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MXGP - Motocross Weltmeisterschaft News
27-07-2026
WSC News

Team #17 - Starker zweiter Platz in Lettland

Chaos pur bei den beiden Läufen der Motocross-Seitenwagen-Weltmeisterschaft im lettischen Madona: Ausfälle, Kollisionen und Fahrfehler sorgten in beiden Rennen für ständige Positionswechsel an der Spitze. Mittendrin: Tim Prümmer und Patrick Schneider. Dennoch sicherte sich das Gespann des MSC Kleinhau beim neunten WM-Wochenende mit Rang zwei einen weiteren Podestplatz. In der Gesamtwertung bleibt das Duo Dritter, hat den Rückstand auf die zweitplatzierten Prunier-Brüder Kilian und Evan aus Frankreich aber auf nur noch 16 Punkte verkürzt.

Auf dem ungewohnt sandig-kiesigen Boden im lettischen Madona fahren Tim Prümmer und Patrick Schneider auf Platz zwei

Lauf eins beendeten Tim Prümmer und Patrick Schneider auf dem dritten Platz. Nach starkem Start fuhren die Kleinhauer permanent vorne mit. Sie konnten nicht verhindern, dass die lettischen Lokalmatadoren Daniels und Bruno Lielbardis das Feld nach schwachem Start von hinten aufrollten und sich an die Spitze setzten. Im letzten Renndrittel schlossen Tim Prümmer und Pastrick Schneider zu den auf Rang zwei liegenden Leferink-Brüdern Tim und Sem aus den Niederlanden auf. Die Gespanne verkeilten sich nach einem Fahrfehler der Leferinks. Es dauerte eine halbe Minute, bis beide weiterfahren konnten. Tim Prümmer und Patrick Schneider stiegen an Platz vier wieder ins Rennen ein und hatten Glück im Unglück. Denn auch die Pruniers, die sich an den verkeilten Gespannen hatten vorbeischieben können, blieben kurz darauf kurzzeitig liegen und verloren vier Plätze. So rollte das Gespann des MSC Kleinhau als Drittes über die Ziellinie.

Im zweiten Lauf schien ein Podestplatz kurz vor Rennende dagegen außer Reichweite. Ein Fahrfehler hatte das Team mit der Nummer 17 auf Platz vier zurückfallen lassen, kurzzeitig lagen sie auch an fünfter Stelle, kämpften dann aber auf den letzten Runden eindrucksvoll zurück. Sie profitierten von einem Fahrfehler der Leferinks, der die bis dato an Zwei liegenden Niederländer zurückwarf. Dann überholten sie die Niederländer Koen Grondman und Ross Vincent und anschließend in einem packenden Duell die Briten Brett Wilkinson und Joe Millard und schoben sich auf Platz zwei vor, den sie bis zum Schluss verteidigen konnten. Mehr war nicht drin. Die WM-Führenden Marvin Vanluchene und Ben van den Bogaart waren vorne enteilt.

Nach dem Rennen verteilte Tim Prümmer Lob. Zuerst an sein Team, dem es gelungen war, das Gespann nach dem Qualifikationsrennen am Samstag besser auf den ungewohnten Boden anzupassen. Die Sandstrecke in Madona ist durchsetzt mit Kies, was eine Änderung des üblichen Setups für sandige Strecken notwendig machte. Dann an seinen Beifahrer Patrick Schneider. Der Österreicher plagt sich mit starken Schmerzen an der Ferse. „Das hat ihm sehr zu schaffen gemacht. Trotzdem hat er durchgehalten. Das war außergewöhnlich“, sagte Tim Prümmer.

Jetzt steht Teil zwei der Osteuropa-Mission an. Am kommenden Wochenende ist der Seitenwagen-Zirkus im litauischen Anyksciai zu Gast. Die Strecke befindet sich kaum drei Stunden Fahrtzeit von Madona entfernt. Die nächsten Tage verbringt der Tross auf einem Campingplatz. Schonung und Genesung von Patrick Schneiders Ferse stehen währenddessen ganz oben auf der Liste der Prioritäten. Dann soll der Angriff auf die Pruniers erfolgen. Die Franzosen mögen Sand weniger und Anyksciai ist sandig.

 

 

Foto: Stripalis

Online: Stefan Uhlmann

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