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| 29-06-2026 | MXGP News |
Aufwärtstrend in Portugal: Simon Längenfelder verpasst Podium knapp und erobert WM-Rang 3 zurück |
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Halbzeit in der FIM Motocross-Weltmeisterschaft (MXGP): Bei der zehnten von 19 Saisonstationen im portugiesischen Agueda hat sich der amtierende MX2-Weltmeister Simon Längenfelder eindrucksvoll im Spitzenfeld zurückgemeldet. Nach den Plätzen 3 und 6 in den Wertungsläufen verpasste der Red Bull KTM Factory Racing Pilot das Tagespodium als Gesamtfünfter am Ende nur um hauchdünne zwei Punkte. Die wichtigste Nachricht des Wochenendes: In der Weltmeisterschaftstabelle zieht Längenfelder wieder an der Konkurrenz vorbei und schiebt sich auf den dritten Gesamtrang.

Setup-Wechsel bringt das Vertrauen zurück Nach einem durchwachsenen Wochenende in Italien zog Längenfelder gemeinsam mit seiner Crew unter der Woche die Reißleine und kehrte zu seinem bewährten Setup an der KTM 250 SX-F zurück – eine Entscheidung, die sich sofort bezahlt machte. Schon im Qualifikationsrennen am Samstag fuhr Längenfelder ein starkes Rennen und sicherte sich mit Rang 3 wichtige Weltmeisterschaftspunkte sowie einen optimalen Startplatz für den Sonntag.
Am Rennsonntag knüpfte der Deutsche nahtlos an diese Performance an. Im ersten Wertungslauf fand er sofort einen hervorragenden Rhythmus, hielt dem enormen Druck der Spitzengruppe auf dem harten, ausgefahrenen Lehmboden stand und überquerte die Ziellinie auf einem starken dritten Platz.
Der zweite Durchgang verlangte dem Champion dann mental alles ab. Längenfelder fehlte im dichten Verkehr zu Beginn des Rennens die letzte Aggressivität, um ganz vorne anzugreifen. Obwohl er mit den schwierigen Bedingungen kämpfte und auf der extrem schnellen Strecke kein unnötiges Risiko eingehen wollte, biss er sich durch und rettete Platz 6 ins Ziel. In der Tageswertung bedeutete dies den fünften Gesamtrang – lediglich zwei magere Zähler fehlten am Ende zum Sprung auf das Podest.

„Das alte Setup hat mir das Vertrauen zurückgegeben“ Simon Längenfelder blickt positiv auf den Grand Prix zurück, sieht aber auch Raum für Verbesserungen:
„Wir haben unter der Woche einige Änderungen vorgenommen und sind zu meinem alten Setup zurückgekehrt. Das hat mir sofort viel Vertrauen auf dem Bike zurückgegeben. Platz 3 im Quali-Rennen und im ersten Lauf waren ein super Start in das Wochenende. Im zweiten Rennen hat mir dann leider etwas die Intensität gefehlt, das nötige Feuer war nicht ganz da. Ich habe versucht, mich selbst zu pushen, aber es war verdammt schwer, auf dieser Strecke die richtige Balance zwischen Risiko und Attacke zu finden. Am Ende haben uns zwei Punkte zum Podium gefehlt, aber das Wichtigste ist: Wir arbeiten uns Schritt für Schritt zurück nach vorn und stehen in der WM wieder auf Platz 3.“
Nächster Halt: Historisches Übersee-Abenteuer in Südafrika Zeit zum Durchatmen bleibt dem Red Bull KTM Factory Racing Piloten nicht. Der brutale Sommer-Triple-Header geht direkt in die finale Phase – und führt den WM-Tross auf einen anderen Kontinent. Erstmals seit 18 Jahren kehrt die Motocross-Weltmeisterschaft wieder nach Südafrika zurück. Am kommenden Wochenende steht das Debüt auf dem spektakulären „Terra Topia MX Track“ in der Nähe von Johannesburg auf dem Plan. Mit dem zurückgewonnenen Selbstvertrauen und WM-Rang 3 im Gepäck nimmt Längenfelder den Kampf um die WM-Spitze im fernen Übersee wieder voll auf.
Fotos: Pablo Acevedo
Online: Stefan Uhlmann