielt, bis er das Pech hatte, in einer Kurve auf einen Backmarker aufzulaufen, dem ein Fehler in derselben Fahrspur unterlief und der ihn aufhielt. Dadurch büßte Teillet zwei Plätze ein und musste sich am Ende mit Rang sieben zufrieden geben. Teillet hat in den fünf Rennen nach seiner Verletzungspause 109 Zähler eingefahren und liegt derzeit auf Platz 18 der Gesamtwertung.

Simone Zecchina wurde auf seiner Suzuki RM125 Dritter in der Europäischen 125er-Zweitakt- Meisterschaft und liegt bei noch einem ausstehenden Event auf Rang zwei der Gesamtwertung mit elf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer und Inhaber der roten Plakette.

Am kommenden Wochenende findet in Österreich die sechste von acht Runden zum ADAC MX Masters statt, während die 13. Runde zur Motocross Weltmeisterschaft am 21. August beim Grand Prix von Großbritannien in Matterly Basin stattfindet.

Valentin Teillet:

"Ich habe mich heute wohlgefühlt. Im ersten Lauf hatte ich einen schlechten Start und war 14.. Unter den schlammigen Bedingungen war es zwar nicht einfach, aber ich kämpfte mich wieder nach vorn. Ich überholte Tonus in der letzten Runde, wusste aber, dass ich es besser konnte. So hoffte ich im zweiten Lauf auf mehr und erwischte auch einen großartigen Start. Einen meiner besten in diesem Jahr. In den ersten Runden machte ich viel Druck, bekam aber
dann ein Problem mit einem zu überrundenden Fahrer, der mitten auf der Piste anhielt. Ich verlor meine Konzentration, doch angesichts von Platz sechs in der Gesamtwertung und meinen ansteigenden Leistungen – von Lommel einmal abgesehen – war der heutige Tag gut."

GP Ergebnisse: MX1 Lauf 1 - MX1 Lauf 2 - MX2 Lauf 1 - MX2 Lauf 2

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


08.08.2011 

Desalle und Suzuki gewinnen tschechischen Grand Prix

Für kurze Zeit vergaß das Team Rockstar Energy Suzuki World MX1 das qualvolle vergangene Wochenende, bei dem sich Steve Ramon verletzte, und freute sich über eine superbe Vorstellung von Clement Desalle, der sich mit dem Gewinn des Casino Bonver Grand Prix der Tschechischen Republik seinen vierten Saisonsieg holte.

 

Der Belgier wurde Zweiter und Erster und holte sich damit vor 21.000 Fans bei bewölktem Wetter Gesamtrang eins bei der zwölften von 15 Runden zur FIM Motocross Weltmeisterschaft. Regen am Morgen des Renntags sorgte für zwei rutschige und schlammige Läufe à 35 Minuten und zwei Runden. Obgleich es auf dem schmierigen Kurs schwierig zu überholen war, zeigte sich Desalle in bestechender Form und holte sich seinen ersten Triumpf seit der sechsten WM- Runde in Portugal. Im ersten Lauf klebte er am Hinterrad von Rui Goncalves und lieferte sich mit ihm einen spannenden und unterhaltsamen Kampf um Platz zwei. Nachdem er dieses Duell für sich entschieden hatte, verbesserte sich der 22-jährige Belgier im zweiten Durchgang noch um einen Platz, nachdem er eine Gelegenheit gefunden hatte, den führenden Tanel Leok zu passieren und die Zielflagge schließlich mit einem komfortablen Vorsprung zu erreichen.

Desalle wieder auf dem Podium    

Kevin Strijbos kam ins Team, um Ramon zu ersetzen und fand just dort auf der Werks-Suzuki RM-Z450 sofort zu schneller Gangart, wo er bereits zweimal Siege errungen hatte (2005 und 2007; 2005 war insofern bemerkenswert, als es die ersten Grand-Prix-Erfolge für Viertakt- Maschinen waren). Der Belgier wurde ordentlicher Gesamtsechster und kann auf einen guten Auftritt im ersten Lauf zurückblicken, bei dem er an die um Podiumsplätze kämpfende
Fahrergruppe anschloss und die Ziellinie schließlich als Sechster überquerte. Im zweiten Umlauf wurde er Achter.

Vor Loket hatte Desalle 52 Punkte Rückstand auf Tony Cairoli, doch nun hat sich dieser Abstand auf 48 Zähler verringert. Strijbos ist 13. im Ranking und wird für das Team Rockstar Energy Suzuki World MX1 nun die drei nächsten Rennen in UK, Deutschland und Italien bestreiten.

Der britische Grand Prix in Matterley Basin findet am 21. August statt. Dennoch wird das Team auch die Belgische Meisterschaft am nächsten Montag in Mol bestreiten.

Clement Desalle:

"Meiner Schulter geht es immer besser, aber diese Strecke war wirklich schwierig, speziell zum Überholen. Du musstest wirklich kämpfen und aggressiv fahren. Das war nicht so cool, und du musstest zeigen, dass du da bist, um überholen zu können. Das war kein Spaß da draußen, und wenn es mehrere Linien gegeben hätte, wäre das hilfreich gewesen. In der Meisterschaft können wir jetzt nur nach vorne schauen – es kann noch alles passieren. Ich musste verletzt fahren, und das ist eine Seite des Motocross, die ich nicht mag. Aber das Team hat mir geholfen, mit der Situation umzugehen, und ich habe viel gelernt."

Kevin Strijbos:

"Ich fühle mich ganz gut. Im ersten Rennen berührte ich Tanel am Ausgang des Startgatters, doch der Start war nicht so schlecht. Ich konnte ganz gut Druck machen, doch da war eine Lücke zu der Gruppe vor mir, und die musste ich schließen. Ich versuchte zwar, nicht zu verrückt zu Werke zu gehen, doch anschließend war ich ziemlich fertig. Zu Beginn des zweiten Laufs war es alles andere als großartig. Während alle Boog überholen konnten, musste ich
mich damit herumquälen. Es war eine Schande, denn ich verlor den Anschluss zu den anderen. Insgesamt ist es aber okay. Das war mein erstes Rennen mit dem Team, und jetzt haben wir etwas mehr Zeit zum Trainieren und zum Ausprobieren einiger Dinge."

GP Ergebnisse: MX1 Lauf 1 - MX1 Lauf 2 - MX2 Lauf 1 - MX2 Lauf 2

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


07.08.2011 

Roczen holt Doppelsieg in Loket, Desalle mit Platz zwei und eins zufrieden

Der KTM Werkspilot Ken Roczen holt sich den Doppelsieg auf der Anspruchsvollen und schwierigen Strecke in Loket. Clement Desalle der wieder voll Fit ist holt sich mit Platz zwei im ersten und Platz 1 im zweiten Lauf den Tagessieg in der MX1.

 

Tanel Leok sorgte im zweiten Lauf für Aufsehen zur Freude der Zuschauer. Leok holte sich im zweiten Lauf den Holeshot und führte das gesamte Feld bis zur Mitte des Rennens deutschlich an, doch Desalle der Fehlerfrei zu diesem Zeitpunkt unterwegs war machte immer mehr Druck auf Leok und ging dann letztentlich doch an ihm vorbei.

Nagl der immer noch mit seiner Verletzung zu kämpfen hat, kam im ersten Lauf als siebter und im zweiten als sechster ins Ziel. Trotz des nicht ganz so guten abschneiden ist Max recht zufrieden wenn man bedenkt mit welcher Verletzung hier auf dieser tiefen schlammigen Strecke angetreten ist.

Roczen souverain in Loket unterwegs    

GP Ergebnisse: MX1 Lauf 1 - MX1 Lauf 2 - MX2 Lauf 1 - MX2 Lauf 2

Fotos: Youthstream


06.08.2011 

Die Qualifikation in Loket

Max Nagl und Arnaud Tonus sichern sich den Lovemytime Pole Position Award.

 

Nagl holte sich den Holeshot in der Quali und behielt den ersten Platz sicher während der gesamten Session. Platz zwei ging an Clement Desalle, er überholte Rui Gonçalves in der aller letzten Runde. Strijbos zeigte wieder einmal wozu er fähig ist und kam nach und nach in Fahrt, sein Können wurde mit dem vierten  Platz belohnt, direkt hinter ihm komplettierte Steven Frossard die Top Fünf. Cairoli hatte hingegen seines Teamkolegen Nagl etwas Pech, er war in einem Crash mit Evgeny Bobryshev beteiligt und beendet somit die Quali als neunter.

Nicht nur das der Yamaha Pilot Arnaud Tonus sich den Holeshot holte, er überquerte auch die Ziellinie mit über 2 Sekunden Vorsprung vor  Valentin Teillet. Den dritten Platz sicherte sich Gautier Paulin vor dem deutschen Ken Roczen. Tommy Searle kam als fünfter im schlammigen Boden in Loket ins Ziel.

Gewinner des Lovemytime Pole Position Award    

Quali Ergebnisse: MX1 - MX2

Fotos: Youthstream


01.08.2011 

Desalle beim Heim-Grand-Prix auf dem Podest

Mit Clement Desalles zweitem Gesamtrang genoss das Team Rockstar Energy Suzuki World MX1 einen erfolgreichen Heim-Grand Prix von Limburg, der elften von 15 Runden zur FIM Motocross Weltmeisterschaft.

 

Rund 23.300 Fans säumten die wahrscheinlich schwierigste Strecke des diesjährigen Rennkalenders. Der belgische Sand wurde einmal mehr zum Gradmesser für Fitness, Durchhaltevermögen und Maschinenmaterial.
Desalle erwischte auf seiner verlässlichen Werks-Suzuki RM-Z450 zwei ordentliche Starts und führte unter bewölktem Himmel und kühlen Bedingungen nahezu über die gesamte Dauer des ersten 35 Minuten und zwei Runden langen Rennens. Gegenwehr erhielt der Belgier schließlich vom späteren Gewinner Antonio Cairoli sowie Steven Frossard drei Runden vor Schluss, als er die Gangart des Italieners nicht mehr mitgehen konnte. Desalle sicherte den zweiten Platz abund ließ im zweiten Durchgang einen tollen Kampf gegen seinen Landsmann Ken De Dycker folgen.

Clement Desalle    

Zwar war die Strecke noch rauer und beinhaltete eine Reihe brutaler Sprünge, doch der 22-Jährige konnte sich De Dycker erwehren und sich Rang vier sichern.
Der Podestplatz war ein verdienter Ausgleich für das Team, das den Schock über Steve Ramons schweren Sturz im Qualifying am Samstag sowie den anschließenden Krankenhausaufenthalt zu verdauen hatte. Der frühere Weltmeister schlug kopfvoraus im Sand ein und hatte anfänglich kein Gefühl in seinen Gliedmaßen. Dies rührte von einem spinalen Schock der Wirbelsäule her. Glücklicherweise kamen keine Knochenbrüche hinzu, und so beschränken sich seine Verletzungen auf Nervenverletzungen im Nacken sowie Abschürfungen. Ramon wird am heutigen Montagmorgen vom dortigen Krankenhaus in ein anderes verlegt werden, doch die Zeichen für eine Genesung sind im Moment positiv.

Bei noch vier zu fahrenden WM-Runden (Tschechische Republik, UK, Deutschland, Italien) liegt Desalle nach wie vor auf Platz zwei der WM-Tabelle mit 52 Zählern Rückstand auf Cairoli und elf Punkten Vorsprung auf Frossard. Ramon liegt auf Rang elf. Die zwölfte WM-Runde findet am kommenden Wochenenden in Loket, unweit der deutschen Grenze statt – dort wo Desalle 2009 seinen ersten Grand Prix gewann.

Clement Desalle:
"Die Pause nach Lettland nutzte ich zum Ausspannen und das half. Ich kam zuversichtlich hierher und wollte mich mit meiner lädierten Schulter vor allem auf dem Motorrad wohlfühlen. Ich war zufrieden, wie es am Samstag lief – vor allem auf so einer schwierigen Strecke wie dieser. Körperlich lege ich ständig zu. Natürlich freute ich mich, in Führung zu liegen, doch das Rennen hier ist sonderbar. Hier sind so viele verschiedene Linien möglich, so dass du in der einen Runde Zeit verlieren und sie in der nächsten wieder gutmachen kannst. Mit dem Ergebnis hier in Belgien bin ich zufrieden, aber natürlich ist ein zweiter Platz kein Sieg! Jeder Fahrer weiß, dass ein so schwerer Sturz wie bei Steve jederzeit passieren kann, und man verdrängt es. Als ich ihn gestern drei Runden lang reglos am Boden liegen sah, konnte ich das nur schwer ertragen. Es stimmt einen nachdenklich über sein Leben, doch zum Motorradfahren müssen wir es rasch wieder verdrängen.“

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


01.08.2011 

Teillet kämpft bei hartem Grand Prix in Belgien

Valentin Teillet erkämpfte sich beim Grand Prix von Limburg, der elften von 15 Runden zur Motocross Weltmeisterschaft, auf der schwierigen Sandstrecke von Lommel Rang 17 in der Gesamtwertung.

 

Der Franzose nahm zwar die Rillen, Sprünge und die Streckenführung mit ihren Linienwechseln beherzt in Angriff, doch auch wenn er auf der Suzuki RM-Z250 sein Maximum gab, blieb ihm ein drittes Top-ten-Resultat in Folge versagt.
Graue Wolken und kühle Temperaturen lagen über dem Streckengelände, auf das 23.300 Fans gepilgert waren und wo 2012 das Motocross der Nationen ausgetragen wird. Teillet unternahm in den Trainings sowie im Qualifying alle Anstrengungen, hoffte aber auf eine Verbesserung am Renntag. Doch die anspruchsvolle Sandpiste forderte ihren Tribut, verzieh sie doch selbst nicht die kleinsten Fehler, welche Zeit und Energie kosteten und ihn aus dem Rhythmus brachten.

Valentin Teillet    

Teillet kam gut aus dem Startgatter und kämpfte um einen Top-ten-Platz, als ihn ein Sturz gegen Ende des 35 Minuten und zwei Runden langen Rennens auf Rang 14 zurückwarf. Im zweiten Durchgang fehlten dem früheren Europameister die letzten Energiereserven, und so sah er die Zielflagge als 16..
Dennoch hat sich Teillet in der Punktetabelle der Motocross Weltmeisterschaft nun unter die Top 20 vorgearbeitet und ist nun 19. bei vier noch ausstehenden Rennen. Das erste davon ist der Grand Prix der Tschechischen Republik in Loket am kommenden Wochenende.

Valentin Teillet:
"Im ersten Lauf hatte ich einen guten Start und kämpfte während der ersten 20 Minuten um Platz zehn, doch dann stürzte ich und musste das Motorrad erst wieder starten. Ich wurde schließlich 14., womit ich nicht zufrieden bin. Im zweiten Durchgang startete ich außerhalb der Top ten und wurde nach einer Viertelstunde ziemlich müde. Da war nichts mehr da bei mir. Mit Platz 16 war der heutige Tag eher zum Vergessen. Jetzt freue ich mich wirklich auf Loket.”

Text und Fotos: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE


 

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