online magazin
brandaktuell | ehrlich | unabhängig | direkt
| 14-09-2026 | WSC News |
Team #17 - Alles bereit für den letzten Akt der Saison |
|
Bis auf einen Punkt haben Tim Prümmer und Patrick Schneider den Rückstand auf Platz zwei in der Motocross-Seitenwagen-Weltmeisterschaft verkürzt. Die Motivation ist damit klar: Beim letzten Rennwochenende der Saison will das Gespann des MSC Kleinhau noch auf den zweiten Platz der WM-Wertung fahren. Das Finale findet im deutschen Rudersberg statt.

Dass Tim Prümmer und Patrick Schneider am vergangenen Wochenende
im niederländischen Varsseveld überhaupt so dicht an die WM-Zweiten,
die Prunier-Brüder aus Frankreich, heranrücken konnten, war
wenige Tage zuvor nicht absehbar. Tim Prümmer war zwei Wochen zuvor
im Training schwer gestürzt und hatte sich mehrere Prellungen zugezogen.
Erst nach zehn Tagen Pause stieg er wieder ins Training ein. Das gesamte
Rennwochenende über fuhr der Schmerz mit. „Aber es ist von
Tag zu Tag besser geworden“, sagte Prümmer.
Ganz frei fahren konnte er dennoch nicht. Platz acht im ersten und Platz fünf im zweiten Wertungslauf waren unter diesen Umständen das Maximum. „Das ist ganz okay, wenn man bedenkt, dass ich drei Tage vorher noch nicht wusste, ob ich überhaupt starten kann.“
Die Prunier-Brüder erwischten ein noch schwierigeres Wochenende: Ein technischer Defekt im Qualifikationsrennen am Samstag zwang sie für die Wertungsläufe in die hintere Startreihe. Ein weiterer Defekt im ersten Lauf bedeutete das vorzeitige Aus. Im zweiten Rennen kämpften sie sich noch bis auf Platz sieben nach vorne und verhinderten damit, dass Prümmer und Schneider in der WM-Wertung vorbeiziehen konnten.
Beinahe wäre es trotzdem gelungen: Das Kleinhauer Gespann lag im zweiten Lauf kurz vor dem Ziel auf Rang vier, fiel nach einem Fahrfehler aber noch auf Platz fünf zurück.
Grund zum Jubeln hatten Marvin Vanluchene (Belgien) und sein Beifahrer Ben van den Bogaart (Niederlande). Nach dem Ausfall der Pruniers im ersten Lauf stand fest, dass ihnen der Weltmeistertitel nicht mehr zu nehmen ist. Ebenfalls sicher ist: Tim Prümmer und Patrick Schneider werden die Saison mindestens auf Rang drei beenden. Ihr Vorsprung auf Platz vier ist vor dem Finale in Rudersberg zu groß.
„Wir haben also nichts zu verlieren und können nur noch gewinnen“,
fasste Tim Prümmer die Ausgangslage zusammen. „Sowohl die Pruniers
als auch wir hatten jetzt einen Ausfall in der Saison. Deshalb trennt
uns nur noch ein Punkt. In Rudersberg entscheidet die Tagesform darüber,
wer Zweiter wird.“
Foto: Vandrag
Online: Stefan Uhlmann