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18.09.2011 

Sydney: Spanier Torres erklimmt FMX-Thron

Dany Torres (ESP) krönte sich beim Saisonfinale der Red Bull X-Fighters World Tour 2011 in Sydney (Australien) zum Gesamtsieger der prestigeträchtigsten FMX-Tour der Welt. Lokalmatador Josh Sheehan feierte auf Cockatoo Island vor 11.000 Fans einen Heimsieg.

 

Sydney geht als das spektakulärste Event in elf Jahren Red Bull X-Fighters in die Geschichte ein. Sieger Josh Sheehan sowie sein Landsmann Cameron Sinclair landeten insgesamt drei doppelte Rückwärtssaltos auf handelsüblichen Motocross Bikes. „So einen Trick kann man nur schaffen, wenn man sich bis in die Zehenspitzen sicher ist. Er war ausschlaggebend für meinen Triumph“, erklärte Sheehan, der im Finale den Neuseeländer Levi Sherwood die Grenzen aufzeigte.

Dany Torres genügte vor der Skyline von Sydney der dritte Rang, um Nate Adams (USA) nach zweijähriger Herrschaft den Titel zu entreißen. Adams trat mit einer gebrochenen Schulter an, kam nicht über den 11. Rang hinaus.

Dany Torres    

Der 24-jährige Spanier gewann 2011 den Auftakt in Dubai (UAE) und in der Stierkampfarena von Madrid (ESP). Adams trickste sich in Brasilia (BRA), Rome (ITA) und Posen (POL) zum Tagessieger.

Die Red Bull X-Fighters World Tour begeisterte 2011 im Rahmen von sechs Bewerben auf 4 Kontinenten über 230.000 Fans und kam einem Knock-Out Bewerb gleich. Sowohl Torres (Brasilia) als auch Adams (Madrid) verzichteten nach Stürzen auf Starts. Mitfavorit Andre Villa, der in der Tour-Wertung den 3. Rang belegt, brach sich in Posen (POL) den Oberschenkel und musste sein FMX-Bike vorzeitig in die Garage stellen.

Endergebnis Sydney (AUS) 2011: 1. Josh Sheehan (AUS), 2. Levi Sherwood (NZL), 3. Dany Torres (ESP), 4. Mike Mason (USA), 5. Rob Adelberg (AUS), 6. Adam Jones (USA); weiters: 11. Nate Adams (USA), 12. Eigo Sato (JPN)

Endstand World Tour (nach 6 von 6 Bewerben): 1. Dany Torres (ESP) 390 Punkte, 2. Nate Adams (USA) 375, 3. Andre Villa (NOR) 270, 4. Josh Sheehan (AUS) 230, 5. Blake Williams (AUS), 6. Eigo Sato (JPN), 7. Levi Sherwood (NZL), 8. Adam Jones (USA), 9. Robbie Maddison (AUS), 10. Maikel Melero (ESP)

Autor: Fabian Ress Fotos: Balazs Gardi, Joerg Mitter und Mark Watson für Red Bull X-Fighters


16.09.2011 

Duell der Giganten: Finale in Sydney!

Nur 40 mickrige Punkte trennen den aktuellen Gesamtführenden Nate Adams (USA) und seinen Verfolger Dany Torres (ESP) vor dem finalen Showdown der Red Bull X-Fighters World Tour 2011. Am Samstag (17. September 2011) wird auf Cockatoo Island im Hafen von Sydney der Saisontitel vergeben.

 

Erstmals in der Geschichte der Red Bull X-Fighters World Tour geht das Saisonfinale in Australien über den Dirt. Und wie in den Vorjahren ist auch 2011 die Spannung kaum zu überbieten.  „Ich wurde erst vor wenigen Tagen an der Schulter operiert. Werde aber trotzdem versuchen meinen Titel zu verteidigen“, erklärt Nate Adams (USA), der die Saison zum Großteil dominierte.

Ob Verfolger Torres daraus einen Nutzen ziehen kann, steht in den Sternen: „Ich konzentriere mich auf meine Läufe, rechne nicht und mache mir auch keine Gedanken über die Konkurrenten.“

Gesamtführender Nate Adams    

Rückblickend auf die bisherige Saison sprang Adams drei mal zum Sieg (Brasilia, Rom, Posen) und landete zum Auftakt in Dubai (UAE) am dritten Rang. In Madrid stieg der US-Amerikaner nach einer Knieverletzung nicht aufs Bike, um sich wenige Tage später gleich zwei Goldmedaillen bei den X-Games zu sichern. Im Saisonverlauf zog Adams in 11 Head-to-Head-Duellen nur ein Mal den Kürzeren: im Dubai-Semifinale gegen Dany Torres!

Der Spanier blickt – obwohl er Brasilia verletzungsbedingt (sechs gebrochene Knochen) auslassen musste - auf eine grandiose Saison zurück. In 10 Head-to-Head-Runs hatte er acht Mal die Nase vorn. Mit Siegen in Dubai und Madrid hielt er sich im Kampf um den Tourtitel im Rennen. „Ich habe Nate bereits besiegt, aber auch ein Duell gegen ihn in Posen verloren. Es steht 1:1.“

Ob Adams zu seinem dritten Gesamtsieg nach 2009 und 2010 springt oder Torres erstmals den Thron erklimmt, wird am Samstag in Australien entschieden.

Zwischenstand Gesamtwertung (nach 5 von 6 Bewerben): 1. Nate Adams (365 Punkte), 2. Dany Torres (325), 3. Andre Villa (270), 4. Blake Williams (AUS/215), 5. Eigo Sato (180), 6. Robbie Maddison (AUS/160)

Startliste Sydney (Australien): Josh Sheehan (AUS), Robbie Maddison

AUS), Levi Sherwood (NZL), Rob Adelberg (AUS), Adam Jones (USA), Dany Torres (ESP), Todd Potter (USA), Mike Mason (USA) , Eigo Sato (JPN), Cam Sinclair (AUS), Nate Adams (USA), Maikel Melero (ESP)

Autor: Fabian Ress Fotos: Joerg Mitter, Andy Schaad, Balazs Gardi und Gregg Newton für Red Bull X-Fighters


07.08.2011 

FMX in Polen: Adams unantastbar

Vor 35.000 Zusehern trickste sich Nate Adams (USA) am Samstagabend im City Stadium von Posen (POL) zu seinem 6. Sieg in der zehnjährigen Geschichte der Red Bull X- Fighters. Der US-Amerikaner ließ im Finale seinem direkten Titelkonkurrenten Dany Torres (ESP) keine Chance. Der Japaner Eigo Sato wurde Dritter.

  440 LKW-Ladungen Erde machten aus der Heimstätte des polnischen Serienmeisters KKS Lech Posen eine Freestyle-Motocross-Spielwiese mit dem längsten und höchsten Sprung des Jahres. Die 12 besten FMX-Rider erreichten dabei einen Luftstand von 15 Metern und sprangen 36 Meter weit. Adams zitterte sich im Finallauf über die Rampen: "Das Bike unterrotierte am langen Jump und ich landete am Vorderrad. Umso glücklicher bin ich, Dany besiegt zu haben." Am Papier war die Entscheidung klar, vier von fünf Judges sahen Adams in Front. Dany Torres gibt im Kampf um die Gesamtwertung nicht auf: "Ich war nicht zu hundert Prozent fit, bin mit dem zweiten Rang zufrieden. Nun werde ich sechs Wochen trainieren um in Australien zurückzuschlagen."
     

Mit drei Saisonsiegen führt Adams (365 Punkte) – der 2011 auch zwei Goldmedaillen bei den X-Games einheimste – die Gesamtwertung der größten FMX-Tour der Welt mit 40 Punkten Vorsprung auf Torres (325 Punkte) an. Der Bewerb in Polen war sprichwörtlich ein K.o.-Event. Der bisherige Gesamtführende Andre Villa (NOR) brach sich in der
Qualifikation bei einem Backflip den Oberschenkel. Der Schweizer Mat Rebeaud, der bei seinem Comeback auf Krücken zum Bike ging, musste nach dem ersten Training doch auf einen Start verzichten. Zuvor hatten schon die drei Australier Robbie Maddison, Blake Williams und Josh Sheehan wegen Verletzungen auf eine Teilnahme verzichten
müssen.

Das entscheidende Saisonfinale findet am 17. September 2011 erstmals in Australien (Sydney) statt.

Endstand Posen (Polen): 1. Nate Adams (USA), 2. Dany Torres (ESP), 3. Eigo Sato
(JPN), 4. Javier Villegas (CHL), 5. Maikel Melero (ESP), 6. Petr Pilat (POL), 7.
Adam Jones (USA), 8. Andre Villa (NOR), 9. Libor Podmol (CZE), 10. Beau Bamburg
(USA), 11. Jackson Strong (AUS)

Zwischenstand Gesamtwertung (nach 5 von 6 Bewerben): 1. Nate Adams (365 Punkte), 2.
Dany Torres (325 Punkte), 3. Andre Villa (270 Punkte), 4. Blake Williams (AUS/215
Punkte), 5. Eigo Sato (180 Punkte), 6. Robbie Maddison (AUS/160 Punkte).

Autor: Fabian Ress Fotos: Joerg Mitter, Andy Schaad, Balazs Gardi und Gregg Newton für Red Bull X-Fighters


04.08.2011 

FMX-Welttour: Vorentscheidung in Polen?

Zum zweiten Mal nach 2008 (Warschau) machen die besten Freestyle-Motocross-Rider der Welt am Samstag, 6. August 2011, in Polen Station. Vor dem fünften von sechs Saisonbewerben der Red Bull X-Fighters World Tour 2011 in Posen (City Stadium) ist die Spannung im Kampf um prestigeträchtigste Trophäe des FMX-Sports nicht zu überbieten.

Dank drei Podiumsplätzen, in vier Bewerben führt Andre Villa (NOR) die Gesamtwertung hauchdünn mit fünf Punkten Vorsprung auf den zweifachen Tour-Triumphator Nate Adams (USA) an. Beim vorletzten Saisonbewerb in Posen, warten erneut 100 Punkte auf den Sieger. „Spannung pur. Kein Rider konnte sich absetzen. Alles ist möglich und das Feld ist Top besetzt“, stellt der 29-jährige Norweger fest.

Grund: Mit Mat Rebeaud (SUI) kehrt ein FMX-Haudegen nach langwieriger Verletzung im 40.000 Zuschauer fassenden EM-Stadion auf die Dirt-Bühne zurück. Ebenso starten Nate Adams (USA) und Eigo Sato (JPN) nach unfreiwilliger Abwesenheit beim letzten Showdown in der Stierkampfarena von Madrid nun im City Stadium wieder die Motoren.

Dany Torres (ESP), der 2011 bereits in Dubai (UAE) und zuletzt im Plaza de Toros de Las Ventas gewann, spürt die Spannung am eigenen Leib: „Ich habe noch Chancen an die Spitze zu springen. Der kleinste Fehler kann bei allen Fahrern jetzt ein Jahr harte Arbeit zerstören.“
Im Westen Polens sowie an der Warthe gelegen, ist das EM-Stadion für die dröhnenden Motoren gerüstet. Posen ist am Verkehrsweg nur 250 Kilometer von der Deutschen Hauptstadt Berlin entfernt. Das große Saisonfinale findet am 17. September 2011 erstmals in Australien (Sydney) statt. Josh Sheehan (AUS) ist sich bereits jetzt sicher: „Die Saison wird in meiner australischen Heimat entschieden.“?

Zwischenstand Gesamtwertung (nach 4 von 6 Bewerben): 1. Villa (NOR/270 Punkte), 2. Adams (USA/265), 3. Torres (ESP/245), 4. Williams (AUS/215), 5. Maddison (AUS/160), 6. Sheehan (AUS/130)
Startliste Posen (Polen): Nate Adams (USA), Beau Bamburg (USA), Dany Torres (ESP), Adam Jones (USA), Andre Villa (NOR), Josh Sheehan (AUS), Mat Rebeaud (SUI), Eigo Sato (JPN), Blake Williams (AUS), Petr Pilat (CZE), Jackson Strong (AUS), Maikel Melero (ESP)

Autor: Fabian Ress Fotos: Joerg Mitter, Andy Schaad, Balazs Gardi und Gregg Newton für Red Bull X-Fighters


29.05.2011 

Brasilien/Red Bull X-Fighters World Tour 2011/Adams siegt, Brasilien: 100.000 Fans feiern Freestyle-Motocross-Stars

Der US-Amerikaner Nate Adams trickste sich am Samstagabend in Brasilia (Brasilien) vor der größten Zuschauerkulisse der FMX-Geschichte zum Sieg beim zweiten Stopp der Red Bull X-Fighters World Tour 2011. In der von Architekt Oscar Niemeyer entworfene brasilianischen Hauptstadt musste sich Robbie Maddison (AUS) im Finale geschlagen geben. Andre Villa (NOR) belegte den dritten Rang.

BRASILIA (Brasilien). 600 LKW-Ladungen (7300 Kubikmeter) Dirt machten die „Esplanada dos Ministerios“ im Zentrum von Brasilia zur Spielwiese für die besten FMX-Athleten der Gegenwart.

Triumphator Adams, der nun bereits vier Siege am Konto hat, im Wortlaut: „Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Menschen auf einem Fleck gesehen. Ich bin sprachlos.“ Der 27-Jährige aus der Madera de Playa Road in Temecula (USA) besiegte im Finale seinen Hausnachbarn Robbie Maddison.

Die enormen Kicker und der Zuschaueransturm setzten den Nerven einiger Rider zu. Mitfavorit Andre Villa (NOR), der die Gesamtwertung im Vorjahr auf dem zweiten Rang beendete, musste diesmal bereits nach dem Halbfinale vom Bike steigen. Ebenso erging es dem erst 19-jährige Neuseeländer Levi Sherwood (4. Rang).

Lokalmatador Gilmar Flores kam in der seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Stadt nicht über die erste Runde hinaus und belegte den 11. Rang. Nate Adams (USA) führt die Gesamtwertung der Red Bull X-Fighters nach zwei Bewerben mit 165 Punkten an.

Der bisherige Leader Dany Torres (ESP) war in Brasilien verletzungsbedingt nicht am Start.

Die weitern Stopps der Weltserie finden in Rom (24. Juni), Madrid (15. Juli), Warschau (6. August) und Sydney (17. September) statt.

Zuschauer soweit das Auge reicht....

Endergebnis Brasilia: 1. Nate Adams (USA), 2. Robbie Maddison (USA), 3. Andre Villa (NOR), 4. Levi Sherwood (AUS), 5. Eigo Sato (JAP), 6. Javier Villegas (CHI), 7. Adam Jones (USA), 8. Blake Williams (AUS), 9. Beau Bamburg (USA), 10. Gilles Dejong (BEL), 11. Gilmar Flores (BRA)

Zwischenstand Gesamtwertung (nach 2 von 6 Bewerben): 1. Nate Adams (USA) 165 Punkte, 2. Andre Villa (NOR) 145 Punkte, 3. Robbie Maddison (AUS) 110 Punkte

Autor: Fabian Ress Fotos: Joerg Mitter, Andy Schaad, Balazs Gardi und Gregg Newton für Red Bull X-Fighters


26.05.2011 

Brasilia/BRA/Corumba Falls/Red Bull X-Fighters World Tour 2011

Corumba-Wasserfälle Kulisse für FMX-Naturschauspiel

Am Fuß der Corumba Wasserfälle im Herzen der brasilianischen Savanne stimmten sich Lokalmatador Gilmar Flores (BRA) und der australische Freestyle-Motocross-Superstar Robbie Maddison auf den zweiten Stopp der Red Bull X-Fighters World Tour 2011 ein. Am Samstagabend (18.30 Uhr Ortszeit) springen die 12 besten FMX-Athleten der Welt in der Hauptstadt Brasilia bis zu 15 Meter hoch und 30 Meter weit.

SALTO CORUMBA (Brasilien). 110 Kilometer entfernt von Brasilia trainierten der zweifache Red Bull X-Fighters Sieger Maddison und „Joaninha“ (Ladybug) Flores in der „Cerrado“ (Savanne) auf ungewohntem Terrain.

Mit bis zu 55 km/h rasten die Athleten über eine circa 2 Meter hohe Rampe und sprangen, bevor sie sicher landeten, über den Scheitelpunkt des Wasserfalls.

„Ein besonderes Erlebnis, vor so einem Naturschauspiel tricksen zu dürfen und vor allem nicht nass zu werden“, erklärte Maddison, der am Samstag vor erwarteten 60.000 Fans auf der „Straße der Ministerien“ zu den Mitfavoriten auf den Sieg zählt.

Bereits zum zweiten Mal in der Geschichte der Red Bull X-Fighters heulen in Brasilien die Motoren auf. 2008 sprang Jeremy Stenberg (USA) in der Karneval-Metropole Rio de Janeiro zum Sieg. In der Esplanada dos Ministerios, wo in 24 Ministerien die politischen Geschicke des Landes zusammenlaufen, wurden Kicker und Landehügel aufgeschüttet und dienen die von Architekt Oscar Niemeyer entworfenen Hochhäuser als historische Kulisse.

 
 

Autor: Fabian Ress Fotos: Joerg Mitter und Gregg Newton für Red Bull X-Fighters


26.05.2011 

Brasilia/BRA/Red Bull X-Fighters World Tour 2011/Südamerika
FMX-Weltelite in Brasilien

In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia finden am Samstag (28. Mai 2011) Neuwahlen statt. Die 12 besten Freestyle-Motocross-Athleten der Gegenwart stellen sich im Herzen der politischen Metropole und vor den Augen von 60.000 Fans einer mehrköpfigen Fachjury. In der Strasse der Ministerien, welche zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, wird der Sieger des zweiten Stopps der weltbekannten FMX-Tour gewählt.  

BRASILIA (BRA). Bereits zum zweiten Mal in der Geschichte der Red Bull X-Fighters heulen in Brasilien die Motoren auf. 2008 sprang Jeremy Stenberg (USA) in der Karneval-Metropole Rio de Janeiro zum Sieg. Robbie Maddison: „Das Sambadromo von Rio war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung einzigartig. Ich bin mir sicher, dass wir in der Hauptstadt 2011 ebenso frenetisch empfangen werden. Wir bringen neue Tricks mit!“
In der Esplanada dos Ministerios, wo in 24 Ministerien die politischen Geschicke des Landes zusammenlaufen,  wurden Kicker und Landehügel aufgeschüttet und dienen die von Architekt Oscar Niemeyer entworfenen Hochhäuser als historische Kulisse. Laut Umfragewerten gilt Dany Torres (ESP) als Wahlfavorit.

Mit dem fünften Sieg seiner jungen Karriere sicherte sich der Spanier in Dubai (UAE) zum Auftakt der Weltserie die Führung in der WM-Zwischenwertung. Der Norweger Andre Villa und der amtierende Champion Nate Adams (USA) folgen. Adams verspricht ein Trick-Feuerwerk: „Die Dichte ist enorm. Eine Fehler und man steht als Verlierer im Fahrerlager. Alle müssen ans Limit gehen.“

Die sechs FMX-Events der Saison 2011 finden rund um den Globus, auf vier Kontinenten, statt. Nach dem Showdown in Brasilien zieht der Tross weiter in die ewige Stadt Rom (24. Juni). Titelkämpfe in der Stierkampfarena von Madrid (15. Juli) und im neuen EM-Stadion von Warschau (6. August) folgen. Das Weltfinale 2011 findet auf dem „fünften Kontinent“ in Australien statt. Zum allerersten Mal springen die Red Bull X-Fighters in Sydney (17.September).

Bilder, Informationen, Video: www.redbullxfightersnewsroom.com

Autor: Fabian Ress


17.04.2011 

Dubai/UAE/Red Bull X-Fighters World Tour 2011/ Jumeirah Beach
Torres FMX-König der Wüste

Der Spanier Dany Torres triumphierte am Freitagabend beim Auftakt der Red Bull X-Fighters World Tour 2011 in Dubai.
15.000 Fans strömten zum Freestyle-Motocross-Showdown an den Sandstrand der Luxusmetropole am Arabischen Golf.

DUBAI (UAE). Ein künstlicher Sandpalast vor der Skyline von Jumeirah Beach, ausverkaufte Tribünen, die besten Freestyle- Rider der Welt und ein überraschender Sieger waren die Zutaten für einen Saisonauftakt der Superlative. Der 23-jährige Spanier Torres konnte im Finallauf einen Sprung mehr als Konkurrent und Mitfavorit Andre Villa (NOR) ausführen und bestieg damit souverän den Thron. Für Torres war es der fünfte Sieg in der Geschichte der Red Bull X-Fighters, die seit 2001 für Furore sorgen. Überraschend musste sich der amtierende Champion Nate Adams bereits im Semifinale geschlagen geben und mit dem 3. Rang begnügen: "Der Druck war enorm und das Level hoch. Ich kämpfe mich in Brasilien zurück." Der für seine Gelenkigkeit weltbekannte Neuseeländer Levi Sherwood landete seine KTM250SX hinter Blake Williams (AUS) an der fünften Position.

Vor den Augen von Sheikh Hamadan Bin Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, dem Kronprinz von Dubai, setzten die Athleten auf ihren motorisierten Zweirädern mit Sprüngen von 15 Metern Höhe und 30 Metern Weite die Gesetze der Physik außer Kraft. Die weitern Stopps der Weltserie finden in Brasilia (28. Mai), Rom (24. Juni), Madrid (15. Juli), Warschau (6. August) und Sydney (17. September) statt.

Endstand: 1. Danny Torres (ESP), 2. Andre Villa (NOR), 3. Nate Adams (USA), 4. Blake Williams (AUS), 5. Levi Sherwood (NZL), 6. Eigo Sato (JPA), 7. Robbie Maddison (AUS), 8. Adam Jones (USA), 9. Taka Higashino (JPA), 10. Rob Adelberg (AUS), 11. Lance Coury (USA), 12. Jackson Strong (AUS)

Autor: Fabian Ress Foto: moto mPora


06.04.2011 

Motorsport/ FMX/ Welttour mit Stop erstmals in Australia
Red Bull X-Fighters: FMX-Tour für die Unsterblichkeit

Motorräder, die nur in der Luft im Einsatz sind, Athleten, die sich selber gerne Luft-Turner nennen; Freestyle-Motocross (FMX) ist der Sport und die Red Bull X-Fighters World Series die beste Serie der Welt, heuer mit Stationen in Dubai (UAE), Brasilia (BRA), Rom (ITA), Madrid (ESP), Warschau (POL) und einem glamurösem Finale in Australien.„Wenn man eine Serie gewinnen muss, um unsterblich zu werden, dann ist es diese!“ Das sagte Nate Adams (USA) nach dem Saisonfinale 2010. Satte 770 Sprünge, 524 Flips und knapp 17 Kilometer Flugstrecke haben der amtierende Champion und seine Gegner in der vergangenen Saison hinter sich und seine Maschine gebracht.

Heuer dürften für den Überflieger der letzten Saison noch ein paar Luftsprünge mehr dazukommen, erweitert die Red Bull X-Fighters World Series doch 2011 auf sechs Stopps. Auf vier Kontinenten geht es um den Gesamtsieg in der bedeutendsten Serie diese Extremsports. Der Start erfolgt am 15. April am Jumeirah Beach in Dubai, danach folgen Stopps in Brasilia (28. Mai), im Olympiastadion von Rom (25. Juni), der Stierkampfarena von Madrid (15. Juli) und im  Nationalstadion in Warschau (6. August) gefolgt des Abschlusses in Australien (tba).
Die Liste der Konkurrenten von Nate Adams um den Titel ist lang: Robbie Maddison (AUS), Andre Villa (NOR), Levi Sherwood (NZL), Mat Rebeaud (SUI) oder Dany Torres (ESP) aus dem Kreis der Arrivierten oder gar einer der aufstrebenden Fahrer, wie der Australier Mark Monea, der erst dieser Tage die Szene mit dem ersten 360-Frontflip faszinierte.

Autor: Fabian Ress


09.03.2011 

Red Bull X-Fighters: 2010 war großartig

Video Info
Sechs Veranstaltungen, drei Kontinente, 170.000 Zuschauer - im Vorjahr erfreuten die Red Bull X-Fighters Motocross Freestyle-Fans auf der ganzen Welt. Zur Einstimmung auf die neue Saison, die am 15. April in den Vereinigten Arabischen Emiraten startet, blicken wir in diesem Video noch einmal zurück auf die spektakulärsten Stunts von Fahrern wie Nate Adams, Robbie Maddison, Mat Rebeaud oder Levi Sherwood aus dem Jahr 2010.

 

17.10.2010   

Canakkale/ Türkei/ Troja/ Red Bull X-Fighters Jams

Troja und der Flugsport der anderen Art

Direkt an der Nachbildung des berühmten hölzernen Pferdes in Canakkale an der türkischen Ägäisküste -dem historischen Troja- fand am Wochenende vor 30.000 Zuschauern ein Stopp der Red Bull X-Fighters Jams statt. Die Vorfeldserie feierte 2010 im Hintergrund ähnliche Erfolge wie die große Red Bull X-Fighters World Tour.

Foto: Joerg Mitter

CANAKKALE (Türkei). Mexiko City, Kairo, Moskau, Madrid, London, Rom hießen die Stopps der Red Bull X-Fighters World Tour 2010, bei der vor stets ausverkauften Stadien der US-Amerikaner Nate Adams seinen Vorjahrestitel verteidigte. Doch auch die Vorfeldserie, die Red Bull X-Fighters Jams lockten die Zuschauer rund um den Globus zu Zehntausenden an spektakuläre Plätze. Fahrer wie Ronnie Renner (USA), Jimmy Verburgh (Belgien), Nick Franklin (Neuseeland), Petr Pilat (Tschechien) oder Nick de Wit (Südafrika) demonstrierten dabei im Auszug, was die große World Tour zu bieten hat.
Egal ob Lima, Taipeh, Prag, Pretoria oder am Wochenende im historischen Troja, stets stürmten die Fans die Austragungsstätten.


„Die Leute kennen die Red Bull X-Fighters vom Fernsehen und nützen die Gelegenheit, sich live ein Bild von Freestyle Motocross zu machen,“ erklärt Jimmy Verburgh, Organisator und Springer, den Erfolg der Jams.

Foto: Joerg Mitter

Egal ob Jam oder Tour, die Leistung der Motorradartisten ließ Zuschauer auf allen Kontinenten staunen. Bei der Red Bull X-Fighters World Tour absolvierten die besten Sportler der Welt insgesamt fast 800 Sprünge, davon mehr als 500 Flips. Mit insgesamt rund 17.000 Metern, die in der Luft zurückgelegt wurden, präsentierten sich die Starter selbst als echte Kapitäne der Lüfte in einem Flugsport der etwas anderen Art. 2011 erwartet Fans uns Teilnahme eine weitere Steigerung der weltgrößten FMX-Tour mit noch mehr hochkarätigen Austragungsorten, darunter Brasilia und Dubai.

 

 


03.10.2010   

Red Bull X-Fighters World Tour 2010 / Rom / Italien

FMX-Weltfinale: Torres Herrscher über Rom

Vor 20.000 Fans feierte Dany Torres (ESP) am Samstag in Rom (ITA/Stadio Flaminio) den Sieg beim sechsten Stopp der Red Bull X-Fighters World Tour 2010. Der spanische Freestyle-Motocross-Torero zwang in der ewigen Stadt Adam Jones (2./USA) in die Knie. Nate Adams (USA) krönte sich mit Rang drei zum zweiten Mal in Folge knapp zum Gesamtsieger der bedeutendsten FMX-Serie am Planeten.

ROME (ITA). „Ich liebe Italien“, schrie der Spanier Torres, nachdem er mit einem spektakulären Trickfeuerwerk die Jury überzeugte, in die Mikrofone. Der zweitplatzierte US-Amerikaner Adam Jones zollte Respekt: „Torres war fehlerlos. Ich hab im Finale gepatzt. Er hat den Sieg verdient.“

Im Kampf um den Gesamttitel der Serie lagen die Nerven blank und begannen die Motoren zu stottern. Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf den norwegischen Aufsteiger Andrè Villa – der in Mexico siegte und bis Rom die Serie anführte - ging Nate Adams in die Geschichte ein: „Den Titel aus dem Vorjahr wiederholt zu haben ist einzigartig.“ Villa landete bis auf London und Rom in allen Bewerben am Podest.

Die 12 besten FMX-Gladiatoren der Gegenwart ließen 2010 auf drei Kontinenten die Motoren ihrer Zweitaktmaschinen aufheulen, sprangen kopfüber bis zu 15 Meter hoch, 30 Meter weit und begeisterten 169.000 Fans. In Summe wurden 2010 in Mexico City (MEX), vor der Sphinx von Gizeh (Egypten), am Roten Platz in Moskau (RUS), in der Stierkampfarena von Madrid, sowie in London (UK) und Rom (ITA) 770 Sprünge und 524 Flips gezeigt. Dabei wurde eine Distanz von knapp 17.000 Metern im Flug zurückgelegt.

 

Endklassement Red Bull X-Fighters World Tour 2010: 1. Nate Adams (USA/370 Punkte), 2. Andrè Villa (NOR/365 Punkte), 3. Dany Torres (ESP/310 Punkte), 4. Levi Sherwood (NZL/290 Punkte), 5. Adam Jones (USA/290 Punkte), 6. Robbie Maddison (AUS), 7. Mat Rebeaud (SUI), 8. Eigo Sato (JPN)

Red Bull X-Fighters World Tour Rom 2010: 1. Dany Torres (ESP), 2. Adam Jones (USA), 3. Nate Adams (USA), 4. Andrè Villa (NOR), 5. Mat Rebeaud (SUI), 6. Rémi Bizouard (FRA)

Bilder:Joerg Mitter, Andreas Langenreiter, Balazs Gardi



02.10.2010   

Red Bull X-Figthers Tour 2010

Nate Adams sichert sich den Titel der Red Bull X-Figthers 2010 ohne einen Tagessieg eingefahren zu haben. Sein schärfster Konkurent Andre Villa patzte im Lauf mit zwei kleinen Fehlern im Lauf gegen Adam Johns.

Adams ist bei der heutigen Veranstaltung sogar im Halbfinale ausgeschieden, aber über die ganze Saison hat er immer konstant Punkten holen können.

Den Tagessieg holte sich heute Dany Torres mit klarem Vorsprung auf Adam Johns, Torres zeigte wieder einmal mehr das mit ihm zu jeder Zeit zu rechnen ist. Er freut sich bereits jetzt schon auf das nächste Jahr.

Die Tour Trophähe über gab der Amtierende MX1 Champ Antinio Cairoli.

Glückwunsch noch mal an Nate Adams

Mehr dazu morgen....


01.10.2010   

VITO, VESPA, VATIKAN

Auf einer traditionelle Vespa testete am Donnerstag im Stadio Flaminio von Rom Vito Campobasso (ITA) die Kicker und Landehügel des finalen Stopps der Red Bull X-Fighters World Tour 2010 (Samstag, 2. Oktober). Der Italiener tritt im Rahmenprogramm des Bewerbs als Showact auf. Die Freestyle-Motocross-Welttour krönt am Samstag in Rom den Gesamtsieger. Nach fünf von sechs Stopps liegt der Norweger Andre Villa mit nur fünf Punkten vor Verfolger Nade Adams (USA/305 Punkte).

Derweilen gewährte die Schweizergarde im Vatikan einem der weltbesten Freestyle-Motocross Athleten – Mat Rebeaud (SUI) - Einblicke hinter die Mauern des kleinsten Stadtstaats der Welt. Zwei Tage vor dem Finale der Red Bull X-Fighters World Tour im Stadio Flaminio von Rom (ITA, Samstag) startete Rebeaud auf historischem Boden den Zweitaktmotor seines Bikes.


Spannend. Natürlich freut es mich auch, dass ich beim Finale der Welttour auf die Unterstützung der Schweizergarde setzen darf’, zeigte sich Rebeaud, der 2008 die Serie für sich entscheiden konnte, beeindruckt. Der 28-Jährige durfte die Waffenkammer in der Armeria besuchen und bekam in den Katakomben die Uniformen und Rüstungen der Schweizergarde hautnah zu sehen. Als sich die Garde im Spalier aufstellte, verabschiedete sich Rebeaud standesgemäss mit einem Wheelie.

Die 12 besten FMX-Athleten am Planeten begeisterten 2010 bereits in Stierkampfstadien (Mexico, Spanien), vor der Sphinx von Gizeh (Ägypten), am Roten Platz in Moskau (Russland) und der Battersea Power Station in London (England) hunderttausende Fans. In Rom werden zum Abschluss der Weltserie 15.000 Zuseher erwartet. Das Stadion ist seit Wochen ausverkauft.

Bilder:Joerg Mitter, Andreas Langenreiter, Balazs Gardi


16.08.2010   

 

Red Bull X-Fighters Battersea Power Station / London / UK

FMX-Hochspannung: Sherwood siegt in London

Levi Sherwood (NZL) setzte am Samstag beim fünften Stopp der Red Bull X-Fighters World Tour 2010 in London die Battersea Power Station unter Strom. Vor 30.000 Fans landete der Neuseeländer (19) am Gelände des historischen Kohlekraftwerks der britischen Millionenmetropole die saubersten Sprünge in den Dirt. Nate Adams (USA) und Dany Torres (ESP) tricksten sich auf das Podest. Tour-Leader Andre Villa (NOR) musste sich mit dem enttäuschenden 9. Rang begnügen.

LONDON (UK). Starker Regen setzte dem Track am Abend zu, rutschige Anlaufspuren und weiche Landehügel waren die Folge. „Wir konnten am Abend nicht ans Limit gehen, es war zu gefährlich“, erklärte der zweitplatzierte US-Amerikaner Nate Adams. Weil in der Qualifikation am Nachmittag gleiche Verhältnisse für alle Rider herrschten und der Kurs trocken war, wurde das Quali-Ranking als Endresultat gewertet.

Die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Battersea Power Station bebte auch am Abend, wie Dany Torres (ESP/3. Rang) bestätigte: „Die Fans haben dem Kohlekraftwerk ordentlich eingeheizt.“ Der australische Tower-Bridge-Bezwinger Robbie Maddison - Liebling der britischen Fans – landete nach einem Sturz nur auf der 10. Position.In der Gesamtwertung machen Adams (305 Punkte) und Sherwood (290 Punkte) Tour-Leader Villa (310 Punkte) das Leben schwer. „Wahnsinn. Die Gesamtwertung wird beim Finale entschieden. Jetzt werde ich alles auf eine Karte setzen, um Villa noch vom Thron zu stoßen“, strahlte Rubber-Kid Sherwood, der in der Gesamtwertung nur noch 20 Punkte hinter Mexico-Sieger Andre Villa liegt.


Bisher begeisterten die Red Bull X-Fighters in der Saison 2010 in Mexico City (MEX), Kairo (EGY), Moskau (RUS), Madrid (ESP) und London (UK) über 150.000 Fans. Der finale Stopp des Jahres in Rom wurde vom Stadio dei Marmi ins größere Stadio Flaminio verlegt. Das Stadio Flaminio, welches bereits 1960 Bewerbe der Olympischen Spiele ausgetragen hat und Heimstadion der italienischen Rugby-Nationalmannschaft ist, empfängt die Red Bull X-Fighters World Tour nun am 2. Oktober.


12.08.2010   

Anarchy in the UK: Red Bull X-Fighters kehren zurück!

Beim Debüt der Red Bull X-Fighters World Tour auf britischem Boden im Jahr 2009 elektrisierten die besten Freestyle-Motocross-Fahrer der Welt 18.000 begeisterte Zuschauer in Londons Battersea Power Station. Nun kehren die Red Bull X-Fighters an die Ufer der Themse zurück, um zum zweiten Mal in Folge die Luft über der britischen Hauptstadt unsicher zu machen. Nach vier der insgesamt sechs Stopps der Red Bull X-Fighters World Tour 2010 haben nicht weniger als sechs Fahrer Chancen auf den Titel.

LONDON (GBR). Vor einem Jahr leistete der US-Amerikaner Nate Adams seinen persönlichen Beitrag zur transatlantischen „Special Relationship“ mit einem souveränen Platz 1 in London, um sich den Gesamtsieg in der Red Bull X-Fighters World Tour 2009 zu sichern. Auch 2010 zählt Adams zu den Top-Favoriten vor dem ehemaligen Kohlekraftwerk im Süden Londons, doch der Mann aus dem Bundesstaat Arizona konnte in der laufenden Saison keinen einzigen der vier Stopps in Mexiko, Ägypten, Russland und Spanien für sich entscheiden und steht als amtierender Champion unter Zugzwang. Nach seinem spektakulären Sieg beim Klassiker in Madrids Plaza de Toros de Las Ventas will vor allem der mehrfache Weltrekordhalter und London-Bridge-Bezwinger Robbie Maddison (AUS) seine Topform fortsetzen und den Norweger Andrè Villa endlich von der Spitze der Gesamtwertung stürzen, um den ersten Red Bull X-Fighters World Tour-Titel seiner Karriere zu holen.

2009 rockten die Red Bull X-Fighters das riesige Kohlekraftwerk am Südufer der Themse, doch dieses Jahr entsteht der Kurs auf der Nordseite, um den Fahrern und Zuschauern noch mehr Platz zu bieten. Wieder mit dabei ist der Lokalmatador Chris Birch (GBR), der seit seinem Debüt bei der Red Bull X-Fighters World Tour 2009 von seiner Wahlheimat Belgien nach Spanien ausgewandert ist, um dem Dauerregen zu entkommen und mit dem aktuellen Gesamtführenden Andrè Villa und den Pagès-Brüdern zu trainieren.

Als drittgrößtes Elektrizitätswerk Großbritanniens spielte die im Jahr 1933 errichtete Battersea Power Station bis 1989 eine Schlüsselrolle bei der Stromversorgung der britischen Millionenmetropole, und auch heute zählen die über 110 Meter hohen Kamine des roten Ziegelsteingebäudes zu den berühmtesten Symbolen der britischen Hauptstadt. Seit der Schließung des Betriebs Ende der 1980er Jahre dient die Battersea Power Station vor allem als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Events, Konzerte... und die Red Bull X-Fighters!

Vor dem fünften Stopp der Saison könnte die Situation an der Spitze der Gesamtwertung der Red Bull X-Fighters World Tour 2010 kaum spannender sein, denn bei den vier Stopps in Mexico City (MEX), Gizeh (EGY), Moskau (RUS) und Madrid (ESP) setzten sich vier verschiedene Fahrer durch. Mit einem Sieg in London könnte einer von insgesamt sieben FMX-Athleten für die Vorentscheidung sorgen, doch egal was in der Battersea Power Station passiert ist eines sicher: der Sieger der Red Bull X-Fighters World Tour 2010 wird beim Saisonfinale im Oktober gekürt.


03.08.2010   

Live Eindrücke von den Red Bull X-Fighters in Madrid

Ein Bericht von Günter Becker - www.motoX-blende.de

Die Redbull X Fighters einmal in Madrid in der zweitgrößten Stierkampfarena der Welt vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse von 25000 euphorischen Fans zu erleben stand schon lange auf meiner ToDo-Liste ziemlich weit oben.

In diesem Jahr war es dann endlich soweit und per Flieger ging es für mich und Mary Richtung Süden. Selbstverständlich nahmen wir uns auch genügend Zeit um Madrid und das nahe Umland zu besichtigen. Eins vorweg, es waren wunderschöne 6 Tage mit einem wirklich abwechslungsreichem Programm und jeder Menge Blasen an den Füssen. Mit unseren zahlreichen Erlebnissen und meinem körperlichen Leidensweg möchte ich Eure Aufmerksamkeit aber nicht strapazieren und komme direkt zum Wesentlichen, schliesslich befinden wir uns ja auf einer MX Seite. Eine PreEvent Show der RBXF fand in dem historischen Ort Chinchon statt. Chinchon zählt 4000 Einwohner und liegt ca. 40km südlich von Madrid entfernt. Der Hauptplatz des Ortes, der Plaza de Mayor, stellt nicht nur das Zentrum des Ortes dar, sondern wird in der Stierkampfsaison als Arena umgebaut.

Foto: Günter Becker

Diese aussergewöhnlich Stierkampfarena ist eine der ältesten Arenen Spaniens und wird als die Wiege des Stierkampfes in Spanien angesehen. Die Holzbanden kamen einst in der Las Ventas in Madrid zum Einsatz und wurden durch einen ansässigen Torero gekauft und nach Chinchon ´umgesiedelt´. Damit möglichst viele Zuschauer dem historischen Brauch beiwohnen können, verfügen die 3-stöckigen Häuser über Holzbalkone die bei Veranstaltungen dem Publikum frei zugänglich sind und einfach toll anzuschauen sind. Rund um den Markplatz gibt es Restaurants und kleine wirklich nette Lädchen. Und zwischen all diesen Lädchen gibt es dann eine Stallung für die Stiere. Eins muß man den Stieren in Chinchon lassen, sie verleben ihre letzten Stunden in wirklich tollem Ambiente.
Obwohl wir uns vom Stierkampf klar distanzieren und Mary zudem eine eingefleischte….ich meine natürlich überzeugte Vegetarierin ist, übte dieser Ort eine absolute spannende Atmosphäre auf uns aus. Das nach der großen Besichtigung anstehende Essen wurde dann eine wirklich spannende und lustige Herausforderung für uns. Hatten wir doch unseren Spanischsprachführer im Bus liegengelassen und die Einheimischen sprechen nicht ein einziges Wort Englisch. Zudem gab es die Karte nur auf Spanisch und Mary speist ja bekanntlich nur vegetarisch. Nach einer äußerst interessanten, gestikreichen und lustigen Unterhaltung mit der Kellnerin sind wir dann doch noch satt geworden.
Leider wurden wir Medienvertreter im Vorfeld nicht über die PreEvent Show bei der die Locals Dani Torres und Maikel Melero ihr Können auf dem Plaza de Mayor zelebrierten informiert. Wir erfuhren erst am Tag nach unserem Besuch in Chinchon durch das Internet von dieser Show. Trotzdem war ich stolz auf meinen guten ´Riecher´ diesen Ort schon lange vor unserer Reise als einen Tourstopp festgelegt zu haben.

Am nächsten Abend stand der erste Besuch in der Las Ventas an. Es war der Abend vor dem Hauptevent. Qualifying und der Last Chance Battle standen auf dem Programm. Wir kamen entsprechend früh um das Training noch miterleben zu können. Und da war er dann, der erste Blick in das äußerst ansehnliche Rund mit einem perfekt präparierten Track. Was für ein Anblick für mich, liebe ich doch monumentale Bauwerke und dann auch noch in Kombination mit SX oder FMX. WOW! Ich spürte eine leichte Gänsehaut. „Wie mag es erst heute abend mit entsprechender Lichtgestaltung aussehen…“, dachte ich mir. Sofort erinnerte ich mich an meinen ersten Anblick in der Dortmunder Westfalenhalle auf eine frisch geshapte SX Strecke inmitten einer der größten Hallen Europas. Da hatte ich ebenfalls eine Gänsehaut. Und das ist schon verdammt viele Jahre her. Ok. Nachdem ich diesen emotionalen Pusher erstmal verarbeitet hatte, begann das eigentliche Event. Zuerst spulten die bekannten Routiniers ihre Qualiläufe ab und der momentan Führende der Serie Andre Villa setzte sich erwartungsgemäß durch. Für Eigo Sato lief es nicht so rund, kam er doch bei einem Sprung zu kurz und zog es daher vor seine weiteren Aktivitäten aus dem Krankenhausbett zu koordinieren. Irgendwie bin ich für Eigo Sato kein gutes Omen. Habe ich doch vor 2 Jahren seinen Trainingslauf in Wuppertal genau verfolgt bei dem er sich ebenfalls ins Krankenhaus manövrierte.
Zum Schluß des Abends ging es noch mal richt heiß her. Der Last Chance Battle stand an. Der sportliche Level bei allen 6 Teilnehmern war extrem hoch und alle hätten gut im Hauptfeld mithalten können. Der Australier Jackson Strong setzte sich durch und liess sich entsprechend feiern. Der Spanier Maikel Melero belegte den 2. Platz und erhielt dann doch einen Startplatz da der gesetzte Eigo Sato ja verletzt ausfiel. Auch Maikel Melero wurde entsprechend von den euphorischen Fans gefeiert.

Am nächsten Mittag stand das freie Training an. Die spanische Sonne knallte nur so in die Las Ventas. Bei Temperaturen bei denen es mir schwerfiel, festzustellen in welchem Aggregatzustand ich mich befinde, spulten die Pros ihre Tricks der Reihe nach ab. Es fuhren immer 2 Piloten gemeinsam einen Trainingsrun. Robbie Maddison hielt es da anders. Er fuhr jeweils allein und machte einen hochmotivierten Eindruck. Dann versuchte er sich an einem neuen Trick, den Body Volt, was soviel bedeutet wie: seitwärts abzusteigen und sich um seine eigene Achse zu drehen um dann wieder aufs Bike zu steigen. Klingt heftig. Ist es auch. Dazu versuchte er sich an der Kickerramp.

Foto: Günter Becker

Erster Versuch: Er springt ab und stürzt….alle in der Las Ventas springen auf und vermuten das Schlimmste. Doch nach gut einer Minute hören wir wieder Maddisons Yamaha und er versucht es erneut. Diesmal klappt es und er bekommt verdienten Applaus..auch seiner direkten Mitstreiter!

Nachdem ich mich einige Stunden in den Katakomben, dabei hielt ich mich ständig in direkter Nähe zu einem Kühlschrank auf, der Las Ventas akklimatisiert hatte stand dann der Hauptabend bevor.
Die Las Ventas füllt sich schon gut 2 Stunden vor dem eigentlichen Beginn und die Zuschauer machen bereits gute Stimmung. Unzählige Fans haben ihre ´Fichtemopeds´ mit und liefern sich heisse Duelle untereinander. Selbstverständlich wurden die Fichtenmopeds mit Kotflügel, Lenker und Nummernplate aufgemotzt. Die Spanier haben halt Stil. Auch war ein Verterter der Fichtenmopedfarktion dabei, der 4 Kostüme dabei hatte und jeweils tauschte. Echt verrückt.
Dann ging es endlich los und die Las Ventas kochte. Der wirklich gute Moderator machte ordentlich Stimmung und wusste wie man mit dem Publikum umgeht. Nun bekamen wir bei der Eröffnung die traditionellen Einlagen wie Stierkämpfer und Reiter in Verbindung mit FMX optisch sehr anspruchsvoll dargeboten. Das war ganz nett.
Nun begann der sportliche Teil des Abends. Die erste Runde wurde durchgeführt. Als der Australier Cameron Sinclair in die Las Ventas einfuhr, war für mich und wahrscheinlich auch viele andere das zweite Mal große Gänsehaut angesagt. Cameron Sinclair stürzte vor einem Jahr an gleicher Stelle bei einem Doublebackflip und verlor dabei fast sein Leben. Zur Musik von Johnny Cash mit dem Nine Inch Nails Coversong Hurt war es ein höchst emotionaler Moment. Wenn man den Text des Songs Hurt kennt und bedenkt, dass dies der letzte Johnny Cash Song war, kommt man zu der Feststellung kaum ein Song könnte besser zu dieser Situation passen. Zudem war die Orginalversion der Nine Inch Nails einer meiner absoluten Favoritesongs. Sinclair drehte vor seinem Run eine Ehrenrunde und jeder in der Las Ventas stand für ihn auf! Ganz großes ´Gefühlskino´! Nun machen wir einen Sprung direkt ins Habfinale. Überraschender Weise schieden hier der Localhero Dani Torres und der Serienführer Andre Villa aus. Robbie Maddison zeigte erneut seinen Body Volt und zog verdient ins Finale ein. Die Las Ventas und alle 25000 Zuschauer machte eine Stimmung die ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Mittlerweile wurde die Lichttechnik entsprechend in Szene gesetzt, so dass ich das dritte Mal eine Gänsehaut bekam.
Im Finale setzte sich dann Robbie Maddison gegen den Schweizer Mat Rebaud durch. Sein neuer Trick war einfach nicht zu toppen.

Als Fazit können wir sagen, ein traumhafte und sehr abwechslungsreiche Woche erlebt zu haben. Eine Veranstaltung der RBXF in der Las Ventas erlebt zu haben, die eine unbeschreiblich tolle Kulisse mit euphorischen Fans und FMX der absoluten Extraklasse bot und auf jeden Fall eine Reise in den Süden wert ist.

Vielen Dank an Günter Becker von motoX-blende.de für diese tollen Eindrücke aus Madrid.

Die Bilder aus Madrid gibt es hier!


 

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