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| 26-05-2026 | Amateursport News |
Traditionsreiches Doppel: MSR1952 in Geisleden & Meckbach |
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Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung des MSR1952 in Aarbergen Mitte April standen im Mai gleich zwei echte Klassiker-Veranstaltungen auf dem Plan. Zunächst ging es dafür am ersten Maiwochenende auf die Naturstrecke „Am Berge“ nach Geisleden. Der kleine Ort in Thüringen begrüßte dabei nicht nur die wie immer zahlreich angereisten Fahrerinnen und Fahrer, sondern auch feierlich den Sommer. So kletterten die Temperaturen bei vollem Sonnenschein bereits jenseits der 20-Grad-Marke und verwandelten die Rennveranstaltung obendrein in einen wahren Kurzurlaub in der thüringischen Idylle.

Volle Gatter und jede Menge Sonne!
Auch das Racing konnte sich in Geisleden einmal mehr sehen lassen: Nach dem Umbau der Strecke im letzten Jahr, als die Veranstaltung allerdings unter heftigem Regenwetter zu leiden hatte, kam der neue Verlauf der Bahn nun erstmals bei vollständig trockenen Bedingungen zum Einsatz und hatte einiges zu bieten. Besonders die bekannten schnellen Auf- und Abpassagen sowie die Highspeed-Abschnitte der Strecke boten den Zuschauern ordentlich Action und zeigten modernen Motorsport im Oldschool-Mantel.
Nach dem Ausfall in Aarbergen bestritten in Geisleden endlich auch die kleinsten Fahrer der 50ccm Mini Klasse by Backyard Design ihren ersten Lauf der Saison. Dabei setzte sich die Startnummer #777, Eugen Trylinskyi-Pfannenstiel, deutlich an die Spitze und entschied beide Wertungsläufe für sich. Andy Schwarz und Til Leckebusch fuhren ebenfalls auf die Podiumsplätze.
Traditionell waren in Geisleden auch wieder die Zuschauerlieblinge der Seitenwagen-Klasse mit von der Partie. Anstelle der Tageslizenz fuhren die dreirädrigen Gespanne am Sonntag ihre Rennen aus und lieferten sich spannende Kämpfe um die Positionen. Von den insgesamt 19 angemeldeten Teams setzte sich am Ende das Duo aus Marcel Faustmann und Max Frech durch. Noah Häcker & Jannik Häcker sowie Pierre Seifert und Jasey Vlot rundeten das Podium ab.

Idyllisches grün auf der Naturstrecke „Am Berge“
Zwei Wochen nach Geisleden folgte bereits der nächste Streich mit dem Rennen in Meckbach. Mit 321 aktiven Pilotinnen und Piloten am Wochenende knackte die Veranstaltung erneut die 300er-Marke und sorgte für volle Gatter in allen Klassen. Besonders auf einer bestimmten Kategorie lag jedoch ein spezieller Fokus.
Wie bereits im letzten Jahr mischte nämlich Henry Jacobi die MSR Masters Klasse by Stark Future auf und sorgte damit für ordentlich Freude – sowohl bei den Fans vor Ort als auch bei den Fahrern, die sich natürlich gerne mit dem ehemaligen WM-Piloten messen wollten.
Die bärenstark besetzte Masters-Kategorie ist selbst im Regio-Bereich alles andere als leicht zu handeln und Jacobi betonte im Vorfeld der Veranstaltung bereits sein fehlendes Training in diesem Jahr. Dennoch reichte es am Ende für die #29: Mit zwei Laufsiegen gewann Jacobi komfortabel die Tageswertung. Ein besonderes Lob richtete er dabei an den Verein, der die Strecke fabelhaft präpariert und für beste Rennbedingungen gesorgt hatte. Dieses Lob war höchstverdient, denn trotz wechselhafter Verhältnisse hatte der MSC Meckbach stets alles im Griff, sorgte sowohl für eine einwandfreie An- und Abreise als auch für tolle Bedingungen auf und neben der Strecke und gab sich mit seinen vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern erneut größte Mühe, eine starke Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Auftakt für die Minis!
Eine weitere Klasse, die es in Meckbach ordentlich in sich hatte, war die Junior 85 by O’NEAL Europe. Einmal mehr hieß hier der Gewinner Oleksander Kyienko, der erneut beide Rennläufe für sich entschied, damit seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen konnte und auch 2026 weiterhin ungeschlagen bleibt.
Dahinter ging es im 29-köpfigen Fahrerfeld allerdings deutlich spannender zu. Nach wild durchgemischten Ergebnissen in den beiden Wertungsläufen und engen Positionsduellen auf der Strecke setzte sich am Ende Franz Mock auf die erste Verfolgerposition. Der dritte Platz ging etwas überraschend an Richard Monzer. Luca Schneider und Lennox Schönstein rundeten die Top 5 ab.

Heißes Racing in der Junior 85
Insgesamt kam die Veranstaltung ohne größere Verletzungen aus, sodass alle Fahrerinnen und Fahrer gesund und frohen Mutes in eine kleine Pause gehen können, bevor am 30. und 31. Mai bereits die vierte Runde der Meisterschaft in Kassel-Spessart wartet.
Bis dahin bedankt sich der MSR1952 bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, ohne die diese beiden tollen Veranstaltungen nicht möglich gewesen wären.
Fotos: Mario Höhn, Jonas Tornow
Online: Stefan Uhlmann